Ein TV-Streich sorgt in Dänemark für einen landesweiten Skandal. Der Comedian Rasmus Wallbridge wurde über mehrere Monate von Freunden, Kollegen und Promis getäuscht. Nun hagelt es heftige Kritik am Sender TV2.
Sogar Ministerpräsidentin äußert sichTV-Streich löst landesweiten Skandal in Dänemark aus

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Auch die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hat sich zu dem TV-Streich um Rasmus Wallbridge geäußert. (Bild: 2026 Getty Images/Michele Tantussi)
Der Fall erinnert ein wenig an den Film-Klassiker „Die Truman Show“ mit Jim Carrey: In einem Kino sollte dem Comedian Rasmus Wallbridge der Trailer zu seinem ersten eigenen Spielfilm präsentiert werden. Doch statt seines schauspielerischen Debüts wartete auf den Komiker eine böse Überraschung, die nun zu einem landesweiten Skandal führte.
Wallbridge erfährt, dass er über Monate hinters Licht geführt und Opfer eines großangelegten TV-Streichs wurde. Fast 150 Menschen waren eingeweiht und täuschten dem Comedian eine Film-Produktion vor. Besprechungen mit vermeintlichen Geschäftspartnern wurden so etwa von eingeweihten Schauspielern inszeniert. TV2 produzierte eine sechsteilige Sendung unter dem Namen „Alle lieben Rasmus“, in der letzten Folge wurde dann auch der Hauptprotagonist in den Plan „eingeweiht“.
Über vier Monate sei der Däne von Kollegen, Promis und Freunden getäuscht und teils sogar mit versteckter Kamera gefilmt worden.
Sender TV2 kündigt interne Untersuchungen an
Die Reaktionen auf den TV-Streich ließen nicht lange auf sich warten und lösten eine landesweite Welle der Empörung aus. Kritiker warfen dem Sender Mobbing und psychische Gewalt vor. Sogar die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen äußerte sich und betonte: „Ich hoffe, dass dieser ganze unglückliche Fall bei allen zu einem stärkeren Bewusstsein dafür führt, was man mit welcher moralischen und ethischen Verantwortung veröffentlichen möchte.“
Die dänische Kulturministerin Zenia Stampe erklärte: „Ich bin der Meinung, dass TV2 seine Glaubwürdigkeit nur zurückgewinnen kann, wenn der Sender offenlegt, wie er verhindern will, dass so etwas nochmal passiert.“ Auch der Sender hat sich zu den Vorwürfen geäußert. Man habe schwerwiegende Fehler gemacht, gibt Programmdirektorin Ulla Pors an. Die Sendung hätte so nicht in Auftrag gegeben und ausgestrahlt werden dürfen, betont sie. Der Sender kündigte eine interne Untersuchung an, in der Online-Mediathek ist „Alle lieben Rasmus“ nicht mehr abrufbar.
Wallbridge selbst meldete sich bislang nur mit einem kurzen Statement auf Instagram zu Wort. Dort erklärte er, gerade nicht an einem Punkt zu sein, an dem er sich an der Diskussion beteiligen könne. Dem Sender TV2 riet er, von möglichen weiteren Produktionen dieser Art in Zukunft abzusehen.
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