Vom Pop-Thron in den Skandal: Lizzo meldet sich zurück.
Skandal-Comeback von LizzoNach schweren Vorwürfen meldet sich der Popstar jetzt zurück

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Die US-amerikanische Sängerin Lizzo bei einem Auftritt. (Archivbild)
Das Leben als Pop-Ikone ist nicht nur Glitzer. Sängerin Lizzo, mit bürgerlichem Namen Melissa Viviane Jefferson, kennt die harten Seiten. Trotz voller Terminkalender und anstrengender Tage sagt sie: „ich beschwere mich nicht, denn ich kann mich in Glitzer hüllen und mit dem Hintern wackeln, und die Leute lieben es“. Ihr Weg an die Spitze war steinig und alles andere als ein Spaziergang.
Der riesige Erfolg im Jahr 2019 kam nicht über Nacht. Dahinter steckte knallharte Schufterei. Im Podcast der „New York Times“ berichtete Lizzo von zahllosen Gigs vor fast leeren Rängen. Sie nahm jeden Job an, der sich bot. Ein Festival-Auftritt vor so gut wie keinen Zuschauern brachte sie an den Rand des Aufgebens. Doch genau dann, als sie kurz davor war, das Handtuch zu werfen, passierte das Unglaubliche.
Wie Lizzo die Charts im Alleingang aufmischte
Ihr Ticket zum Megastar war der Trap-Pop-Song „Truth Hurts“. Obwohl bereits 2017 erschienen, explodierte der Track 2019 förmlich und sicherte ihr diverse Grammy-Nominierungen. Er brach sogar einen offiziellen Guinness-Weltrekord: Kein Lied einer Solo-Rapperin hielt sich länger an der Spitze der Billboard-Charts. Eine Zusammenarbeit mit Rap-Legende Missy Elliot folgte bald. Es wirkte, als hätte die Musikszene sehnsüchtig auf eine Künstlerin wie Lizzo gewartet.
Bereits 2018 erkannte die „Teen-Vogue“ ihr Potenzial: „Lizzo ist die sexpositive, twerkende Gospelsängerin, die die Welt braucht.“ Die Art, wie Lizzo in ihren Lyrics schwere Themen mit einer gewissen Unbeschwertheit behandelt, gibt vielen ihrer Lieder eine ermutigende Note. Anhänger schöpfen Kraft aus ihren Melodien, aber vor allem aus der Botschaft, für die sie als Person steht.

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Die US-amerikanische Sängerin Lizzo bei einem Auftritt. (Archivbild)
Wer Lizzos Lachen kennt, spürt ihre pure Lebenslust und ihr starkes Selbstvertrauen. Aber sie bewegt noch viel mehr. Auf einmal betritt eine kurvige, schwarze Frau die Bühne – mit einer Souveränität, die in der Pop-Branche lange fehlte. In gewagten Outfits zelebriert sie ihren Körper und setzt damit völlig neue Maßstäbe für Schönheit. Auch bei intimen Angelegenheiten nimmt sie kein Blatt vor den Mund: Jüngst offenbarte sie in einem Podcast, bis Anfang 30 noch keine sexuellen Erfahrungen gemacht zu haben.
Der harte Kampf um Selbstakzeptanz
Diese Selbstsicherheit war Lizzo jedoch nicht angeboren. Sie offenbarte, lange nur als die „fette lustige Freundin“ gegolten zu haben und sich selbst nicht als attraktiv empfunden zu haben. Ihr Lied „My Skin“ aus dem Jahr 2015 ist eine Hymne an diesen Kampf. Das Feedback auf den Song machte ihr klar, welche Kraft in ihren Kompositionen steckt. Aus diesem Grund beschloss sie, fortan Musik mit „Nutzen“ zu schaffen, wie sie es selbst formuliert. Und der Erfolg gibt ihr recht: Lizzo avancierte für Millionen von Anhängern zur Ikone für Selbstakzeptanz, Echtheit und Stärke.
Tiefer Fall: Anschuldigungen kratzen am Saubermann-Image
Doch 2023 zerbrach die makellose Fassade. Gegen die Pop-Sensation wurden von drei ehemaligen Tänzerinnen gravierende Anschuldigungen laut. Die Vorwürfe gegen die gefeierte Künstlerin: sexuelle Belästigung, Benachteiligung und die Schaffung eines vergifteten Arbeitsklimas. Ausgerechnet die Musikerin, die stets für „Realness“ stand, wurde nun mit dem Vorwurf der Scheinheiligkeit konfrontiert. Das ließ zahlreiche Anhänger daran zweifeln, wie echt die Person war, die sie so bewundert hatten.

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Die US-amerikanische Sängerin Lizzo bei einem Auftritt. (Archivbild)
Der Ruf von Lizzo erlitt einen gewaltigen Dämpfer. Danach zog sich die Künstlerin, deren Karriere wenige Jahre davor noch märchenhaft verlaufen war, merklich aus der Öffentlichkeit zurück.
„Bitch“: Ist das neue Album eine Retourkutsche?
Mit ihrem neuen Werk „Bitch“, veröffentlicht am Freitag (5. Juni 2026), wagt die mittlerweile 38-jährige Sängerin eine Art Neuanfang. Es lässt sich kaum anders deuten als eine Revanche, wenn sie gleich zu Anfang einen „Toast an diejenigen, die mich verletzt haben“ widmet. Inspiration für die Platte, so Lizzo, war die legendäre Tina Turner. Besonders klar wird das bei „Don't make me love you“, einem Song, der stark an den unvergessenen Hit „The Best“ von Turner angelehnt ist.
Die Platte ist generell eine Fundgrube für Sounds, die an die Pop-Musik der 80er, 90er und 2000er-Jahre anknüpfen. Der Titeltrack „Bitch“ mixt Elemente von Missy Elliot mit dem feministischen 90er-Klassiker von Meredith Brooks. Bei „That Grrrl“ handelt es sich um eine Neuinterpretation des Synth-Pop-Hits der britischen Gruppe „The Human League“ aus den 80ern. Das dürfte bei vielen für nostalgische Momente sorgen und auf offene Ohren stoßen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
