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„Meine Seele wird weiterleben“Der einflussreiche Jazz-Musiker Sonny Rollins ist tot

Der einflussreiche Jazz-Musiker Sonny Rollins ist gestorben. (Bild: 2011 Getty Images/Michael Tran)

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Der einflussreiche Jazz-Musiker Sonny Rollins ist gestorben. (Bild: 2011 Getty Images/Michael Tran)

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Er spielte mit Miles Davis und den Rolling Stones, in der Musik-Szene nannte man ihn nur den „Saxohon-Koloss“. Nun ist der einflussreiche Jazz-Musiker Sonny Rollins im Alter von 95 Jahren gestorben.

Er revolutionierte den Jazz und hat laut Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts nie eine schlechte Platte gemacht: Der Saxofonist Sonny Rollins zählte zu den letzten Legenden der zweiten Hochzeit des Jazz Mitte des 20. Jahrhunderts. Nun ist der Musiker gestorben. Er wurde 95 Jahre alt. Nach ersten Medienberichten wurde sein Tod auch auf seiner offiziellen Website bestätigt. „Mit tiefer Trauer und inniger Liebe geben wir das Ableben von Sonny Rollins bekannt“, heißt es dort.

Besonders bekannt war Rollins für virtuose Improvisationen auf dem Tenor-Saxofon, durch die er den modernen Jazz stark prägte. Sein Talent und künstlerische Kompromisslosigkeit brachten ihm schließlich den Spitznamen „Saxofon-Koloss“ ein. „Saxophone Colossus“ war auch der Name seines erfolg- und einflussreichsten Albums. Die 1957 erschienene LP gehört zu den großen Klassikern des Jazz-Genres.

Zweimal musste sich Sonny Rollins zurück an die Spitze kämpfen

Rollins wuchs im New Yorker Stadtteil Harlem auf. Sein erstes Saxofon bekam er mit sieben Jahren geschenkt - ein Tag, der sein Leben verändern würde. In den 1940er-Jahren begann er seine Karriere als professioneller Musiker, 1951 spielte er mit Miles Davis auf dessen Album „Dig“. Auch mit anderen Größen des Genres, wie Dizzy Gillespie oder Thelonious Monk arbeitete er neben seinen eigenen Veröffentlichungen als Bandleader zusammen. Außerhalb des Jazz machte er sich unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit den Rolling Stones einen Namen. 1981 war er auf deren Erfolgsalbum „Tattoo You“ zu hören, so auch auf der Hit-Single „Waiting On A Friend“.

Da hatte Rollins bereits zwei Comebacks hinter sich: Nach seinen ersten Erfolgen Anfang der 1950er einer Drogensucht verfallen, musste er zwischendurch sogar wegen bewaffneten Raubüberfalls ins Gefängnis, ehe ihm Mitte der Dekade die Rückkehr auf die Bühne gelang. Eine selbstauferlegte Schaffenspause verbrachte er von 1959 bis 1962 laut eigener Aussage größtenteils auf einer Brücke, Saxofon spielend, in der Hoffnung, dass die verloren geglaube Inspiration zurückkehren wurde. Sie tat es. Das erste Ergebnis seiner Rückkehr: Ein Album mit dem TItel „The Bridge“.

Von Barack Obama für sein Lebenswerk geehrt

2011 wurde Sonny Rollins vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama mit dem Ehrenorden des Kennedy Centers ausgezeichnet, 2012 spielte er sein letztes Konzert, bevor er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzog.

Vor dem Tod fürchtete sich Rollins, der an WIedergeburt glaubte, nicht. „Meine Mutter ist gestorben, mein Vater ist gestorben, mein Bruder ist gestorben, meine Schwester ist gestorben“, sagte er 2020 in einem Interview mit der „New York Times“. „Sie sind alle großartige Menschen. Wenn sie sterben, warum soll ich das dann nicht? Bin ich etwa besser als sie? Das ist lächerlich. Mein Körper wird zu Staub werden. Aber meine Seele wird immer weiterleben.“ (tsch)

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