Hans Sigl steht nicht nur seit 18 Jahren als „Bergdoktor“ vor der Kamera. Der Schauspielstar und Moderator ist offen für Neues. Seit Kurzem hat er einen eigenen Podcast, bald produziert er eine Fernseh-Talkshow. Er sucht den Kontakt mit den Menschen - aber deren Reaktionen machen ihn manchmal sprachlos.
Paul Panzer offenbarte bei ihm den Tod seiner FrauHans Sigl entsetzt von „vielen bösen Schlagzeilen“ auf Youtube

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Hans Sigl war zu Gast in der „NDR Talk Show“. (Bild: 2026 Getty Images/Gerald Matzka)
„Betreff: Leben.“ So heißt der neue Podcast, den Hans Sigl (57) seit kurzer Zeit moderiert. Das Konzept erklärt der Schauspieler und Moderator am Freitagabend in der „NDR Talk Show“ von Bettina Tietjen und Michel Abdollahi: „Seit einiger Zeit gehen mir zwei Sätze im Kopf herum. Die einen sagen: 'In Zeiten wie diesen', und das andere ist: 'Menschen wollen gehört und gesehen werden.' Da dachte ich: Wenn man das jetzt verbindet, dass man in Zeiten wie diesen den Menschen das Gefühl gibt, dass sie gehört und gesehen werden, dann könnte man daraus einen Podcast machen.“
Vor einigen Jahren, während der Corona-Pandemie, hatte Sigl, der seit 2008 den Martin Gruber in der Serie „Der Bergdoktor“ spielt, schon einmal Promis über Instagram interviewt. Das macht er nun wieder, überall dort, wo es Podcasts gibt. Sigl: „Ich mag Radio, ich mag Call-in-Sendungen, ich mag Magazinsendungen, und ich mache gerne für die Leute etwas. So kam die Idee. Die Leute sollen uns Themen oder Fragen schicken, und wir wollen dann am besten über ganz banale Themen mit meinen Gästen sprechen.“
Doch die Hörer und Zuschauer des Podcasts sollen nicht nur ihre eigenen Fragen schicken. Sie sollen den Podcast auch kommentieren, zum Beispiel über Youtube. „Ich habe gelernt, dass auf Youtube die lustigsten hassenden Menschen überhaupt sind auf dieser Welt“, sagt Hans Sigl begeistert.
„Das hat ihn und seinen Sohn sehr verletzt“
Doch nicht immer hat er gute Erfahrungen gemacht mit den Kommentaren. Zum Beispiel, als der Comedian Paul Panzer in seinem Podcast zu Gast war. Dort hatte Panzer publik gemacht, dass er seine Frau verloren hat - „die Liebe seines Lebens“. Für den Auftritt gab es viel Empathie, Beileidsbekundungen, warme Worte. Aber leider auch das: „Das hat den Paul sehr bewegt, weil im Nachhinein viele böse Menschen böse Schlagzeilen darüber gemacht haben auf Youtube. Das hat ihn und seinen Sohn sehr verletzt.“ - „Das haut auch Hasskommentare hervorgerufen?“, wollte Bettina Tietjen wissen. Genauer darauf eingehen wollte Sigl nicht mehr. Es habe aber dazu geführt, dass „Menschen, die auf Youtube gewisse Formate generieren, Dinge gemacht haben, die nicht schön waren“, schob er noch nach und sorgte für eine gewisse Sprachlosigkeit beim Publikum.
Dafür lässt Sigl bald reden, und zwar im Fernsehsender DF1. Dort startet in zwei Wochen eine neue Talkshow, die Hans Sigl selber in seinem Studio am Ammersee in Bayern produziert. Moderieren wird er jedoch nicht. Das übernimmt Talkmaster Thorsten Otto für ihn. Der 62-jährige Moderator ist vor allem aus dem Radio bekannt, wo er seit fast dreißig Jahren Interviews führte. Nun kann er auch im Fernsehen zeigen, was er drauf hat. Sein erster Gast: Natürlich Hans Sigl. (tsch)
