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Comedian erstaunt nach Chemo-Hammer„Alarmierend gut vertragen“

Der Komiker Torsten Sträter steht nach der Aufzeichnung der WDR Talkshow „Kölner Treff“ im Studio.

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Der Komiker Torsten Sträter steht nach der Aufzeichnung der WDR Talkshow „Kölner Treff“ im Studio. (Archivbild)

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Nach monatelanger Krebspause steht Torsten Sträter wieder auf der Bühne und spricht offen über seine Genesung.

Er ist wieder da. Monatelang war es still um Torsten Sträter, jetzt steht der Kabarettist wieder auf der Bühne. Im April 2026 hatte er seine Tumor-Diagnose öffentlich gemacht. Danach folgte eine lange Pause. Schwere Komplikationen blieben bei der Krebsbehandlung weitgehend aus. Das hat der 60-Jährige dem „Stern“ im Gespräch erzählt.

Vor allem die Chemo hat ihn längst nicht so umgehauen wie gedacht. Sträter sagt im Interview selbst: „Ich habe das alarmierend gut vertragen“. Belastet habe ihn die Therapie deutlich weniger, als er befürchtet hatte.

Torsten Sträter über die Chemo: „Alarmierend gut vertragen“

Und wie geht es ihm im Kopf? Auch da wirkt der Künstler gefestigt, obwohl während der Behandlung noch eine weitere Diagnose dazukam. Sträter betont: Er wisse inzwischen, woher seine Depressionen gekommen seien. Seitdem habe er keine mehr gehabt. Sein Fazit: Er sei „mental überaus stabil“.

Torsten Sträter bei der 7. LOL-Staffel.

Copyright: Sven Hoppe/dpa

Torsten Sträter gewann 2021 die erste deutsche Staffel der Amazon-Prime-Show „LOL: Last One Laughing“. (Archivbild)

Ein Etikett will er sich trotzdem nicht ankleben lassen. Den Vorzeigedepressiven, auf den viele hoffen, gibt er nicht. Zu dem, was die Leute von ihm erwarten, findet er gegenüber dem „Stern“ deutliche Worte: „Ich kann weder anderer Leute Depressionen heilen noch sie verstehen. Man überschätzt meine Rolle als Vorzeigedepressiver.“

Keine Politik-Nachhilfe vom Comedian – dafür Tour und neues Buch

Nicht nur über seine Gesundheit hat Sträter gesprochen, sondern auch über Gesellschaft und Politik. Erziehen will er sein Publikum von der Bühne aus nicht. Ganz klar stellt der Komiker fest: Er sei nicht der Beauftragte für politische Bildung. Austeilen kann er trotzdem: Politische Akteure und Parteien bekamen im selben Atemzug ihr Fett weg.

Jetzt gibt er beruflich wieder richtig Gas. Eine Tour quer durch Deutschland steht an, dazu präsentiert er ein neues Buch. Und optisch hat sich etwas getan: 25 Kilo hat Sträter abgenommen. Gerade sei er etwas zu dünn, sagt er über sich selbst.

Bekannt wurde Sträter ab 2008 – mit witzigen Kurzgeschichten und Auftritten bei Poetry Slams. Die nordrhein-westfälische Meisterschaft im Poetry Slam holte er 2009 zum ersten Mal. 2010 und 2012 gewann er sie erneut.

Das große TV-Publikum lernte den gebürtigen Dortmunder über Comedy-Sendungen kennen. Im WDR führte er ab 2016 durch „Sträters Männerhaushalt“, danach kam das Format „Sträter“. Noch mehr Menschen erreichte er 2021: Da setzte er sich in der ersten deutschen Staffel der Amazon-Prime-Show „LOL: Last One Laughing“ durch und gewann. (jag)