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„Sie lieferten sich Wrestling-Matches auf der Brücke“„Star Trek“-Stars packen zum Jubiläum aus

Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart, Mitte) führte sieben Staffeln lang die beste Enterprise-Besatzung aller Zeiten an. (Bild: Paramount)

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Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart, Mitte) führte sieben Staffeln lang die beste Enterprise-Besatzung aller Zeiten an. (Bild: Paramount)

Anlässlich des großen Jubiläums plauderten zahlreiche „Star Trek“-Stars aus dem Nähkästchen. Unter anderem verrieten sie, wie chaotisch es am Set zugegangen ist, wer ein „Ar...“ war und unter welchen kuriosen Umständen sie an ihre Rollen kamen.

Jonathan Frakes erinnert sich daran, wie albern alle am Set der ersten Staffel von „Star Trek: The Next Generation“ waren - sehr zum Missfallen von Patrick Stewart. (Bild: 2024 Getty Images/Jon Kopaloff)

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Jonathan Frakes erinnert sich daran, wie albern alle am Set der ersten Staffel von „Star Trek: The Next Generation“ waren - sehr zum Missfallen von Patrick Stewart. (Bild: 2024 Getty Images/Jon Kopaloff)

Am 8. September 2026 feiert Star Trek sein großes Jubiläum: 60 Jahre Weltraum, unendliche Weiten und die Abenteuer diverser Raumschiffe und ihrer Crews. Im Fernsehen widmen mehrere Sender Teile ihres Programms dem von Gene Roddenberry entworfenen Sci-Fi-Universum, allen voran Kabel Eins und TELE 5.

Letzterer zeigt an sechs Tagen über 60 Stunden „Star Trek“ - garniert mit kurzen Interviews, die der Sender mit Stars wie William „James T. Kirk“ Shatner, Jonathan „William T. Ryker“ Frakes oder Marina „Deanna Troi“ Sirtis geführt hat. Ein paar der spannendsten Anekdoten und Sprüche gibt's hier vorab.

„Hier habt ihr Geld, macht alles nochmal neu“

Er stand in Shakespeare-Stücken auf der Bühne, doch Weltruhm erlangte Patrick Stewart als besonnener Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“. In Anspielung auf seine Theater-Erfahrung durfte er in dieser Rolle auch des Öfteren Shakespeare zitieren. (Bild: Paramount)

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Er stand in Shakespeare-Stücken auf der Bühne, doch Weltruhm erlangte Patrick Stewart als besonnener Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“. In Anspielung auf seine Theater-Erfahrung durfte er in dieser Rolle auch des Öfteren Shakespeare zitieren. (Bild: Paramount)

Der Klingone Worf war nicht nur in „The Next Generation“ dabei, sondern auch im Nachfolger „Deep Space Nine“. Insgesamt hat Darsteller Michael Dorn in 354 „Star Trek“-Episoden mitgewirkt. Somit ist der stolze Krieger der heimliche Star der Serie. (Bild: Paramount)

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Der Klingone Worf war nicht nur in „The Next Generation“ dabei, sondern auch im Nachfolger „Deep Space Nine“. Insgesamt hat Darsteller Michael Dorn in 354 „Star Trek“-Episoden mitgewirkt. Somit ist der stolze Krieger der heimliche Star der Serie. (Bild: Paramount)

William Shatner, alias Captain James T. Kirk in „Raumschiff Enterprise“, spricht über die ungewöhnlichen Anfänge von „Star Trek“: „[Gene] Roddenberry drehte eine einstündige Folge von 'Star Trek', einen sogenannten Piloten. Den zeigt man den Senderbossen, und die entscheiden dann normalerweise sofort: 'Das ist spannend, das wollen unsere Zuschauer sehen', oder sie winken ab 'Nein danke, kein Interesse.' Aber in diesem Fall passierte etwas, das ich so noch nie erlebt habe. Sie sagten: 'Die Qualität überzeugt uns nicht, aber die Idee ist genial. Hier habt ihr Geld, macht alles nochmal neu.' Da bekam ich die Anfrage, den Captain zu spielen.“

