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Super, Mario!Zum 45. Geburtstag: Kurioses über den Kult-Klempner

Man kann Mario auch mit den Bremer Stadtmusikanten in der Nintendo-Version zusammenbringen.

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Nostalgie, Nostalgie! Den klassischen Look von „Super Mario Bros.“ kennen fast alle. Durch die Röhren kam Mario in versteckte Welten und zu wertvollen „Power ups“.

Vor 45 Jahren tauchte die Nintendo-Figur mit Latzhose und Schnäuzer erstmals in Videospielen auf. Nach dem Motto „It's-a me!“ gibt's hier 45 Fakten über Mario.

Haben Sie auch schon mal Pilze „eingenommen“ und sind dadurch groß geworden? Oder eine Feuerblume? Müssen Sie beim Geräusch „Pliiiing“ zwangsläufig an Münzen denken? Dann kennen Sie diesen flinken italienischen Klempner bestimmt: Mario, die legendäre Videospielfigur von Nintendo.

Bekannt aus Klassikern wie „Super Mario Bros.“ oder heute aus „Mario Kart“ und Co. Erstmals aufgetaucht ist der Schnauzbartträger aber in „Donkey Kong“ – und das vor 45 Jahren. Grund genug, Mario zu feiern – mit 45 Mario-Fakten. Wo doch am 10. März Mario-Tag ist ...

Kurioses Wissen: Mario war gar nicht immer Klempner

  1. 1. Warum ist der 10. März denn bitte Mario-Tag? Weil die englische Schreibweise des Datums, Mar10, an den Namen Mario erinnert. Traditionell gibt es dann Gaming-Aktionen und Co.
  2. 2. Wer hat Mario erfunden? Shigeru Miyamoto (heute 73) wurde 1981 beauftragt, für die damals kriselnde Videospielfirma Nintendo neue Automatenspiele zu entwerfen. Darunter war auch „Donkey Kong“, das Spiel mit dem Fässer werfenden Riesenaffen. Und wer muss den Fässern ausweichen? Genau, Mario!
  3. 3. Sein ursprünglicher Name lautete in der frühen Entwicklungsphase von „Donkey Kong“ schlicht „Jumpman“, weil er genau das tat, über Fässer springen. Erfinder Miyamoto wollte die Figur „Mr. Video“ nennen.
  4. 4. Namensgeber: Dem italienischstämmigen US-Bauunternehmer Mario Segale verdankt der nette Klempner seinen Vornamen. Segale war Vermieter des ersten Nintendo of America-Lagers in den 80er Jahren in den USA und faltete den japanischen Lagerchef ordentlich zusammen, als der mal mit der Miete im Rückstand war – in herrlichstem Italo-Englisch. Weil Segale zwar schimpfte, aber trotzdem netterweise einen Mietaufschub gewährte und die Japaner den Mann so skurril wie nett fanden, meldeten sie dem Mutterkonzern, dass Mario doch ein toller Name für die Figur im Spiel sei.
Ein asiatisch aussehender Mann klatscht sich mit einer kleinen Spielfigur ab.

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Handshake mit seiner Erfindung: Entwickler Shigeru Miyamoto 2012 mit seinem Mario. Miyamoto hat sich sein inneres Kind bewahrt.

