Sarah Engels beim ESC: Früher Startplatz wird zur Probe.
Schwerer Start für SarahSängerin tritt beim ESC-Finale als Zweite an – ein Nachteil?

Copyright: Jens Büttner/dpa
Sarah Engels kämpft am Samstag für Deutschland um eine gute ESC-Platzierung. (Archivbild)
Für Sarah Engels wird es in Wien eine echte Zerreißprobe. Beim Finale des ESC geht sie für Deutschland schon als zweite Teilnehmerin ins Rennen. Ihr Können hat die Sängerin schon im Halbfinale bewiesen, wo sie außerhalb des Wettbewerbs mit ihrem Song „Fire“ das Publikum mitriss. Doch Punkte kann sie erst am Samstagabend holen. Ob die Zuschauer ihre Darbietung nach 23 weiteren Auftritten bei der Endabstimmung noch im Gedächtnis haben, wird das große Finale zeigen müssen.
Die Situation ist zusätzlich brisant, wenn man bedenkt, wer direkt nach ihr die Bühne betritt: Auf Startplatz drei folgt Noam Bettan aus Israel mit seinem Titel „Michelle“. Israel ist zwar ein etablierter Teil des ESC und gehört zur Europäischen Rundfunkunion (EBU), welche den Wettbewerb ausrichtet. Allerdings ist die Beteiligung des Landes wegen des Vorgehens im Gaza-Krieg stark umstritten, weshalb fünf Nationen den diesjährigen Wettbewerb boykottieren. Der Auftritt nach Engels' erstem großen ESC-Finale steht daher unter besonderer Beobachtung.
Auch Top-Favoriten haben es nicht leicht
Griechenland, das bei den Wettanbietern hoch im Kurs steht, muss auch relativ am Anfang performen: Akylas tritt mit dem Song „Ferto“ als sechster Act auf. Ein anderer Mitfavorit, Finnland, hat es mit Startplatz 17 deutlich besser erwischt und ist viel später an der Reihe. Zur Erinnerung: Als Lena Meyer-Landrut 2010 für Deutschland den Sieg holte, konnte sie sich von Position 22 aus in die Köpfe von Jury und Publikum singen.
Allerdings ist die Startposition nicht entscheidend: Das Voting beginnt im Finale schon, bevor der erste Act überhaupt singt. Außerdem hat der Vorjahressieger JJ den Sieg für Österreich vom neunten Platz aus geholt. Dieses Jahr hat das Gastgeberland die Ehre, die Show zu beenden: Cosmo wird mit dem Lied „Tanzschein“ als letzter Künstler performen.
Am Samstagabend schauen wohl über 150 Millionen Menschen das ESC-Finale am Bildschirm mit. Das macht den Wettbewerb zu einem der gewaltigsten Musikevents auf dem ganzen Planeten. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
