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Sender lahmgelegtRBB rechnet mit Ausfällen von Nachrichtensendungen – Notbetrieb wird einberufen

Das beleuchtete Logo des Senders Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB),hier im Auguast 2022 in Berlin, ist an der Fassade am Sitz des Senders an der Masurenallee angebracht.

Copyright: picture alliance/dpa | Carsten Koall

Beim RBB kommt es am Freitag (27. Januar 2023) wegen eines Warnstreiks zu Programmänderungen.

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Ausnahmezustand beim RBB: Programmänderungen und Ausfälle ganzer Nachrichtensendungen betreffen das Fernsehprogramm am Freitagnachmittag (27. Januar 2023).

Wegen eines Mitarbeiterwarnstreiks rechnet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) an diesem Freitag (27. Januar 2023) mit Ausfällen von Nachrichtensendungen im Fernsehprogramm. „Im Moment ist davon auszugehen, dass die rbb24-Ausgaben um 13 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr ausfallen“, teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Mittag in Berlin mit.

Es kam bereits am Vormittag zu Programmauswirkungen im Radio. Laut ARD sendet rbbKultur ein Ersatzprogramm. Auf den Frequenzen des rbb24 Inforadio übernimmt seit 10 Uhr das Nachrichtenformat NDR Info.

Ausfälle im RBB: „Es kommt heute zu erheblichen Einschränkungen in unserem Programm“

Im Netz berichte rbb24 zwar aktuell, aber in geringerem Umfang als gewohnt. Auf seiner Webseite informierte der ARD-Sender: „Es kommt heute zu erheblichen Einschränkungen in unserem Programm. Dafür bitten wir um Verständnis.“

Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen. Für Mittag war eine Kundgebung vor dem RBB-Hauptstandort in Berlin geplant. Laut „Bild“ seien die Tarifverhandlungen für den RBB am vergangenen Donnerstag (26. Januar 2023) geplatzt. Daraufhin kamen am Freitagmittag nach Angaben von ver.di-Gewerkschaftssekretärin Kathlen Eggerling zahlreiche Beschäftigte zu einer Streikkundgebung am Fernsehzentrum in der Berliner Masurenallee zusammen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert 555 Euro mehr pro Monat, der Journalistenverband sechs Prozent und „einen angemessenen Inflationsausgleich“. Doch der Sender lehnte ab und bietet nur 1,9 Prozent und bis zu 2.000 Euro Einmalzahlung an.

Ob der Streik Wirkung zeigt, wird sich zeigen. Erst vor Kurzem sorgte der RBB für Schlagzeilen. Im September letzten Jahres gab es einen Führungswechsel und Katrin Vernau (49) wurde für ein Jahr befristet zur neuen Intendantin ernannt. Die zuvor als Intendantin tätige Patricia Schlesinger wurde gefeuert. Auch hier spielten umstrittene Beraterverträge für ein RBB-Bauprojekt sowie Abstimmungen zum Gehalt und Boni für Schlesinger eine Rolle.

Doch nicht nur in den höheren Etagen des RBBs gibt es Diskussionen um Gehälter. Auch die 2.000 festen RBB-Mitarbeiter und RBB-Mitarbeiterinnen verdienen rund ein Drittel mehr als der übrige öffentliche Dienst, stellte Berlins Landesrechnungshof schon 2018 fest. Welche Auswirkungen der Streik künftig auf die Gehälter haben wird, wird sich zeigen. (dpa, js)

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