Hollywood trauert um Robert Carradine: Der Kult-„Eierkopf“ und „Lizzie McGuire“-Vater ist tot – Fans und Weggefährten nehmen Abschied.
Todes-Drama um Schauspieler!„Eierköpfe“-Star Robert Carradine gestorben

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Robert Carradine und Gregg Binkley beim Dreh zum vierten Teil von „Die Rache der Eierköpfe“. (Archivbild)
Aktualisiert
Laut dem Filmmagazin „Variety“ ist der beliebte „Lizzie McGuire“-Star Robert Carradine (71) verstorben. Die schockierende Nachricht löst weltweit Bestürzung in der Film- und Fernsehwelt aus.
Carradines stiller Kampf: Bipolare Störung führte zum Ende!
Die Familie enthüllte die herzzerreißende Wahrheit: Carradine kämpfte fast zwei Jahrzehnte gegen eine bipolare Störung. Am Ende nahm er sich das Leben. Ein stilles Leiden, das nun in einem tragischen Suizid mündete – und Hollywood schockiert zurücklässt.
Keith Carradine appelliert emotional an die Öffentlichkeit, um mehr Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu schaffen. „Wir wollen, dass die Leute es wissen, und es gibt keine Schande dabei“, so seine eindringlichen Worte.
Der Schauspieler macht deutlich, wie wichtig Offenheit im Umgang mit Depressionen und bipolaren Störungen sei. Schweigen helfe niemandem – Verständnis und Unterstützung dagegen könnten Leben retten.
Hilary Duff, die in „Lizzie McGuire“ seine Serien-Tochter spielte, verabschiedete sich auf Instagram mit bewegenden Worten von Robert Carradine: „Das tut weh. Es ist schwer, diese Realität über einen alten Freund zu akzeptieren.“
Sie erinnerte an die besondere Wärme am Set und schrieb, sie habe sich von ihren Serien-Eltern stets umsorgt gefühlt – dafür werde sie „für immer dankbar“ sein.
Kult-Star Robert Carradine: Unvergessliche Rollen bleiben
Robert Carradine prägte als Lewis Skolnick in „Die Rache der Eierköpfe“ und als Familienvater Sam McGuire in „Lizzie McGuire“ die Film- und Fernsehwelt gleichermaßen. In weit über 140 Film- und Fernsehrollen war er zu sehen. Einige Projekte stehen laut der Internet Movie Database noch in der Pipeline.
Mit seiner Rolle als schüchterner, hochintelligenter Außenseiter Lewis schrieb Carradine in den 80er-Jahren Popkultur-Geschichte. „Die Rache der Nerds“ wurde zum Kultfilm, sein Charakter zur Identifikationsfigur einer ganzen Generation von Underdogs. Der schmale Student mit Hornbrille und Köpfchen machte den Begriff „Nerd“ plötzlich cool – und Carradine über Nacht weltbekannt.

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Mit seiner Rolle als schüchterner, hochintelligenter Außenseiter Lewis in „Die Rache der Nerds“ schrieb Carradine in den 80er-Jahren Popkultur-Geschichte. (Archivbild)
Doch er blieb nie auf ein Image festgelegt. In den 2000ern erlebte er ein ganz neues Publikum: Als warmherziger, manchmal überforderter Vater in „Lizzie McGuire“ zeigte er eine sanftere Seite. Millionen Teenager kannten ihn plötzlich nicht mehr als College-Rebell, sondern als liebevollen Dad an der Seite von Hilary Duff. Ein Spagat, der nur wenigen Schauspielern gelingt.
Auch abseits seiner bekanntesten Rollen arbeitete Carradine kontinuierlich weiter – in Independent-Produktionen, TV-Filmen, Gastauftritten und kleineren Kinoarbeiten. Er gehörte nie zu den Lauten in Hollywood, aber zu den Verlässlichen. Einer, der jede Rolle ernst nahm und Figuren Tiefe gab, selbst wenn das Budget klein war. (jag)