  1. 5. Mario war anfangs gar kein Klempner: In „Donkey Kong“, war er erst als Zimmermann unterwegs, mit seinem ersten eigenen Abenteuer „Mario Bros.“ (1983) sorgte er dann im „Hauptberuf“ dafür, dass Verstopfungen im Abfluss beseitigt werden.
  2. 6. Multitalent: Mario kann aber nicht nur Rohrverstopfungen lösen. In seiner Videospielkarriere machte er schon die unterschiedlichsten Jobs als Arzt, Rennfahrer, Martial-Arts-Kämpfer, Baseball-, Fußball-, Basket- und Tennisspieler, Profi-Golfer, Bauarbeiter und Olympia-Athlet.
  3. 7. Sein Sport-Debüt feierte Mario im NES-Spiel „Golf“ (1984), obwohl er dort gar nicht namentlich genannt wurde.
  4. 8. Sein großer Durchbruch kam für Mario 1985 im eigenen Kult-Spiel „Super Mario Bros.“ für das Nintendo Entertainment System (NES). 2021 wurde eine originalverpackte Kopie des Spiels für zwei Mio US-Dollar versteigert.
  5. 9. Warum trägt Mario Schnurrbart und seine rote Mütze? Weil er so besser zu erkennen ist. Bei der damals noch sehr geringen Pixelanzahl (16x16) der frühen Videospiele waren kleine Details nur schwer darzustellen bzw. kaum zu erkennen, es brauchte eindeutige, größere Merkmale. Hut und Schnauzer ließen sich mit den groben Pixeln gut erkennbar machen.
  6. 10. Sein Nachname lautet: Mario, er heißt also vollständig Mario Mario.
  7. 11. Omnipräsenz: Er ist bisher in über 250 Spielen aufgetreten.
  8. 12 Its-a Me, Mario: Die kultige Stimme mit dem italo-amerikanischen Akzent sprach von 1995 (erste Sprachausgabe bei den Videospielen) bis 2023 Charles Martinet, ab 2023 übernahm Kevin Afghani.
  1. 13. Häufige Sprüche: Neben „Its-a me, Mario!“ hört man von dem kleinen Mann im Blaumann auch gerne ein „Lets-a go!“, „Here we go!“ oder „Mama mia!“ und natürlich „Wahoo!“, „Oh yeah!“ und „Mario-Time“. Nicht gerne hören wir „Oh no!“, dann ist Mario nämlich kaputt gegangen.
  2. 14. Coole Sprüche anderer: Bowser: „You're too slow!“ (Du bist zu langsam!), fiese Lache „Gwahaha!“; Kollege Toad, wenn Mario einen Gegner besiegt, die zu befreiende Prinzessin aber in einem anderen Schloss gefangen gehalten wird: „Thank you Mario! But our princess is in another castle!“ („Danke Mario! Aber unsere Prinzessin ist in einem anderen Schloss!“) – und weiter gehts ins nächste Level.
  3. 15. Mario war auch mal Bösewicht: Im Automatenspiel „Donkey Kong Jr.“ von 1982 darf Mario als Antagonist ran, hier sind die Affen die Guten.
  4. 16. Luigis erster Auftritt: Luigi, der Zwillingsbruder von Mario, natürlich auch Klempner, tauchte erstmals im Arcade-Spiel „Mario Bros.“ von 1983 auf. Luigi ist größer und schlanker als Mario, trägt blaue Latzhose zu grünem Pulli und eine grüne Mütze mit „L“ drauf. Er ist nicht so draufgängerisch wie Mario, eher ängstlich und schreckhaft, überwindet aber seine Ängste, um Mario zu helfen.
  5. 17. Wer ist älter? Mario ist ein paar Minuten älter als sein Zwilling Luigi.
  6. 18. Luigi hat eigene Spiele: 1992 bekam Luigi sein erstes eigenes Spiel, „Mario Is Missing!“, darin muss Luigi Mario aus dem Schloss seines Feindes Bowser befreien. Es folgten weitere Luigi-Games.
Cosplayer kommen in Verkleidung der Videospielfiguren Super Mario und Luigi zur Messe "Fantasy Basel". F

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Zwillinge! Mario und sein Bruder Luigi, der ebenfalls eigene Spiele hat. Wer von den beiden wohl älter ist ...?

