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Petition gestartet Mitschüler sammelten Unterschriften gegen 1Live-Moderator

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1Live-Moderator Malte Völz polarisierte schon als Schuljunge.

Köln – Malte Völz (26) haut raus, was ihm in den Sinn kommt. Das hat ihm zwar eine eigene Sendung bei 1Live beschert, aber auch schon so manche heikle Situation. Klar, wer austeilt, polarisiert – und das kann Völz ziemlich gut.

„Ich entschuldige mich lieber hinterher, als vorher um Erlaubnis zu bitten“, sagt Völz im Gespräch mit EXPRESS. Ganz nach dem Spruch von „Charlie Harper“ aus den TV-Show „Two and a half men“ also. 

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„Vorsicht, Völz!“ Vor Malte müssen sich alle Fettnäpfchen-Treter des Internets in Acht nehmen.

In „Vorsicht, Völz“ nimmt er alles aufs Korn, was sich so im Internet auf Abwegen bewegt. Influencer genauso wie Politiker (zuletzt etwa Norbert Röttgen), Fußballer (Max Kruse)  oder sonstige Fettnäpfchen-Treter. Sein Weg zu dieser eigenen Show ist gepflastert mit skurrilen Geschichten.

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Etwa aus der Schulzeit. Denn kaum war Völz 2004 in der 5. Klasse zum Klassensprecher gewählt worden, hatte er auch schon den Unmut seiner Klassenkameraden auf sich gezogen. Und die reichten bei der Lehrerin quasi eine Petition gegen ihren Vertreter ein.

„Nach zwei bis drei Wochen wurden Unterschriften gegen mich gesammelt. Ich weiß gar nicht mehr genau, warum, aber ich hatte auch eh keinen Bock mehr darauf. Nur die Lehrerin wollte, dass ich weitermache. Zum Ende des Schuljahrs fand ich das aber dann auch ganz gut, weil ich dann in die Schülervertretungs-Sitzung musste, statt in Erdkunde oder so zu sitzen“, erinnert sich Völz lachend. 

1Live-Moderator Malte Völz ritt mit einer Kuh in den Supermarkt

In der Schulzeit wurde dann schnell klar: Der Junge gehört auf die Bühne. „Dass ich das gut fand, habe ich auch bei der 10er-Abschlussrede gemerkt“, so Völz. Mit 18 hatte er dann seine eigene Show bei einem Lokalsender: „Malte on Tour. Das war so ein bisschen wie 'Raab in Gefahr'.“ Und eine Aktion hätte ein heftiges Nachspiel haben können.

„Ich sollte auf einer Kuh reiten. Das war mir aber zu langweilig. Also bin ich in einen Supermarkt rein. Da wurde die Kuh so nervös, dass sie direkt vor dem Bäcker hingeschissen hat. Das durfte ich dann zwei Stunden lang wegmachen“, so Völz. Doch damit war er noch gut bedient. „Wenn da das Gesundheitsamt gekommen wäre, oder der Besitzer die Polizei gerufen hätte, hätte das auch anders ausgehen können, erzählt er grinsend. 

Nach dem Abi (Note 2,9) heuerte er dann als Animateur auf einem Kreuzfahrtschiff an. „Meine freche Art kam da nicht ganz so gut an. Ich habe ein paar Abmahnungen bekommen.“ 

Beispiel gefällig? „Ich habe einen Gast nach seinem Alter gefragt und dann gesagt: 'Mensch, da stand ja die Mauer noch.' Das hat damals schon gereicht“, so Völz.

Aber auch wenn er regelmäßig zum Rapport antreten musste, durfte er letztlich doch immer weitermachen. 

Der nächste Schritt seiner Karriere: Radio Bremen. Erst mit einer eigenen Vormittags-Show, alle zwei Wochen, dann wurde er „aus Sicherheitsgründen“ auf den Sonntagabend geschoben. „Da konnte ich alles machen, da hört ja keiner Radio. Auch der Chef nicht, sonst hätte das wohl auch öfter Ärger gegeben“, so Völz lachend. 

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Eine seiner irrsten Aktionen: Malte Völz reitet auf einer Kuh in einen Supermarkt.

So sendete er etwa live aus dem McDrive, moderierte in einer Badewanne, oder fingierte einen angeblichen Studio-Besuch von Superstar Nicholas Cage.

Seit Anfang des Jahres ist er jetzt fest bei 1Live. Und auch dort wird er weiter das raushauen, was ihm in den Sinn kommt. Und sich notfalls hinterher entschuldigen.

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