WDR-Talk „Kölner Treff“Motsi Mabuse: „War keine angenehme Kindheit“

Motsi Mabuse hat im „Kölner Treff“ über ihre Kindheit in Südafrika gesprochen. (Bild: 2024 Getty Images/Joshua Sammer)

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Motsi Mabuse hat im „Kölner Treff“ über ihre Kindheit in Südafrika gesprochen. (Bild: 2024 Getty Images/Joshua Sammer)

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Motsi Mabuse ist heute eine gefeierte Tänzerin. Dabei hatte die Deutsch-Südafrikanerin ganz andere Pläne, als sie Kind war, erzählt sie am Freitagabend in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“.

Tänzerin und „Let's-Dance“-Jurorin Motsi Mabuse (45) ist heute glücklich über ihre Berufswahl. Aber eigentlich hatte sie als Kind ganz andere Pläne, erzählt sie am Freitagabend in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“. Tanzen sei eigentlich nur eine Notlösung gewesen, sagt sie.

Motsi Mabuse wächst in den 1980er-Jahren in Südafrika auf. Dort herrscht damals Apartheid, schwarze Menschen wurden wegen ihrer Hautfarbe unterdrückt. „Es war keine angenehme Kindheit“, erinnert sich Motsi Mabuse. Aber: „Schön war, dass wir als Familie sehr eng waren. Unsere Eltern haben uns geschützt.“ In ihrer Kindheit habe sie ständig Konflikte zwischen Schwarzen und Weißen erlebt. „Man wusste nicht, was am nächsten Tag kommt.“

„Unsere Familie war die einzige, die auf diese Art getanzt hat“

Schon als Kind sei Motsi Mabuse sehr sportlich gewesen. „Ich habe damals Netball gespielt“, erinnert sie sich. Das ist eine beliebte Sportart in Südafrika, Australien oder Großbritannien und eine Art Basketball für Mädchen und Frauen. Dann ging sie zur Uni, um Jura zu studieren. Dort gab es eine Netball-Mannschaft. „Aber die sprachen alle Afrikaans, und ich war die einzige Schwarze. Das hat mir nicht gefallen. Da habe ich gesagt: Ich werde lieber tanzen.“

Mit dem Tanzen habe sie schon begonnen, als sie neun Jahre alt war, erzählt sie. „Ich habe am Wochenende und in den Ferien getanzt. In jeder freien Minute. Unsere Familie war die einzige, die auf diese Art getanzt hat. Natürlich mussten wir kämpfen, aber wir haben es dann durchgedrückt.“ Mit 17 wurde sie Vizemeisterin in Südafrika, aber ihre beiden Schwestern seien noch erfolgreicher gewesen, sagt Motsi Mabuse: „Beide Schwestern sind südafrikanische Meisterinnen geworden. Ich bin die einzige, die nicht südafrikanische Meisterin geworden ist.“

Ihre Eltern wollten, dass Motsi Mabuse einen ordentlichen Beruf lernt. Juristin sollte sie werden. Doch dann reiste sie nach England und Deutschland, verliebte sich - und beschloss, Künstlerin zu werden. Inzwischen gehört sie zu den erfolgreichsten Tänzerinnen in Deutschland, und auch ihre Eltern haben sich mit ihrer Entscheidung abgefunden - spätestens, seit sie die beiden zu einem Abendessen mit Boris Becker eingeladen hat. (tsch)

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