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Sheldon Cooper als Womanizer? „Big Bang Theory“-Star enthüllt ursprüngliche Idee für die Kultserie

„The Big Bang Theory“, die Serie um vier befreundete Nerds und ihre Nachbarin Penny ist ein moderner Sitcom-Klassiker. Von links: Simon Helberg, Johnny Galecki, Kaley Cuoco, Jim Parsons und Kunal Nayyar. (Bild: ProSieben / Warner Bros. TV)

Copyright: ProSieben / Warner Bros. TV

„The Big Bang Theory“, die Serie um vier befreundete Nerds und ihre Nachbarin Penny ist ein moderner Sitcom-Klassiker. Von links: Simon Helberg, Johnny Galecki, Kaley Cuoco, Jim Parsons und Kunal Nayyar. (Bild: ProSieben / Warner Bros. TV)

Kaum zu glauben: Sheldon Cooper hätte beinahe als biertrinkender Frauenheld die TV-Bildschirme erobert. „Big Bang Theory“-Star Simon Helberg enthüllte jetzt, wie anders die Kultserie ursprünglich geplant war.

Heute gilt Sheldon Cooper als einer der bekanntesten TV-Nerds überhaupt: hochintelligent, sozial unbeholfen und mit zahlreichen Eigenheiten ausgestattet. Doch beinahe hätte die Kultfigur ganz anders ausgesehen. Wie „Big Bang Theory“-Star Simon Helberg jetzt verriet, war in einer frühen Version der Sitcom ausgerechnet Sheldon als eine Art Frauenheld angelegt.

In „Dinner's on Me“, dem Podcast von „Modern Family“-Star Jesse Tyler Ferguson, sprach der Darsteller über an die turbulente Entstehungsphase der späteren Erfolgsserie: Helberg spielte in allen zwölf Staffeln den selbsternannten Frauenhelden Howard Wolowitz. Ursprünglich war seine Figur jedoch gar nicht Teil der Serie.

Eine Figur wie Barney Stinson?

Simon Helberg enthüllte jetzt in einem Podcast, dass „The Big Bang Theory“ ursprünglich ganz anders ausgesehen hatte. (Bild: Michael Loccisano/Getty Images)

Copyright: Michael Loccisano/Getty Images

Simon Helberg enthüllte jetzt in einem Podcast, dass „The Big Bang Theory“ ursprünglich ganz anders ausgesehen hatte. (Bild: Michael Loccisano/Getty Images)

Denn bevor „The Big Bang Theory“ 2007 in seiner bekannten Form an den Start ging, entstand zunächst eine völlig andere Pilotfolge. Die Pilotfolge, in der Helberg mitwirkte, sei bereits der zweite Anlauf gewesen. Zuvor hätten die Macher „eine sehr seltsame, makabre Version“ gedreht, in der Sheldon Cooper „so etwas wie ein Frauenheld war“, so Helberg im Interview. Statt des exzentrischen Physikers, den Millionen Zuschauer kennen, sei Sheldon wie eine Figur wie Barney Stinson aus „How I Met Your Mother“ gewesen: „So ein Typ, der Bier trinkt - ein bisschen wie die Figur von Neil Patrick Harris, glaube ich“, sagte Helberg.

Die Unterschiede gingen allerdings weit über Sheldon hinaus. In der nie ausgestrahlten Originalfassung existierten weder Howard Wolowitz noch Raj Koothrappali. Stattdessen standen ausschließlich Leonard und Sheldon im Mittelpunkt. Auch Penny sah ursprünglich völlig anders aus. Die spätere Nachbarin der beiden Wissenschaftler hieß zunächst Katie, wurde von Amanda Walsh gespielt und war nach Helbergs Erinnerung „dunkelhaarig und im Gothic-Stil“.

„Big Bang Theory“-Macher wagten einen radikalen Neustart

Bereits 2022 hatten die Serienerfinder Bill Prady und Chuck Lorre gegenüber“ Entertainment Weekly“ erklärt, warum die erste Version der Pilotfolge scheiterte. Katie sei „ziemlich rau“ gewesen, erinnerte sich Prady. Sie habe Leonard und Sheldon häufig schlecht behandelt und sei „nicht besonders nett zu den Jungs“ gewesen. Die Reaktion bei Testvorführungen fiel entsprechend deutlich aus.

„Das Publikum hasste sie“, sagte Lorre rückblickend. Prady ergänzte: „Sie hassten sie. Aber das Erstaunliche war, dass sie Leonard und Sheldon so sehr verteidigten.“ Die Produzenten zogen daraus Konsequenzen. Katie wurde grundlegend überarbeitet und schließlich zu Penny. Statt einer Figur, die die beiden Wissenschaftler ausnutzt, entstand eine deutlich freundlichere und zugänglichere Nachbarin.

Dass das Studio überhaupt eine zweite Pilotfolge genehmigte, bezeichnete Lorre später als „Wunder“. Die Autoren nutzten die Chance für einen radikalen Neustart. „Lass uns mehr von diesen brillanten, fehlgeleiteten Charakteren einbauen und die Handlung komplett über Bord werfen“, erinnerte sich Lorre an seinen Vorschlag an Mitentwickler Bill Prady.

Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig. Aus der verworfenen Version wurde eine der erfolgreichsten Sitcoms der Fernsehgeschichte - und aus dem biertrinkenden Frauenhelden Sheldon Cooper jener schrullige Physiker, den Fans auf der ganzen Welt bis heute lieben. (tsch)

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