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Mit dieser freizügigen Rolle wurde Demi Moore zur bestbezahlten Schauspielerin Hollywoods

Als Striptease-Tänzerin, die sich verdient das nötige Geld für einen Sorgerechtsprozess verdient, machte Demi Moore vor 30 Jahren Furore. (Bild: Tele 5)

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Als Striptease-Tänzerin, die sich verdient das nötige Geld für einen Sorgerechtsprozess verdient, machte Demi Moore vor 30 Jahren Furore. (Bild: Tele 5)

Mit der Rolle einer Frau in „Striptease“, die sich vor Publikum auszieht, polarisierte Demi Moore in den 1990er-Jahren das Publikum. Mit dem Drama schrieb sie aber auch anderweitig Geschichte: Moore wurde damit zur bestbezahlten Schauspielerin der Welt.

Mit der Hauptrolle in Andrew Bergmans Drama wurde Demi Moore (hier in einer Szene mit Ving Rhames) zur bestbezahlten Schauspielerin Hollywoods. (Bild: IMAGO / Allstar)

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Mit der Hauptrolle in Andrew Bergmans Drama wurde Demi Moore (hier in einer Szene mit Ving Rhames) zur bestbezahlten Schauspielerin Hollywoods. (Bild: IMAGO / Allstar)

Eine ehemalige FBI-Mitarbeiterin muss sich als Stripperin verdingen, um das Geld für einen Sorgerechtsstreit gegen ihren kriminellen Ehemann zu verdienen. Die Geschichte in „Striptease“, die zumal auch von einem ebenso korrupten wie sexsüchtigen Senator handelt, ist doch recht hanebüchen. Allerdings hatte sie auch etwas zu bieten, das für viele Zuschauer allzu verlockend sein würde: Nacktheit, noch dazu die Nacktheit einer der bekanntesten Hollywood-Schauspielerinnen jener Zeit, vor 30 Jahren, als der Film in die Kinos kam. Das machte alle Kolportage wett und versprach einen immensen Kassenerfolg. Weshalb die Gage, die Demi Moore für ihre reißerisch-reizende Hauptrolle erhielt, 12,5 Millionen US-Dollar, eine mehr als lohnende Investition schien.

12,5 Millionen US-Dollar erhielt Demi Moore als Gage für ihre Rolle einer liebenden Mutter, die für ihre Tochter alles tun würde. Die kleine Angela spielte Rumer Willis, die Tochter von Moore und Bruce Willis.  (Bild: IMAGO / Allstar)

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12,5 Millionen US-Dollar erhielt Demi Moore als Gage für ihre Rolle einer liebenden Mutter, die für ihre Tochter alles tun würde. Die kleine Angela spielte Rumer Willis, die Tochter von Moore und Bruce Willis. (Bild: IMAGO / Allstar)

Moore selbst wird es nicht allein ums Geld gegangen sein, als sie die voraussehbar polarisierende Rolle im „Enthüllungsdrama“ von Andrew Bergman (“Freshman“, 1990) angenommen hatte. Immerhin war sie längst ein erfolgreicher und bestens verdienender Hollywoodstar, was war da schon die eine oder andere Million Dollar für Film und Rolle mehr oder weniger. Es sei denn, der „Ghost - Nachricht von Sam“-Darstellerin ging es um den Bestwert, immerhin waren die 12,5 Millionen Dollar die höchste Gage, die eine Schauspielerin bis dahin verdient hatte. Kein Rekord ist zu verachten, Rekorde sorgen für Einträge in Geschichtsbüchern, und auch Moore hatte sich ihren für eine Weile gesichert.

12,5 Millionen Dollar - großer Schritt für die Frauen

Demi Moore und Bruce Willis waren das Traumpaar Hollywoods.  Die beiden waren von 1987 bis 2000 verheiratet. (Bild: Stewart Cook / Online USA / Getty Images)

Copyright: Stewart Cook / Online USA / Getty Images

Demi Moore und Bruce Willis waren das Traumpaar Hollywoods. Die beiden waren von 1987 bis 2000 verheiratet. (Bild: Stewart Cook / Online USA / Getty Images)

Für Demi Moore war die Rekordgage für „Striptease“ mehr als Geld, das sie für den Film erhielt. Dadurch wurden „die Rahmenbedingungen für alle Frauen verändert“, wie sie sagt.  (Bild: 2021 Getty Images/Theo Wargo)

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Für Demi Moore war die Rekordgage für „Striptease“ mehr als Geld, das sie für den Film erhielt. Dadurch wurden „die Rahmenbedingungen für alle Frauen verändert“, wie sie sagt. (Bild: 2021 Getty Images/Theo Wargo)

Die 12,5 Millionen Dollar stehen weniger für den persönlichen materiellen Erfolg einer Schauspielerin in Konkurrenz mit anderen Schauspielerinnen, sie zeugen eher für den ideellen Erfolg im Kampf der Frauen für Gleichberechtigung in einer - damals und heute noch - ungerechten Gesellschaft. Moore war zur Zeit von „Striptease“ mit Bruce Willis verheiratet - auch er Schauspieler, auch er erfolgreich, der aber doch weitaus mehr pro Film verdiente als seine Frau. Diese Lücke wollte Moore mit der „Striptease“-Gage geschlossen wissen - aus dem einfachen Grund der Fairness. „Es ging nicht darum, mich mit ihm zu messen“, sagte sie 2024 in einem Interview“ mit „Variety“. „Es ging eher darum: 'Warum sollte ich das nicht auch bekommen? Wenn ich doch genauso viel arbeite, warum nicht?'“

Insofern, ja, steht Moores Gehalt bei „Striptease“ für einen feministischen Meilenstein. Eine Frau, das macht diese Geschichte deutlich, wurde für die gleiche Arbeit ähnlich entlohnt wie ein Mann. Mit ihr als Vorreiterin wurden mit der Rekordgage „die Rahmenbedingungen für alle Frauen verändert“, sagte Moore stolz. Doch nicht alle sahen das so, nicht wenige behaupteten sogar, Moore habe mit „Striptease“ dem Feminismus nicht genützt, sondern eher geschadet. Denn welche Rolle spielte sie in dem Film, so das Argument der Kritiker? Doch wohl eine Frau, die sich vor der Kamera auszieht und also für einen voyeuristischen Blick hergegeben wird. „Weil ich eine Stripperin spielte“, so fasste Moore die Vorwürfe zusammen, die sie sehr bedrückten, „hatte ich die Frauen verraten.“ (tsch)

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