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„Mütter machen Porno” Sat.1 zeigt Sex-Experiment im Fernsehen, Expertin übt Kritik

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Fünf Mütter sind für SAT.1 auf ungewöhnlicher Aufklärungs-Mission.

Unterföhring – In der Sat.1-Doku „Mütter machen Porno” stellten sich fünf Frauen der Herausforderung, selbst einen Porno zu produzieren, der Jüngeren zeigen soll, was Sexualität wirklich bedeutet.

  • „Mütter machen Porno”: Sat.1 zeigt Sex-Experiment
  • Bei Sat.1 feierte „Mütter machen Porno” im Juli 2020 Premiere
  • Expertin kritisierte Sex-Film „Mütter machen Porno” 

Am 29. Juli 2020 feierte der Film seine Premiere im Free-TV, am Mittwochabend (3. Februar) strahlt Sat.1 ihn erneut aus.

„Mütter machen Porno“: Expertin kritisiert Sex-Film

Amerikanistin Madita Oeming, die schwerpunktmäßig zu Pornografie forscht, steht dem Konzept der Sat.1-Dokumentation „Mütter machen Porno“ teils kritisch gegenüber.

„Pornos sollten keinen Bildungsauftrag haben, sondern unterhalten. Das wäre so, als würden wir von Action-Filmen erwarten, dass sie uns Autofahren beibringen“, erklärte sie gegenüber watson. Der Reiz liege gerade in der Übertreibung und das Ziel der Filme sei die Erregung, nicht die Bildung.

Grundlegend sei die Idee der Mütter jedoch „super, denn wir müssen mit jungen Menschen über Pornografie sprechen.“ Sie würden ihre Verantwortung in der Erziehung erkennen, die heute auch die Aufklärung über Pornos betreffe, da diese mittlerweile zur Alltagskultur gehören würden.

Fünf Mütter, eine Mission: Sex ist nicht gleich Porno

Im Netz stolpert man schnell über verstörende Aufnahmen, die übertriebene Sex-Szenen zeigen. In Pornos wird der Liebesakt plakativ dargestellt. Es geht oft um sexuelle Gewalt, rassistische Stereotype oder lieblosen Gruppensex – damit soll jetzt Schluss sein.

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Die Mütter Mirjam, Karina, Jasmine, Britta und Bianca wollen den Schmuddel-Filmchen auf den Smartphones etwas entgegensetzen und einen lebensnahen Film drehen – hinter der Kamera.

Fünf Mütter wollten es für eine Sat.1-Doku besser machen und haben einen realistischen Porno produziert. Den sendet Sat.1 am Mittwoch um 22.10 Uhr erneut.

Mit dabei: Erzieherin Jasmine (36, zwei Kinder), Art Director Karina (44, vier Kinder), Friseurmeisterin Bianca (49, zwei Kinder), medizinische Fachangestellte Britta (44, drei Kinder) und Praxis-Managerin Mirjam (49, vier Kinder).

„Mütter machen Porno”: vom Tabuthema zum Gesprächsthema

Die fünf Mütter schrieben das Drehbuch, übernahmen das Casting für die Porno-Darsteller und führten Regie. Als Darstellerinnen wirkten sie nicht mit.

„Wir möchten andere Mütter aufklären und vor allen Dingen auch unsere Kinder: Schaut euch nicht so etwas Grausames an, sondern wenn, einen ordentlichen Porno”, erklärt Mutter Karina. Und dieser „ordentliche”.

Porno im Free-TV: Entscheidung kontrovers diskutiert

Auf Anfrage von „Focus Online” erklärte Sat.1, der Sender habe die Episoden der Serie der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) vorgelegt. „Zwei Folgen wurden – zum Teil erst im Berufungsverfahren – ab zwölf Jahren freigegeben, sodass eine Ausstrahlung ab 20 Uhr möglich ist, eine Episode erhielt die Freigabe ab 16 Jahren und kann entsprechend im Spätabendprogramm ab 22 Uhr gezeigt werden“, sagte Geschäftsführerin Claudia Mikat zu „Focus Online”.

Mit der Episode ab 16 ist das Ergebnis des Mütter-Pornos mit dem Titel „Vanilla X” gemeint. Diese Entscheidung sei kontrovers diskutiert worden, hieß es.

Für die Freigabe ab 16 spreche unter anderem, dass die Pornoindustrie nicht kritisch kommentiert werde, so Mikat.

Sex-Film bei Sat1: Porno nach Jugendschutz-Standards

Der Porno wird allerdings nicht ohne weiteres gesendet: Nur Auszüge sollen gezeigt werden, kommentiert von den Müttern sowie Pornodarstellern und Experten.

Der Film wurde so geschnitten, dass er dem Jugendschutz entspreche – die Zuschauer erwarten also viele verpixelte Bilder.

Den fertigen Sex-Film „Vanilla X – Der Film” können Sie aktuell bei „Mütter machen Porno” in der SAT.1-Mediathek sehen. (cg/mas/cho)