Aufgrund seiner Äußerungen zum Krieg in Gaza wurden unlängst alle geplanten Auftritte von Macklemore im Vorprogramm von Ed Sheeran gestrichen. Dies wiederum veranlasste nun sämtliche weiteren Vorgruppen des Popstars, die Zusammenarbeit mit Sheeran zu beenden.
Nach Eklat um MacklemoreAlle Vorbands von Ed Sheeran steigen aus

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Ed Sheeran steht auf seiner „Loop Tour“ vorerst ohne Vorgruppe da. (Bild: 2025 Getty Images/Roy Rochlin)
Auf den weiteren Terminen seiner „Loop Tour“ steht Ed Sheeran nach der Kontroverse um Macklemore vorerst ohne Support-Act da. Alle Künstlerinnen und Künstler, die Sheeran bislang im Vorprogramm seiner Konzerte unterstützten oder dies noch tun sollten, haben die Tournee verlassen - darunter die dänische Band Lukas Graham sowie der Singer/Songwriter Finneas.
Dem Rückzug der Vorbands ging ein Statement Ed Sheerans voraus, in welchem er sich zum Eklat um Macklemore äußerte. Der Rapper war als Support Act ausgeschlossen worden, nachdem er sich auf der Bühne zum Krieg in Gaza geäußert und unter anderem „Free Palestine“ gerufen hatte. In einem Instagram-Beitrag hatte Sheeran betont, dass die Entscheidung nicht seine eigene, sondern die des Veranstalters gewesen sei. Gleichzeitig erklärte der Sänger, dass es sich bei seinen Konzerten um Orte handle, „an denen sich jeder willkommen fühlen“ solle.
„Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie sich für die Unterdrückten einsetzen“, schreibt indessen Finneas auf seinen Social-Media-Kanälen. Der Bruder von Billie Eilish habe „beschlossen, meine bevorstehenden Tourtermine mit Ed Sheeran abzusagen“, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Posting weiter. Und: „Ich stehe an der Seite Palästinas und seiner Bevölkerung.“
Lukas Graham: „Wir sollten in der Lage sein, über Krieg zu sprechen“
Diese Ansicht scheinen auch die weiteren Support-Acts der „Loop Tour“ zu teilen. „Wir sollten in der Lage sein, über Krieg zu sprechen, über getötete Zivilisten, über Kinder, die es verdienen, aufzuwachsen“, fordern Lukas Graham auf Instagram. „Wo auch immer sie leben. Welche Flagge auch immer über ihnen weht.“ Die Band werde keine weiteren Termine der Tournee wahrnehmen.
Selbiges gilt für den irischen Singer-Songwriter Aaron Rowe. „Ich treffe diese Entscheidung nicht leichtfertig“, erklärt er ebenfalls auf Instagram. „Ed war mir ein Freund und hat mein Leben verändert - dafür kann ich ihm gar nicht genug danken.“ Allein: „Ich würde jeglichen Selbstachtung verlieren, wenn ich einfach so weitermachen würde, als sei nichts vorgefallen.“
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Macklemore: „Dann war es die erfolgreichste Tournee, auf der ich je war“
Auch die irische Folkband Beoga, die Sheeran bislang bei einigen seiner Songs begleitete, hat ihren Rückzug angekündigt. Es sei „ein Traum, jeden Abend vor diesen Menschenmassen zu spielen“, lassen die Musiker ihre Follower wissen, „aber in Venues aufzutreten, die jeden zum Schweigen bringen, der sich für ein freies Palästina einsetzt, ist für uns schlicht keine Option“.
Macklemore selbst hatte bereits am Montag in einem ausführlichen Statement zum vorzeitigen Ende seines Engagements Stellung bezogen. Er habe die Gelegenheit genutzt, „vor 90.000 Menschen zu stehen und die Worte auszusprechen, die irgendwie zu gefährlich geworden waren, um sie auszusprechen. Free Palestine“, bekräftigte der US-Rapper darin erneut - und bilanzierte: „Aber wenn mich diese Worte die Bühne gekostet haben, während sie die Diskussion wieder auf Palästina gelenkt haben, dann war es die erfolgreichste Tournee, auf der ich je war.“
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