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Legendärer SuperstarNach IHM ist Taylor Swift benannt – in Deutschland kennt ihn kaum einer

Taylor Swift posiert.

Copyright: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

Taylor Swift wurde nach einem legendären Singer-Songwriter benannt. (Archivbild)

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Die Sängerin verdankt ihren Vornamen einer musikalischen Entscheidung ihrer Mutter. Jahre später traf sie den Namensgeber auf der Bühne.

Taylor Swift gehört zu den größten Popstars der Welt. Ihre Songs füllen Stadien, ihre Alben brechen Rekorde und Millionen Fans verfolgen ihr Leben. Doch ihr Vorname hat eine überraschende Geschichte: Ihre Eltern benannten sie nach einem Musiker, der in den USA seit Jahrzehnten eine Legende ist, in Deutschland aber selbst auf dem Höhepunkt seiner Karriere vergleichsweise wenig bekannt war.

Dass sie nach dem Musiker benannt worden war, erfuhr Taylor Swift nach eigener Erzählung bereits in ihrer Kindheit. Als sie ihrer Mutter Andrea von einem Lied erzählte, das sie im Schulchor besonders gern gesungen hatte, kam die überraschende Erklärung: Es handelte sich um „Fire and Rain“ von James Taylor.

Taylor Swift erfuhr erst als Kind von ihrem Namensgeber

Ihre Mutter erklärte ihr daraufhin, dass ihre Eltern bei der Namenswahl an den Musiker gedacht hatten. Swift erzählte diese Geschichte im November 2011 bei einem Konzert im Madison Square Garden in New York.

Der 1948 in Boston geborene Sänger und Songwriter James Taylor feierte Anfang der 1970er-Jahre seinen Durchbruch. Mit seiner sanften Stimme, seiner akustischen Gitarre und Songs wie „Fire and Rain“ prägte James Taylor die amerikanische Singer-Songwriter-Tradition – ein musikalisches Erbe, in dem auch Taylor Swift als Songwriterin ihre eigenen Akzente setzt.

Zu seinen bekanntesten Songs gehört „Fire and Rain“, das 1970 veröffentlicht wurde und in den USA Platz drei der Billboard Hot 100 erreichte. Auch der von Carole King geschriebene Klassiker „You've Got a Friend“, „Carolina in My Mind“, „Sweet Baby James“ und „How Sweet It Is (To Be Loved by You)“ gehören zu seinem musikalischen Vermächtnis.

Für seine Arbeit wurde Taylor mehrfach mit einem Grammy ausgezeichnet und 2000 in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen.

James Taylor landete Welthits – Ehe mit Carly sorgte für Schlagzeilen

Auch sein Privatleben sorgte für Schlagzeilen: Von 1972 bis 1983 war James Taylor mit der Sängerin Carly Simon verheiratet. Beide waren nicht nur als Solokünstler erfolgreich, sondern standen auch gemeinsam im Studio. Ihr Duett „Mockingbird“ wurde 1974 ein großer Hit, „Devoted to You“ folgte 1979. Mehr als 33 Millionen Albumverkäufe in den USA unterstreichen seinen kommerziellen Erfolg.

James Taylor neben seiner damaligen Ehefrau Carly Simon.

Copyright: imago/ZUMA/Keystone

James Taylor neben seiner damaligen Ehefrau Carly Simon. (Archivbild von 1974)

James Taylor blieb in Deutschland lange vergleichsweise wenig bekannt. Während er in den USA bereits Anfang der 1970er-Jahre Erfolge feierte, trat er hierzulande nur sporadisch auf. Belegt sind unter anderem Konzerte 1971 in Frankfurt sowie 1986 in München, am Nürburgring oder ein Konzert in Berlin Ende der 1990er Jahre. Erst 2002 schaffte er mit dem Album „October Road“ einen Charterfolg in Deutschland. Seit 1999 kam er auch regelmäßig für Tourneen nach Deutschland. Sein bislang letzter Auftritt nach über 30 Konzerten hierzulande fand 2022 statt.

Gemeinsamer Auftritt in New York

James Taylor bei einem Konzert 2005.

Copyright: imago stock&people

James Taylor bei einem Konzert 2005. (Archivbild)

Doch zurück zum Konzert im Madison Square Garden in New York im November 2011: An jenem Abend schloss sich die Geschichte von Taylor Swift und James Taylor auf besondere Weise. Während die Sängerin im Rahmen ihrer „Speak Now“-Tour auftrat, holte sie James Taylor als Überraschungsgast auf die Bühne. Gemeinsam sangen sie „Fire and Rain“ – jenes Lied, das ihre Mutter einst dazu inspiriert hatte, ihrer Tochter den Namen Taylor zu geben.

Im Juli 2012 folgte die musikalische Revanche: Diesmal überraschte Swift ihren Namensvetter bei einem Konzert in Tanglewood in Massachusetts. Gemeinsam standen sie erneut auf der Bühne und sangen unter anderem „Fire and Rain“.

So trafen zwei Generationen amerikanischer Popmusik aufeinander: eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Gegenwart und ein Songwriter, dessen Lieder bereits Jahrzehnte zuvor Millionen Menschen erreicht hatten. Für Taylor Swift war es eine Begegnung mit einem Künstler, dessen Musik nicht nur ihren eigenen musikalischen Weg berührte, sondern sogar ihren Namen geprägt hatte.