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Limp Bizkit im RheinlandFred Durst lässt „99 Luftballons“ steigen – Fans drehen durch

Rock am Ring 2026: Fred Durst von Limp Bizkit auf der Bühne

Copyright: IMAGO/Marc John

Fred Durst und seine Jungs von Limp Bizkit (hier am 6. Juni 2026 beim Gig bei Rock am Ring) heizten den Fans in Mönchengladbach ordentlich ein. Zusätzlich zu Außentemperaturen um die 30 Grad.

Ein Meer aus roten Basecaps empfing Limp Bizkit im Sparkassenpark Mönchengladbach. Die 16.000 Zuschauer gingen ab – trotz Hitze. 

Wer den Blick über die Arena schweifen ließ, erblickte ein vertrautes Bild: Unzählige Fans trugen das ikonische rote Kopfaccessoire, das eigentlich als optisches Markenzeichen von Frontmann Fred Durst gilt. Der Sänger selbst verzichtete an diesem Dienstagabend jedoch auf die rote Kappe und überließ das nostalgische Markenzeichen ganz seiner treuen Fangemeinde.

Vom ersten Ton an entwickelte sich das Konzert am Dienstagabend zu einem energetischen Selbstläufer, bei dem die Band keine Atempause zuließ. Limp Bizkit setzten von Anfang bis Ende auf ihre absoluten Kernkompetenzen und spielten während der gesamten Show ausnahmslos ihre größten Hits und zeitlosen Klassiker.

Limp Bizkit setzt auf Memes und Pop-Klassiker

Im Innenraum jagte bei unsterblichen Hymnen wie „My Generation“, „Rollin’“ und „My Way“ ein Moshpit den nächsten, während vereinzelte Pyrofackeln im Publikum gezündet wurden und die visuelle Dynamik der Show unterstrichen. Ein besonders fanfreundliches Detail: Auf der riesigen Videoleinwand liefen die gesamten anderthalb Stunden über synchron die Songtexte mit, sodass die rund 16.000 Fans jede einzelne Zeile fehlerfrei mitschreien konnten.

Zwischen den einzelnen Songs bewies die Band zudem ihren berüchtigten Sinn für Humor. Die Performance wurde immer wieder von eingespielten Memes auf der Leinwand unterbrochen, was die Stimmung auflockerte. Zudem bauten die Musiker unerwartete Pop- und Rock-Klassiker wie „Tainted Love“, „Your Love“ und Nenas „99 Luftballons“ in ihr Set ein. Für ihren absoluten Kulthit „Full Nelson“ holte die Band schließlich jeweils einen Fan aus Deutschland und Kroatien auf die Bühne.  Beide  sichtlich textsicher die markante Zeile „You’ll get knocked the fuck up!“ gemeinsam mit Fred Durst ins Mikrofon rufen durften.

Am Bass spielte Richie Buxton (bekannt als Kid Not von der Support-Band Ecca Vandal). Buxton ist kein festes neues Bandmitglied, sondern füllt die schmerzliche Lücke, die der im Oktober 2025 verstorbene Gründungsbassist Sam Rivers hinterlassen hatte. Rivers war im Alter von 48 Jahren nach einem plötzlichen Herzstillstand verstorben. An den Bassisten wurde auch während des Welthits „Behind Blue Eyes“ erinnert. Bei dieser emotionalen Ballade hielt die ansonsten wild springende Arena für einen Moment inne, während auf der großen Videoleinwand ein großes Foto mit den Worten „Sam Rivers Forever“ eingeblendet wurde, um ihm würdevoll zu gedenken.

Als die Band gegen Ende des Sets ihren brachialen Meilenstein „Break Stuff“ anstimmte, erreichte die kollektive Energie im Sparkassenpark ihren absoluten Höhepunkt – und lieferte gleichzeitig den perfekten Gegenbeweis zu alten Vorurteilen. Wo Limp Bizkit bei ihrem berüchtigten Auftritt auf dem Festival Woodstock '99 noch für weltweite Schlagzeilen durch die Zerstörung der Infrastruktur sorgten, feierte Mönchengladbach ein absolut friedliches, harmonisches Fest.

Wer keine Tickets für die Show im Sparkassenpark ergattern konnte, muss sich im Rahmen dieser Tournee auf wenige Gelegenheiten beschränken: Neben den bereits absolvierten Festival-Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park spielen Limp Bizkit in Deutschland nur noch eine einzige weitere Headline-Open-Air-Show auf der Parkbühne Wuhlheide in Berlin.

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