Ein Toter im Club, ein Verdächtiger in Haft und Beamte, die eine Mauer des Schweigens errichten.
„Wir ziehen das jetzt durch“Neuer „Tatort“: Kommissare ermitteln in den eigenen Reihen

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Ramin Taremi (rechtst, Omid Memar) wird in dem neuen «Tatort: Innere Angelegenheiten» verdächtigt. Er ist ein Intensivtäter, der in diesem Fall aber seine Unschuld beteuert.
„Tatort“-Schocker: Vertuschen Polizisten ein Verbrechen? Ein Kollege bricht zusammen. Die Atmosphäre ist zum Zerreißen gespannt. Dass hier etwas faul ist, wird sofort deutlich. Als die Beamten unter sich sind, fallen Sätze, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen: „Wir ziehen das jetzt durch“, „Wir haben alles besprochen“ und „In der Scheiße, in der wir stecken, halten wir zusammen“. Doch einer aus der Truppe will anscheinend nicht mitziehen – ihm wird so schlecht, dass er sich übergeben muss.
Was ist hier nur geschehen? Im neuen Schwarzwald-„Tatort“ mit dem Titel „Innere Angelegenheiten“ (20.15 Uhr im Ersten) kommt die Wahrheit nur scheibchenweise ans Licht. In einem Freiburger Club liegt ein toter Rocker, brutal niedergeschlagen. Ein Tatverdächtiger sitzt bereits im Präsidium, doch der Fall ist viel komplizierter, als es zunächst den Anschein hat.
Polizeieinheit gerät ins Visier
Im Mittelpunkt steht eine Einheit der Bereitschaftspolizei, die offensichtlich etwas zu verbergen hat. Wie die dpa meldet, erfahren die Zuschauer nur nach und nach, was in der Tatnacht wirklich geschah. Die Polizisten reagieren nicht auf Funksprüche, und das entscheidende Protokoll zum Einsatz taucht einfach nicht auf.
Für die Kommissare Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) beginnt ein zähes Ringen um die Wahrheit. Der Film beleuchtet, welche Kräfte in Gruppen wirken und wie schwer es ist, eine Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Es geht um Anstand, Moral und die Frage, wer am Ende die Wahrheit sagt.
Ermittler kämpfen an mehreren Fronten
Während Kommissar Berg den Hauptverdächtigen verhört – ein Intensivtäter, der aber seine Unschuld beteuert –, muss sich Kommissarin Tobler um andere Probleme kümmern. Sie versucht, eine Gruppe rachsüchtiger Rocker aus der Gang des Opfers in Schach zu halten und gleichzeitig mit den Angehörigen des Verdächtigen zu sprechen.
Die Kamera fängt dabei immer wieder die Gesichter der Beteiligten ein, die oft mehr erzählen als tausend Worte. Vom schummrigen Licht des Clubs bis zum kahlen Verhörzimmer im Präsidium wechselt die Perspektive und zieht die Zuschauer tief in den Fall hinein.
So wird der Fall am Ende aufgelöst
Entscheidend für die Aufklärung ist der Konflikt innerhalb der Polizeigruppe, die als Erste am Tatort war. Auch Kommissarin Tobler stellt sich dem Team schließlich direkt entgegen, stellt bohrende Fragen und sät Zweifel an ihrer Version der Geschichte.
Am Ende wird der Tathergang in einer ruhigen, aber packenden Sequenz nachgestellt, die detailliert zeigt, was in jener Nacht im Club passiert ist. Trotz der fast schon nüchternen Rekonstruktion bleibt die Spannung bis zur letzten Minute erhalten, wer die Verantwortung für den Tod des Rockers trägt (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
