Er war der Frauenschwarm mit der vollen Mähne. Doch Rex Gildo hütete jahrzehntelang ein Geheimnis um seine Haare.
Lebensgefährte lüftet GeheimnisRex Gildo ging sogar mit Perücke ins Bett

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Rex Gildo galt als Frauenschwarm. (Archivbild)
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Die Haare saßen immer. Jetzt ist klar, warum: Rex Gildo hat sein Leben lang Perücken getragen. Das verrät sein letzter Lebensgefährte Dave Klingeberg im Interview mit der „Bild“-Zeitung. Am 26. Oktober 1999 starb der Sänger überraschend, in diesem Jahr ist das 27 Jahre her. Und plötzlich kommen ganz private Details ans Licht.
Dabei war die makellose Frisur das Markenzeichen des „Fiesta Mexicana“-Stars schlechthin. Haarteile? Davon wollte Gildo nach außen nie etwas wissen, er stritt es stets ab. Klingeberg kennt die Wahrheit. Zehn Jahre lebte er an der Seite des Sängers, offiziell stellte man ihn damals als Sekretär vor. Er sagt: Der Musiker hatte eine beachtliche Kollektion an künstlichem Haar.
Lebensgefährte packt aus: Perücken-Sammlung im Spiegelschrank
Der heute 52-Jährige wird gegenüber dem Blatt deutlich: „Rex trug seit vielen Jahren seine Haarteile, wollte aber nicht, dass das publik wird.“ Versteckt waren sie im Bad. Dort reihten sich im Spiegelschrank zahlreiche Exemplare aneinander, alle frisiert und gestylt. Und billig war der Spaß nicht. Rund 4.000 D-Mark soll ein einziges Stück gekostet haben.
Fertig kamen die Perücken allerdings nicht ins Haus. Sie wurden ungeschnitten geliefert. Also legte Gildo selbst Hand an und brachte sie in Form, oft ging dafür ein kompletter Tag drauf. Auch auf Reisen behielt er das Haarteil laut Klingeberg sogar beim Schlafen auf. Nur im Urlaub ließ er es weg, da reichte eine Jeansmütze.
„Fiesta Mexicana“ und Yul-Brynner-Look: So war Rex Gildo privat
Wozu der ganze Zirkus? In seinem Buch „Die Wahrheit hinter der Lüge – Mein Weg“ liefert Klingeberg die Antwort: „Rex wollte nie müde oder alt aussehen. Egal, wie lang die Nacht zuvor gewesen war.“
Hinter verschlossenen Türen konnte sich der Künstler demnach aber auch ganz anders zeigen. Ohne Haare habe Gildo sehr gut ausgesehen, betont sein früherer Partner. Er habe ein bisschen an den einstigen Hollywood-Star Yul Brynner erinnert.
An Hits mangelte es dem Sänger nicht. „Vom Stadtpark die Laternen“ sang er im Duett mit Gitte, dazu kamen „Marie, der letzte Tanz ist nur für dich“ und „Wenn ich je deine Liebe verlier“. Unvergessen ist er aber vor allem wegen eines Songs: „Fiesta Mexicana“ von 1972. Zum Klassiker wurde das Lied ganz wesentlich durch seine Auftritte in Musiksendungen wie der „ZDF-Hitparade“ oder „Disco“.
Und die Fiesta geht weiter. Jahrzehnte nach dem Erscheinen ist der Titel so beliebt wie eh und je. Allein ein Mitschnitt aus „Disco“ kommt auf YouTube inzwischen auf über 1,6 Millionen Klicks. (jag)
