Steven Spielberg fragt wieder: Sind wir allein im All?
Neuer Spielberg-KracherHollywood-Legende widmet sich wieder seiner großen Alien-Frage

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Wettermoderatorin Margaret Fairchild (Emily Blunt) und Cybersicherheitsexperte Daniel Kellner (Josh O'Connor) werden gejagt.
Hollywood-Ikone Steven Spielberg (79) kann es einfach nicht lassen. Nach unvergesslichen Meisterwerken wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (1977) oder „E.T. – Der Außerirdische“ (1982) stellt er sich erneut der einen, gewaltigen Frage: Was geschieht, wenn Besucher aus dem All bei uns eintreffen?
Sein brandneuer Film „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ erscheint in einer Phase, in der die Neugier auf das Unbekannte kaum größer sein könnte. Kürzlich legte die US-Regierung zwar UFO-Dokumente offen, die aber keine handfesten Belege für Aliens enthielten. Spielberg stellt in seinem Werk die Frage: Was, wenn doch? „Sind wir allein oder nicht? Und wenn die Regierung mehr weiß, warum hat man es uns dann nicht gesagt?“, erklärt der Filmemacher. Genau diese Ungewissheit habe ihn zu einer weiteren Erzählung angeregt.
Wetter-Ansagerin spricht plötzlich Alien-Sprache
Im Zentrum der Handlung stehen zwei Charaktere, die gegensätzlicher kaum sein könnten: die Wetter-Ansagerin Margaret Fairchild (dargestellt von Emily Blunt) und der Cybersicherheits-Spezialist Daniel Kellner (Josh O’Connor). Daniel hegt den Verdacht, dass die Regierung explosive Informationen über Besuche von Außerirdischen unter Verschluss hält – und entwendet die geheimen Unterlagen, um sie der Welt zu zeigen.
Und dann geschieht das Unfassbare: Direkt in einer Live-Übertragung beginnt Margaret plötzlich, in einer unbekannten Sprache zu reden, die nur aus Klängen und Tönen zu bestehen scheint. Ein echter Gänsehaut-Moment. Das Verblüffende daran: Nur Daniel ist in der Lage, sie zu verstehen. Zwischen den beiden existiert anscheinend eine mysteriöse Verbindung.
Für das Duo startet eine riskante Flucht. Denn der Chef der Geheimorganisation Wardex, Noah Scanlon (Colin Firth), setzt ein Spezialkommando auf sie an. Mit der Hilfe eines früheren Insiders (Colman Domingo) machen sie sich auf eine Reise ins Ungewisse, um die Wahrheit aufzudecken.
Spielberg-Zauber mit legendärem Team
Für „Disclosure Day“ holte sich Spielberg erneut seinen bewährten Drehbuchautor David Koepp an Bord, mit dem er bereits Erfolge wie „Jurassic Park“ und „Krieg der Welten“ realisierte. Der Film ist dabei weit mehr als ein reines Alien-Spektakel. Er thematisiert hochaktuelle Diskussionen über Transparenz, gezielte Falschinformationen und den Umgang mit Fakten.
Der Film ist eine fesselnde Mischung aus Action, Mystery und Polit-Thriller. Für die packende Stimmung ist wieder einmal die Musik von Komponisten-Ikone John Williams (94) verantwortlich, der für beinahe 30 Spielberg-Produktionen die unvergesslichen Soundtracks lieferte.
Eine Botschaft, die wir gerade jetzt brauchen
Obwohl der Film womöglich nicht die Magie von „E.T.“ erreicht, ist er ein Appell für Mitmenschlichkeit und Empathie. Die Kernaussage ist, keine Furcht vor dem Fremden zu haben. „Für mich war das eine wichtige Botschaft: Verständnis füreinander zu entwickeln und vielleicht Vertrauen in andere zu haben“, erläutert Schauspieler Josh O'Connor.
Dies sei eine charakteristische Spielberg-Aussage, die man bereits aus seinen früheren Filmen kenne. „Dieses Gefühl von Hoffnung, dieses Vertrauen in die besten Seiten der Menschheit, nicht die zynischen.“ Ein berührender und positiver Film, der perfekt in die heutige Zeit passt. (dpa/red)
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