So bekam Q die Rolle als Gott

Marina Sirtis (mit Michael Dorn) hebt die Besonderheit hervor, dass Frauen in „Star Trek“ schon früh wichtige Rollen eingenommen haben: „Damals waren wir Frauen schon dankbar, wenn wir mehr als nur Deko waren. In 'Star Trek' durften wir mehr sein, und ungewöhnlichere Rollen
spielen. Wir waren nicht nur 'schmuckes Beiwerk'.“ (Bild: 2022 Getty Images/Eugene Gologursky)

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Marina Sirtis (mit Michael Dorn) hebt die Besonderheit hervor, dass Frauen in „Star Trek“ schon früh wichtige Rollen eingenommen haben: „Damals waren wir Frauen schon dankbar, wenn wir mehr als nur Deko waren. In 'Star Trek' durften wir mehr sein, und ungewöhnlichere Rollen spielen. Wir waren nicht nur 'schmuckes Beiwerk'.“ (Bild: 2022 Getty Images/Eugene Gologursky)

John de Lancie, alias Q in „Star Trek: The Next Generation“ und weiteren Serienablegern, verrät. dass er seine Rolle eigentlich einer Leistung in einer ganz anderen Serie zu verdanken hat: „Meine Agentin sagte: 'Du hast morgen ein Vorsprechen für 'Star Trek'. Da steht nur Q, sicher ein Tippfehler.'“ Deshalb sei de Lanci nicht aufgetaucht. Zu Ende war die Geschichte damit aber nicht.

William Shatner glaubt nach wie vor an die positive Vision von „Star Trek“. (Bild: 2025 Getty Images/Frazer Harrison)

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William Shatner glaubt nach wie vor an die positive Vision von „Star Trek“. (Bild: 2025 Getty Images/Frazer Harrison)

„Eine Woche später meinte meine Agentin, ein Produzent von dort würde immer wieder nach mir fragen. Also ging ich doch hin, und als ich nach dem Vorsprechen auf dem Weg nach draußen war, fing mich ein Mann an der Tür ab. Er sagte: 'Ich bin der Produzent, der immer wieder anruft. Sie haben die Rolle, ich will mich revanchieren.' Ich war verwirrt. Er sagte: 'Vor vier Jahren lag ich nach einer schweren Herz-OP flach. Und jeden Tag um 13:00 Uhr ...' - als er das sagte, dämmerte es mir, denn ich spielte in einer Soap mit. Er sagte: 'Sie brachten mich zum Lachen, als ich dachte, ich sterbe. Dafür will ich mich revanchieren.' - So bekam ich die Rolle.“

Hoffnung in der existenziellen Krise

Nana Visitor war im „Star Trek“-Universum „Deep Space Nine“ als Kira Nerys bekannt. Der weibliche Verbindungsoffizier auf „DS9“ war die rechte Hand von Commander Sisko, gespielt von Avery Brooks. (Bild: Paramount Home Entertainment)

Copyright: Paramount Home Entertainment

Nana Visitor war im „Star Trek“-Universum „Deep Space Nine“ als Kira Nerys bekannt. Der weibliche Verbindungsoffizier auf „DS9“ war die rechte Hand von Commander Sisko, gespielt von Avery Brooks. (Bild: Paramount Home Entertainment)

William Shatner, alias Captain James T. Kirk in „Raumschiff Enterprise“, sieht die Welt nicht weit von einer existenziellen Krise entfernt, die mit den Werten hinter „Star Trek“ gemeinsam zum Guten gewendet werden könnte: „Wenn wir Menschen uns gegenseitig auslöschen, sind unsere Spuren in 1.000 Jahren vergessen. Ohne uns wäre die Erde wahrscheinlich besser dran. Aber 'Star Trek' setzt voraus, dass wir diese Krise überwinden - mit eben dem Wissen und der Fantasie, die sie uns überhaupt erst eingebrockt haben. Es ist ein Versprechen, dass etwas Gutes geschieht. Das ist 'Star Trek'.“

Der wahre Retter von „Star Trek: Deep Space Nine“

Als gottgleiches Wesen Q machte John de Lancie den „Star Trek“-Crews das Leben schwer. Im Interview verriet der Schauspieler, wie er an die Rolle gekommen ist. (Bild: 2022 Getty Images/David Livingston)

