2011 wurde Max Giesinger dank „The Voice“ erstmals einem breiten Publikum bekannt. Doch mit dem Ruhm fertig zu werden, war gar nicht so einfach, wie sich der Sänger nun in einem Podcast erinnerte.
Bei „The Voice“Max Giesinger packt über seinen „psychischen Zerfall“ aus: „Wie ein Zombie“

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2011 versuchte Max Giesinger bei „The Voice of Germany“ sein Glück. Am Ende wurde er Vierter. (Bild: Getty Images / Andreas Rentz)
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Die vier roten Drehstühle und das große Versprechen einer Musikkarriere lockten schon viele Gesangstalente zu „The Voice of Germany“. Auch Max Giesinger versuchte 2011 sein Glück.
„Ich habe davor immer in Kneipen und auf Hochzeiten gespielt und plötzlich wirst du einem Riesen-Millionenpublikum präsentiert“, erinnerte sich der 37-Jährige im Podcast „Wie geht's? Mit Robin Gosens“ nun an die „mit krasseste Phase“ seines Lebens zurück. Damals habe er nach vielen Versuchen „endlich die Bestätigung bekommen, auf die ich so lange hingearbeitet habe“.
Max Giesinger über Zeit nach „The Voice“: „Da war der Downfall vorprogrammiert“
Doch die plötzliche Bekanntheit hatte auch ihre Schattenseiten, wie Giesinger betonte. „Ich habe mir Hasskommentare so krass zu Herzen genommen, dass ich manchmal nicht mehr schlafen konnte“, ließ er im Gespräch mit Robin Gosens in seine damalige Gefühlswelt blicken. „Das hat mich komplett fertig gemacht.“ Das Gefühl der Blind Audition (“Da war ich richtig am Start“) habe sich deshalb rasch gewandelt. Er sei zunehmend unsicherer geworden, so Giesinger.
„Du siehst richtig meinen psychischen Zerfall, wo ich am Anfang noch strahle und am Ende echt wie ein Zombie bin“, blickte Max Giesinger im Podcast auf die prägende Erfahrung bei „The Voice of Germany“ zurück. „Das hat mir jegliche Energie gezogen am Ende.“
Eine weitere Herausforderung erwartete den Künstler auch, als er die Show als Vierter beendete und das Rampenlicht erst einmal ausging. Im Rahmen der TV-Show sei vier Monate „jeder Schritt von morgens bis abends“ organisiert gewesen, und das über vier Monate hinweg. „Du bist nie alleine, es ist immer Action - und dann saß ich wieder in meinem Kinderzimmer. Da war der Downfall vorprogrammiert“, beschrieb Giesinger seine Erfahrung.
„Ich war der Überzeugung, meine Karriere ist jetzt vorbei. Ich werde für immer der Casting-Honk sein“, befürchtete der Sänger damals. Was folgte, beschrieb Max Giesinger im Podcast wahlweise als „eine Riesen-Sinnkrise“ oder „kleine depressive Phase“. Damals habe er sich schließlich „komplett über dieses Musikding definiert“. Erst als er bei ersten Konzerten nach dem Ende der TV-Show gemerkt habe, dass er viele Leute erreiche, „ging es relativ schnell bergauf“. Auch wenn er 2012 „quasi bei Null angefangen habe“, war eines für Giesinger immer klar: „Ich hatte tief im Inneren das Gefühl, dass das funktionieren wird.“ (tsch)