  1. 19. „Mario“ ist mit knapp 800 Millionen verkauften Games die erfolgreichste Franchise der Videospielgeschichte. Neben den klassischen „Super Mario“-JumpnRuns gelten die Ableger der „Mario Kart“- und „Mario Party“-Reihe als absolute Bestseller. Das neueste Spiel soll in den nächsten Wochen für die Switch 2 erscheinen.
  2. 20. Der erste Film wurde 1986 gedreht. Er hieß „Anime Super Mario Bros.: The Great Mission To Rescue Princess Peach“, der erste Realfilm kam 1993 mit Bob Hoskins als Mario – und war ein totaler Flop. Es war die erste Live-Action-Videospielverfilmung aller Zeiten, heute gilt sie als Kult.
  3. 21. Mario hatte eine eigene Cartoon-Show: „Die Super Mario Bros. Super Show!“ lief 1989 im TV, enthielt aber auch Realfilmszenen und konzentrierte sich vorrangig auf die Klempnerfähigkeiten der Brüder Mario und Luigi.
  4. 22. Power ups: Die wertvollen Dinge, die Mario in den Spielen einsammeln kann und die ihm „Superkräfte“ verleihen, sind das Salz in der Suppe. Zu den besten zählen der Super-Pilz (Mario wird größer und mächtiger), der Stern (temporäre Schnelligkeit und Unverwundbarkeit), die Feuerblume (oder Eisblume – Mario kann schießen/ Dinge vereisen) sowie Tieroutfits (Biene, Pinguin, Tanuki – japanischer Marderhund) – und der 1UP-Pilz (Extra-Leben).
  5. 23. Mario und die Frauen: Der Klempner rettet normalerweise Prinzessin Peach, in den ersten „Donkey Kong“-Spielen hieß seine Freundin in Not noch Pauline. In „Super Mario Land“ (1989 für den Gameboy) heißt die Prinzessin zwischenzeitlich Daisy. Später wird Daisy eher mit Bruder Luigi in Verbindung gebracht.
  6. 24. Versteckte Dinge: Die Mario-Spiele sind auch deshalb so beliebt, weil man in ihnen immer wieder versteckte Welten finden kann. Spiele in Endlos-Schleife, unendliche Leben, andere Welten mit vielen Münzen, Abkürzungen, es gibt nichts, was es nicht gibt.
  7. 25. Schwerste Mariospiele: Im 2D-Bereich gilt „Super Mario Bros.: The Lost Levels“ als harte Nuss, in 3D beißen sich Zocker an „Super Mario Sunshine“ die Zähne aus (vor allem, wenn man alle 100 Münzen sammeln will).
  8. 26. Die Mario-Spiele sind für Hersteller Nintendo eine wahre Goldgrube, kein Wunder also, dass der japanische Konzern sie auf all ihren Konsolen und so genannten Handheld Devices anbietet. Die Anfänge gab es neben Videospielautomaten in Spielhallen auf dem NES (Nintendo Entertainment System) im Jahr 1985. Wer Konsolen anderer Hersteller nutzt, muss auf Mario verzichten.

Das sind Marios beste Freundinnen und Freunde

  1. 27. Yoshi: Kleiner Dinosaurier, trat erstmals in „Super Mario World“ als Reittier und Begleiter von Mario in Erscheinung. Hat auch eigene Spiele und macht lustige Geräusche, wenn er seine Zunge rausstreckt. Mit der kann er auch Früchte und Gegner verschlucken.
  2. 28. Toad: Fliegenpilz-Figur mit Weste, weißer Hose und braunen Schuhen, es gibt ihn aber auch in anderen Farbvarianten und der weiblichen Version Toadette. Tröstet den Spieler nach jedem Endgegner, bis auf den letzten, mit den Worten „Thank you Mario! But our princess is in another castle!“
  3. 29. Prinzessin Peach: Von Mario und Luigi zu rettende Prinzessin im rosa Ballkleid. In den ersten Spielen war sie das „arme Hascherl“, in den jüngeren Spielen der Reihe darf sie auch selbst was machen, zum Beispiel im Kart durch die Gegend rasen.
  4. 31. Rosalina: Charakter aus den „Galaxy“-Spielen. Die mysteriöse Sternenwächterin hilft Mario und bewacht Lumas, ihre Sternenkinder.
Mario, Princess Peach und Toad in einer Szene des Films "Der Super Mario Bros. Film" (undatierte Filmszene).

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Mario und Prinzessin Peach im Film „The Super Mario Bros. Film“ von 2023. Rechts steht Marios Kumpel Toad, der niedliche Pilzähnliche.

