Er war einer der Traummänner Hollywoods, doch hinter den Kulissen flogen die Fetzen. Seine Ex Sally Field packt nun schonungslos aus.
Hollywood-Drama„Er beschimpfte mich als Hure“ – Oscar-Star packt über Burt Reynolds aus

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Hollywood-Legende Sally Field (79) blickt in einem aktuellen Interview mit dem „People“-Magazin auf eine dunkle Zeit ihrer Karriere zurück. Im Zentrum steht ihre turbulente Beziehung zu Film-Ikone Burt Reynolds (†82), die alles andere als eine Traumfabrik-Romanze war. Besonders schockierend: Reynolds versuchte offenbar mit allen Mitteln, Fields größten Erfolg zu verhindern.
Sally Field und Burt Reynolds: Der Oscar-Film als Beziehungskiller
Obwohl das Paar in den 70er-Jahren in vier gemeinsamen Filmen vor der Kamera stand, darunter der Kult-Streifen „Ein ausgekochtes Schlitzohr“, bezeichnet Field die Zusammenarbeit heute rückblickend als schwierig. Der Tiefpunkt wurde erreicht, als Field das Angebot für das Drama „Norma Rae“ erhielt – jenen Film, der ihr 1980 den ersten Oscar einbrachte.

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Sally Field erhielt für „Norma Rae“ den Oscar. (Archivbild)
Laut Field wollte Reynolds nicht, dass sie die Rolle annimmt. Seine Begründung war so herabwürdigend wie simpel: Er nannte die Figur eine „Hure“, weil sie im Film eine sexuelle Vergangenheit hatte. „Er bewarf mich mit dem Drehbuch“, erinnert sich die Schauspielerin. Er habe versucht, sie zu kontrollieren und behauptet, der Erfolg würde ihr zu Kopf steigen. Fields schlagfertige Antwort damals: „Das ist nicht das, was mich beherrscht – das ist das Beste an mir!“
Schatten der Vergangenheit: „Er bewarf mich mit dem Drehbuch“
Field zieht in dem Interview bittere Parallelen zu ihrer Kindheit. Reynolds habe sie an ihren Stiefvater erinnert, von dem sie als Kind missbraucht wurde. Die fünfjährige On-Off-Beziehung zu dem Leinwand-Macho sei für sie eine Art gewesen, das Trauma ihrer Kindheit zu verarbeiten.
Die Unterdrückung ging laut Field sogar so weit, dass Reynolds versuchte, sie von der Premiere in Cannes fernzuhalten. Als sie 1980 schließlich den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann, weigerte er sich sogar, sie zur Verleihung zu begleiten.
Für Field war die Rolle der „Norma Rae“ jedoch der Befreiungsschlag: „Ich lernte, auf eigenen Beinen zu stehen. Ich wurde stärker und ließ mich schließlich nicht mehr manipulieren oder demütigen.“ 1982 folgte die endgültige Trennung. (jag)
