Eine Schlager-Legende packt über ein dunkles Kapitel seines Lebens aus, das ihn bis heute belastet.
Unfassbare TragödieSchlagerstar verlor sein ungeborenes Kind: „Bis heute nicht verkraftet“

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Christian Franke wurde mit Hits wie „Ich wünsch’ dir die Hölle auf Erden“ zum Schlagerstar. (Archivbild)
Aktualisiert
Christian Franke blickt laut einem Artikel von „schlager.de“ auf eine lange Karriere zurück, doch privat trug er jahrelang eine schwere Last mit sich herum. Nun bricht der 69-Jährige sein Schweigen über ein hochemotionales Kapitel, das bisher völlig unter Verschluss blieb. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Veronika erlebte der „Ich wünsch’ dir die Hölle auf Erden“-Sänger im Jahr 1999 einen Schicksalsschlag, der die Familie bis heute in tiefe Trauer stürzt und den sie nie ganz verarbeiten konnte.
Christian Franke: Fremder rempelt schwangere Ehefrau die Treppe runter
Zum Zeitpunkt des schrecklichen Ereignisses war seine Frau im siebten Monat schwanger. Wie Franke im „schlager.de“-Interview berichtet, ereignete sich das Unglück an einer Bahnhofstreppe. Veronika wurde dort angerempelt und stürzte die Stufen hinunter. Besonders bitter ist die Schilderung des Sängers über die mangelnde Zivilcourage der Passanten. Laut seinen Aussagen lag sie hilflos am Boden, doch niemand griff ein oder half der werdenden Mutter in dieser lebensgefährlichen Situation.
Erst später zu Hause bemerkte das Paar die dramatischen Folgen des Sturzes. Veronika erlitt schwere Blutungen und wurde sofort in eine Klinik gebracht. Dort stellten die Mediziner die Eltern vor eine grausame Wahl: Entweder die Mutter oder das Kind. Das Baby, ein Junge, wurde schließlich per Kaiserschnitt entbunden. Doch für den kleinen Erdenbürger kam jede Hilfe zu spät. Er überlebte den Eingriff nicht und hinterließ eine riesige Lücke.
Vorwurf des Ärztepfuschs
Was den Schmerz über den Verlust noch unerträglicher macht, ist eine spätere medizinische Einschätzung. Franke erhebt schwere Vorwürfe gegen die behandelnden Ärzte im Krankenhaus. Ein anderer Mediziner habe ihm später versichert, dass es eine Methode gegeben hätte, um beide Leben zu retten. Es seien damals fatale Fehler gemacht worden. Dieser Gedanke an eine vermeidbare Tragödie quält den „Was wäre, wenn …“-Interpreten und seine „Nicky“ bis heute.
Trauma ohne Ende
Nach diesem traumatischen Erlebnis entschied sich das Paar gegen weiteren Nachwuchs. Ihr gemeinsamer Sohn Marvin war damals noch keine drei Jahre alt. Auch wenn der Vorfall bereits Jahrzehnte zurückliegt, bleibt die Trauer ein ständiger Begleiter im Alltag der Frankes. Der Schlagerstar erklärt hochemotional, dass der Gedanke an das zweite Kind sie fast umbringe. Dieses dunkle Kapitel ihrer Lebensgeschichte wird für die beiden wohl niemals ganz abgeschlossen sein. (jag)