  1. 30. Prinzessin Daisy: Alternativ-Prinzessin mit braunen Haaren und orangefarbenem Kleid, bisschen draufgängerischer als Peach.
  2. 31. Rosalina: Charakter aus den „Galaxy“-Spielen. Die mysteriöse Sternenwächterin hilft Mario und bewacht Lumas, ihre Sternenkinder.
  3. 32. Toadsworth: Altgedienter, bärtiger Toad, der treuer Butler sowie Berater von Prinzessin Peach ist, sie aber auch ganz schön bevormundet. Mag Mario sehr, weil er die Prinzessin so gut beschützt, motzt aber auch schnell rum.
  4. 33. Münzen: Gibt es überall im Mario-Universum, manchmal direkt sichtbar, manchmal versteckt in Blöcken. 100 von ihnen schenken Mario in den meisten Spielen ein weiteres Leben.
  5. 34. Kult-Musik: Die witzigen Sounds in den Mariospielen stammen von Koji Kondo (64) – und es gibt sie mittlerweile sogar in Orchesterversionen. Für die verschiedenen Welten, zum Beispiel Unterwasser, Wüste, Himmel gibt es eigene Lieder.
  6. 35. Mario-Themenparks: Alle Mariofiguren kann man in den Mario-Themenparks bestaunen. Die gibt es in den Universal Studios Japan in Tokio, den Universal Studios Hollywood und dem Universal Epic Universe in Orlando (Florida).

Fiese Fratzen: Marios schlimmste Feinde

  1. 36. Bowser: Absoluter Erzfeind von Mario, er entführt regelmäßig die Prinzessin, schreit rum, ist schadenfroh und fies. Sollte ein Ochse werden, er ist aber eine gigantische Schildkröte. König der Koopas. Aber: Es gibt auch Spiele, in denen er sich Mario anschließt.
  2. 37. Koopas: Schildkrötenartige Gegner. Mario kann auf sie springen, woraufhin sie sich in ihren Panzer zurückziehen. Mario kann die Panzer dann in Bewegung versetzen, muss ihnen dann aber ausweichen. Lässt Mario sie liegen, kommen sie wieder aus ihrer „Schale“ heraus und ärgern weiter.
  3. 38. Gumbas: Gumbas sind nicht etwa kleine Hamburger (für die sie oft gehalten werden), sondern pilzähnliche Lebewesen auf Shiitake-Basis. Mario kann sie kaputtmachen, wenn er auf sie springt, darf sie aber nicht anderweitig berühren. Sind die bis heute am häufigsten vorkommenden Gegner.
  4. 39. Wario und Waluigi: Geldgierig ist Wario (eine Wordkombi von warui (japanisches Wort für schlecht) und Mario. Luigis Rivale heißt Waluigi. Wario ist dick, mürrisch, aber auch lustig. Kein Wunder, dass er eigene Spiele bekam.
Jung geblieben: Mario und Konsorten in «Super Mario RPG», das grafisch leicht modernisiert worden ist.

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Mario und sein Erzfeind Bowser (rechts), manchmal verbünden sie sich auch.

  1. 40. König Buu Huu: König Buu Huu, ein Geist, ist der König der Buu Huus (kleinere Geister), die sich aktiv auf Mario zubewegen, wenn er sie nicht im Blick behält. Nintendo-Designer Takashi Tezuka hat die Geister seiner Frau nachempfunden, die sich total leise im Haus bewegt, aber schlimm ausrasten kann.
  2. 41. Piranha-Pflanzen: Pflanzen mit an einen an einen Piranha erinnernden Kopf. Können beißen oder Feuer spucken, in der blauen Variante auch Eis.
  3. 42. Blooper: Kraken, die in Unterwasserleveln und bei den Kartspielen auftauchen und Tinte verspritzen.
  4. 43. Hammer-Brüder: Unterart der Koopas, die mit Hämmern auf Mario werfen. Wenn Mario Abstand hält, treffen sie ihn nicht, macht man das zu lange, greifen sie von selbst an.
  5. 44. Bummel-Käfer: Können nicht von Marios Feuerbällen beschädigt werden. Haben eine Panzerhülle, in die sie sich zurückziehen können.
  6. 45. Kugelwilli & Kettenhunde: Kugelwillis sind lebende Kanonenkugeln. Größere Kugelwillis nennt man Banzai Bills (englischer Name für Kugelwilli: Bullet Bill). Der Kettenhund ist ein angebundenes Kugel-Wesen, dem man nicht zu nahe kommen sollte (dann schnellt er nach vorne und beißt).
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