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Oscar-Abfuhr für Hollywoods DarlingNeun Chancen, null Trophäen für Timothée Chalamet

98. Oscar-Verleihung

Copyright: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

Timothée Chalamet geht ohne Oscar nach Hause.

Es war alles für seinen großen Triumph angerichtet, doch der Abend wurde zum Desaster. Timothée Chalamet, der gefeierte Hollywood-Star, galt als sicherer Sieger – und ging am Ende doch komplett leer aus. Wie konnte das passieren?

Mit beeindruckenden neun Anwartschaften ging der Streifen „Marty Supreme“ über Tischtennis, mit Timothée Chalamet (28) in der Hauptrolle, ins Rennen um die Oscars. Am Ende blieb der Film jedoch ohne eine einzige Trophäe, wie die dpa meldet. Für Chalamet, der neben Freundin Kylie Jenner im Dolby Theatre Platz genommen hatte, war es die dritte Nominierung als bester Hauptdarsteller – der goldene Mann blieb ihm aber auch diesmal verwehrt.

Die prestigeträchtige Ehrung sicherte sich stattdessen Michael B. Jordan. Er wurde für seine zweifache Darstellung im Vampir-Epos „Blood & Sinners“ ausgezeichnet.

„Marty Supreme“: Warum die totale Oscar-Niederlage?

Dabei war Chalamet während der aktuellen Preisverleihungssaison lange der Top-Kandidat. Als ehrgeiziger Tischtennis-Profi, der für den Sieg als Champion alles tut, überzeugt er in „Marty Supreme“. Wie lässt sich also die komplette Pleite bei den Oscars erklären? Waren Chalamets kontroverse Kommentare der Grund?

Während der Oscar-Gala wurde im Internet wild über die Ursachen gerätselt. Selbst der Moderator Conan O'Brien (62) stichelte gleich zu Beginn der Show gegen den Darsteller. Er scherzte über die massiven Sicherheitsmaßnahmen und merkte mit einem Seitenhieb auf Chalamet an: „Mir wurde gesagt, dass es Bedenken hinsichtlich Angriffen sowohl aus der Opern- als auch aus der Ballettwelt gibt.“

Welle der Empörung aus der Kulturszene

Was steckte dahinter? Der Filmstar hatte im Februar bei einem Talk mit seinem Schauspielkollegen Matthew McConaughey seine Meinung zur Zukunft der Filmbranche kundgetan. In diesem Kontext äußerte Chalamet, er habe kein Interesse an einer Tätigkeit in Sparten wie Ballett oder Oper – „Dinge, bei denen man sagt, ‚Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert‘“.

Unzählige Kulturschaffende zeigten sich entrüstet. Renommierte Opernhäuser reagierten mit einer Mischung aus Spott und scharfer Kritik. Manche veröffentlichten Clips von ausverkauften Häusern und sprachen eine Einladung an Chalamet aus, eine Vorstellung zu besuchen.

Jetzt kommt aber der Knackpunkt: Dieser öffentliche Aufruhr ist als Begründung für die Schlappe kaum haltbar. Die Debatte erreichte ihren Höhepunkt erst Anfang März – zu einem Zeitpunkt, als die Abstimmung für die Oscar-Gewinner schon so gut wie abgeschlossen war.

Schon vor „Marty Supreme“ hatte Chalamet zwei Oscar-Chancen. Eine Nominierung erhielt er 2018 für „Call Me By Your Name“ und eine weitere im letzten Jahr für seine Verkörperung der Musiklegende Bob Dylan in „Like a Complete Unknown“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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