Liebes-Aus und Karriere-Ende: Bei Michelle herrscht Gefühlschaos. Droht ohne Eric Philippi und Tour-Gagen die finanzielle Not?
Nach dem Liebes-AusDie ungewisse Zukunft von Schlagerstar Michelle

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Eric Philippi hat Schlagerqueen Michelle den Laufpass gegeben. (Archivbild)

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Die Nachricht von der Trennung zwischen Michelle (54) und Eric Philippi (29) erschüttert die Schlagerwelt. Doch während die Fans das Ende dieser Beziehung verarbeiten, rückt eine viel existenziellere Frage in den Fokus: Wie geht es für die „Wer Liebe lebt“-Sängerin jetzt weiter?
Die Trennung trifft Michelle zu einem Zeitpunkt, an dem sie ihren Rückzug aus der Musikbranche bereits vollzogen hat.
Das Ende der Karriere und die finanziellen Altlasten
Die große Abschiedstournee ist vorbei, das finale Album „Flutlicht“ veröffentlicht – Michelle hat das Mikrofon eigentlich bereits an den Nagel gehängt. Was bei anderen Stars wie der Beginn eines abgesicherten Ruhestands wirkt, wirft bei Deutschlands ESC-Sängerin von 2001 jedoch Fragen auf. In der Vergangenheit sprach Michelle immer wieder offen über ihre massiven finanziellen Probleme und Rückschläge.
Ein entscheidender Faktor: Im Gegensatz zu vielen Branchenkolleginnen und -kollegen, die ihre Hits selbst verfassen, ist Michelle primär Interpretin. Da sie die Urheberrechte an ihren erfolgreichsten Songs nicht hält, fließen die lukrativen GEMA-Tantiemen fast ausschließlich an die Songschreiber und Produzenten. Ohne die Gagen aus dem Live-Geschäft fallen ihre Einnahmen nun drastisch ab.
Das „Gefühlschaos“ als existenzielle Belastung
Die Trennung von Eric Philippi, die laut seinen Aussagen gegenüber der „Bild“ von ihm ausging, bringt das neue Privatleben der Sängerin ins Wanken. Eric war nicht nur ihr Lebensgefährte, sondern auch eine wichtige Stütze in ihrem neuen Alltag abseits des Rampenlichts. Wenn Michelle nun von einem „riesigen Gefühlschaos“ spricht, steht dahinter vielleicht auch die Ungewissheit über ihre künftige Lebensgestaltung.

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Eric Philippi und Michelle haben sich getrennt. (Archivbild)
In Fach- und Fankreisen wird bereits gerätselt: Reichen die Rücklagen aus der vergangenen Tournee wirklich aus, um ein dauerhaftes Leben ohne neue Einkünfte zu führen? Immerhin hat Michelle mit 54 Jahren hoffentlich noch einige Jahrzehnte vor sich.
Ein „Stehaufmännchen“ vor einer neuen Herausforderung
Michelle bezeichnet sich selbst oft als „Stehaufmännchen“. Doch die aktuelle Lage ist kompliziert. Nach dem offiziellen Karriere-Aus fehlt die gewohnte Einnahmequelle Bühne. Ob die Erlöse aus den letzten Projekten genügen, um den Lebensabend fernab der Kameras finanziell zu stemmen, bleibt fraglich.
Es wäre nicht das erste Mal, dass Michelle den „endgültigen“ Abschied probt. Bereits im Jahr 2004 nahm sie sich eine erste Auszeit und suchte das private Glück in der Eröffnung eines eigenen Hundesalons.
Im März 2007 folgte der nächste Einschnitt: Auf einer Pressekonferenz verkündete sie das Ende des Projekts „Michelle“, nachdem sie kurz zuvor einen Schwächeanfall bei einem Konzert in Erfurt erlitten hatte. Nur zwei Jahre später erschien 2009 mit dem Titel „Goodbye Michelle“ ein Album, das den Abschied bereits im Namen trug – und dem dennoch schon im darauffolgenden Jahr eine neue Produktion folgte.
Oft schien die finanzielle Notwendigkeit größer zu sein als der Wunsch nach Ruhe. Das aktuelle Liebes-Aus könnte nun zum entscheidenden Wendepunkt werden: Ohne die private Stütze und angesichts versiegender Einnahmen steht das inszenierte Karriereende erneut auf der Kippe. Gut möglich, dass die ökonomische Realität das „Stehaufmännchen“ der Schlagerwelt schneller als geplant zu einem weiteren Rücktritt vom Rücktritt zwingt.
