Mit 86 Jahren denkt Ringo Starr nicht ans Aufhören: Der Ex-Beatle geht wieder auf Tour. So lebt die Musik-Legende heute.
Ex-Beatle ist heute UrgroßvaterWas macht eigentlich Ringo Starr?

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Er schrieb Musikgeschichte mit den Beatles – und ist mit 86 noch aktiv: Ringo Starr geht wieder auf Tour. (Archivbild)

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Er prägte als Schlagzeuger der Beatles die Popgeschichte und ist auch im Alter von 86 Jahren weiterhin als Solokünstler aktiv. Während viele Musiker seiner Generation sich zur Ruhe gesetzt haben, veröffentlicht Richard Starkey – besser bekannt als Ringo Starr – weiterhin Alben und geht regelmäßig auf Tournee.
Eine besondere Auszeichnung erhielt Ringo Starr an seinem 86. Geburtstag: Die University of Liverpool verlieh ihm die Ehrendoktorwürde „Honorary Doctor of Music“.
Wer Ringo Starr im Jahr 2026 auf der Bühne oder in der Öffentlichkeit erlebt, bemerkt seine anhaltende Vitalität. Der Musiker selbst führt seine Fitness in Interviews regelmäßig auf seine Lebensweise zurück. Seit Jahrzehnten lebt er streng vegetarisch und betont die Bedeutung bewusster Ernährung – insbesondere den regelmäßigen Konsum von Brokkoli, was in Medienberichten häufig aufgegriffen wird.
Zudem hat er eine feste öffentliche Botschaft etabliert: Nahezu jeden Social-Media-Post und Auftritt beendet er mit dem Victory-Zeichen und den Worten „Peace and Love“ (Frieden und Liebe).
Eine über fünf Jahrzehnte andauernde Solo-Karriere
Der Grundstein für sein heutiges Schaffen wurde bereits direkt nach dem Ende der Beatles gelegt. Während viele Kritiker Starr anfangs die wenigsten Solochancen ausgerechnet hatten, startete er ab 1970 kommerziell erfolgreich durch. Schon seine ersten Soloalben „Sentimental Journey“ und das von Country-Musik geprägte „Beaucoups of Blues“ zeigten eine stilistische Bandbreite abseits des klassischen Pops.
In der ersten Hälfte der 1970er-Jahre etablierte sich Starr fest in den internationalen Hitparaden. Mit dem von George Harrison mitgeschriebenen Titel „Photograph“ (1973) und dem Cover-Song „You’re Sixteen“ (1974) landete er zwei Nummer-1-Hits in den US-amerikanischen Billboard-Charts. Auch Singles wie „It Don’t Come Easy“ (1971) und „Back Off Boogaloo“ (1972) erreichten weltweit die Top 10.
Nach einer kommerziellen Schwächephase in den späten 1970er- und 1980er-Jahren erfand sich Starr 1989 neu, indem er das Konzept der „All Starr Band“ ins Leben rief. Statt mit einer festen Begleitband tourt er seither in wechselnden Besetzungen mit Musikern anderer berühmter Bands. Bei den Konzerten stehen die Hits aller Beteiligten gleichberechtigt nebeneinander.
Neue Alben und Tourneen mit der All Starr Band
Dass Starr nach wie vor im Studio produktiv ist, zeigen seine jüngsten Veröffentlichungen. Im April dieses Jahres brachte er sein mittlerweile 22. Soloalbum „Long Long Road“ auf den Markt. Wie schon beim Vorgänger „Look Up“ aus dem Januar 2025 arbeitete er dafür in Nashville mit dem Produzenten T Bone Burnett zusammen.
Musikalisch knüpfen die Songs an den klassischen Country-Rock an und führen die musikalischen Wurzeln fort, die er bereits 1970 auf seinem zweiten Soloalbum einschlug.

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Ringo Starr (M) spricht zu den Zuschauern, während Freunde, Kinder und Musiker zu ihm auf die Bühne kommen – anlässlich der jährlichen „Peace & Love“-Feier zu seinem 86. Geburtstag. (Archivbild)
Die Veröffentlichungen stießen auch kommerziell auf Resonanz: „Look Up“ erreichte im vergangenen Jahr Platz 14 der deutschen Albumcharts, „Long Long Road“ stieg auf Platz 11 ein. Damit erzielte Starr in Deutschland seine bislang besten Chartplatzierungen als Solokünstler. Als Gastmusikerinnen wirkten unter anderem die Americana-Künstlerinnen Sarah Jarosz und Molly Tuttle an den Aufnahmen mit.
Für europäische Fans gibt es allerdings vorerst keine Gelegenheiten für einen Konzertbesuch. Für Deutschland und den Rest Europas sind derzeit keine Termine angekündigt. Sein letzter Auftritt in Deutschland liegt bereits acht Jahre zurück; in Köln war Ringo Starr zuletzt 1992 zu Gast.

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Ringo Starr trifft zur jährlichen „Peace & Love“-Feier anlässlich seines 86. Geburtstags ein. (Archivbild)
Stattdessen konzentrieren sich seine Live-Aktivitäten auf Nordamerika. Mit seiner „All Starr Band“, der aktuell Musiker wie Steve Lukather (Toto) und Colin Hay (Men at Work) angehören, startet er Ende September eine neue Herbsttournee durch die USA.
Ein Fixpunkt der Tour ist der Auftritt am 1. Oktober im Forest Hills Stadium in Queens, New York. An diesem Ort trat Starr bereits im August 1964 im Rahmen der ersten großen US-Stadiontournee mit den Beatles auf.
Ringo Starrs Familie und sein Leben abseits der Bühne
Abseits der Musikbranche führt Starr ein Privatleben, das von Kontinuität geprägt ist. Seit 45 Jahren ist er mit der Schauspielerin Barbara Bach verheiratet. Die beiden lernten sich 1980 bei gemeinsamen Dreharbeiten kennen – Bach war zuvor unter anderem 1977 als Bond-Girl im Spielfilm „Der Spion, der mich liebte“ international bekannt geworden.

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Der britische Musiker Ringo Starr (M.) posiert gemeinsam mit seiner Ehefrau Barbara Bach (l.) und deren Schwester Marjorie Bach vor der von ihm entworfenen Edelstahl-Skulptur „Peace and Love“ im Beverly Gardens Park in Beverly Hills. (Archivbild)
Das Paar führt eine große Patchwork-Familie. Starrs drei Kinder stammen aus seiner ersten Ehe mit Maureen Cox (verheiratet von 1965 bis 1975).
Sein ältester Sohn, Zak Starkey (60), schlug ebenfalls eine Laufbahn als Schlagzeuger ein und spielte über viele Jahre hinweg fest für Bands wie The Who und Oasis.
Inzwischen ist Ringo Starr achtfacher Großvater und zudem Urgroßvater. Mit der Geburt seines Urenkels Stone im Jahr 2016 wurde er zum ersten Mitglied der Beatles, das diese Generationenstufe erreichte.
