3

R. KellyBis zu 31 Jahre: Ex-Popstar wegen Kinderpornografie erneut verurteilt

R. Kelly wendet sich während einer Anhörung zu seinem Fall im Leighton Criminal Court Building in Chicago zum Ausgang.

Copyright: picture alliance/dpa/TNS via ZUMA Press Wire

Der Musiker R. Kelly (hier bei einer Strafmaßverkündung im Jahr 2019) wurde erneut wegen Sexualverbrechens verurteilt.

Nachdem der Musiker R. Kelly bereits im vergangenen Jahr wegen Sexualverbrechens verurteilt wurde, folgte nun eine weitere Urteilsverkündung. 

Das Urteil ist gesprochen! Von der schillernden Karriere des US-Musikers R. Kelly in den 90er Jahren ist nicht mehr viel übrig. Der einstige Popstar wurde nun wegen Kinderpornografie und Verführung Minderjähriger zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Ein Gericht in Kellys Heimatstadt Chicago entschied am Donnerstag (23. Februar 2023) jedoch, dass der frühere R&B-Star die 20-jährige Haftstrafe bis auf ein Jahr gleichzeitig mit einer im vergangenen Jahr in New York verhängten Haftstrafe von 30 Jahren für Sexualverbrechen verbüßen kann.

Weitere Haftstrafe für US-amerikanischen R&B-Sänger

Die teilweise Zusammenlegung der beiden Strafzeiten bedeutet, dass der 56-Jährige nun de facto insgesamt zu 31 Jahren Gefängnis verurteilt ist. In dem Prozess in Chicago wurde Kelly zugleich von dem Vorwurf freigesprochen, die Justiz in einem früheren Kinderpornografie-Prozess von 2008 behindert zu haben, indem er die Geschworenen manipuliert habe.

Bereits im September 2022 war der Künstler, der als Robert Sylvester Kelly geboren wurde, in seinem Chicagoer Prozess in sechs von 13 Anklagepunkten schuldig gesprochen worden: drei Mal wegen der Herstellung von Kinderpornographie, drei Mal für die Verführung Minderjähriger.

Im Juni 2022 war der mit dem Welthit „I Believe I Can Fly“ zum Star gewordene Kelly in New York wegen schwerer Sexualverbrechen und Menschenhandels zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Laut Anklage hatte Kelly ein ganzes Netzwerk von Helfern aufgebaut, um junge Mädchen und Frauen zur Befriedigung seiner sexuellen Gelüste zu rekrutieren. Seine Opfer soll er teils eingesperrt und brutal missbraucht haben. (afp)

Norwegens König Haakon VIII. (l-r), Königin Mette-Marit, Königin Sonja, Kronprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus winken vom Balkon des Königspalasts aus, nachdem der Trauerzug und die Trauerfeier für Norwegens König Harald V. stattgefunden haben.
Mette-Marit und Sonja in Tränen
Herzzerreißende Szenen auf dem Palastbalkon