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Als gottgleiches Wesen Q machte John de Lancie den „Star Trek“-Crews das Leben schwer. Im Interview verriet der Schauspieler, wie er an die Rolle gekommen ist. (Bild: 2022 Getty Images/David Livingston)

Armin Shimerman alias Quark in „Star Trek: Deep Space Nine“ spricht darüber, wie eine Figur aus „Star Trek: The Next Generation“ die Serie rettete: „Wir waren nicht wie 'The Next Generation'. Wir hatten gar kein Raumschiff. Jahrelang kannte kein Mensch 'Deep Space Nine', das war sehr enttäuschend. Mit Michael [Dorn] schickten sie uns quasi den großen Bruder zu Hilfe. [Seine klingonische Figur] Worf holte viele Zuschauer zurück. Und als wir mit der 'Defiant' dann auch endlich ein Schiff bekamen, funktionierte die Serie. Inzwischen hat die Serie so manches Fan-Herz erobert.“

„Typisch männliche Machtpose“

Nana Visitor alias Major Kira Nerys in „Star Trek: Deep Space Nine“ erklärt, was ihre Rolle in „Star Trek“ so besonders gemacht und warum sie sich als Stellvertreterin vieler starker Frauen sieht, denen eine gebührende Anerkennung verwehrt blieb: „'Star Trek' und die Frauen darin waren in vielerlei Hinsicht progressiv. Es waren die 90er-Jahre in Hollywood. Ich hatte die Freundin gespielt, die tote Freundin, die betrogene Ehefrau, die Mutter - immer die zweite Geige. Wichtig für die Story, aber nicht als kompletter Mensch. In dieser Rolle dann konnte ich Frauen repräsentieren. Ich habe diese Figur sehr geliebt. Sie war so wichtig, weil sie so außergewöhnlich war. Ich konnte viele Aspekte aus meinen Erfahrungen als Frau in sie einfließen lassen. Das war für mich sehr sinnstiftend.“

Noch befriedigender war es für Visitor, als sie „als Frau das Kommando über die 'Defiant' zu übernehmen“: „Das war eine große Sache für mich. Ich fühlte mich als Stellvertreterin von Frauen, die Derartiges schon erreicht hatten - bei der NASA, in der Luftfahrt - die dafür aber keine Anerkennung erfuhren. Die durfte ich jetzt sichtbar machen. Ich erinnere mich, wie ich breitbeinig auf der 'Defiant' sitze, in einer typisch männlichen Machtpose. Völlig inakzeptabel für eine Frau, aber so saß ich da.“

Kindereien am Set von „Star Trek: The Next Generation“

Am Ende waren sie alle Freunde, doch in den Anfangstagen muss die Zusammenarbeit mit dem britischen Theaterschauspieler Sir Patrick Stewart, der in „Star Trek: The Next Generation“ die Rolle des Captain Picard spielte, nicht ganz einfach für dessen Co-Stars gewesen sein. Davon berichten Marina Sirtis alias Counselor Deanna Troi und Jonathan Frakes, alias Commander William T. Riker - vor allem mit Blick auf die vielen Kindereien am Set: „Am ersten Drehtag zu 'The Next Generation' war ich überzeugt, man würde uns alle feuern, weil wir völlig außer Kontrolle waren. Wir waren nur am Lachen und Rumalbern“, erzählt Sirtis.

Frakes ergänzt: „Die Regisseure drehten durch. Chaos pur.“ Über diese unprofessionelle Arbeitsweise soll sich vor allem einer beschwert haben: Stewart. Doch dann wurde er „assimiliert“, erklärt Frakes. „Während Staffel 2 sagte er: 'Tut mir leid, dass ich so ein Ar... war.' Er sagte, wir hätten ihn amerikanisiert.“ Am Ende sei Stewart laut Sirits der „Albernste“ am Set gewesen: „Er und [Michael] Dorn - der Darsteller von 'Worf' - lieferten sich sogar Wrestling-Matches auf der Brücke“, berichtet Frakes. (tsch)

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