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„Langsam ein bisschen müde“„Perfektes Dinner“-Kandidatin lässt ihre Gäste warten

Die Gäste müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen.
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Die Gäste müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. (Bild: RTL)

„Ja klar kann ich mit meinem Menü gewinnen“, startet Patricia (54) zuversichtlich in die „Dinner“-Woche in Zürich. Was ihr dabei jedoch in die Quere kommen könnte: das Zeitmanagement ...

Direktionsassistentin Patricia ist zwar in Fulda geboren, lebt jedoch schon seit 21 Jahren in der Schweiz - und möchte auch nie wieder weg. „Zürich ist mein Zuhause“, denn sie findet „ich lebe in einer der schönsten Städte der Welt mit der höchsten Lebensqualität“. Ursprünglich kam sie der Liebe wegen in die Schweiz, geblieben ist sie am Ende wegen der Freunde. „Die ersten Jahre bin ich hier schon angeeckt“, vor allem „wegen der Sprachlichkeit“.

Patricias Plan für den ersten „Dinner“-Tag mit unbekannten Gästen: „Ich muss zufrieden sein. Weil dann bin ich mir sicher, sind alle anderen auch zufrieden.“ Probekochen? Braucht der selbsternannte „Adrenalin-Junkie“ nicht: „Ich weiß ja, was ich kann!“ Ihr Menü mit dem Motto „Miss B's Frühlingsgruß“ wird sehr „französisch-lastig“, denn „es gibt sehr viel Butter“. Warum „Miss B“? „Mein Spitzname war schon immer Frau B“, erklärt Patricia. „Ich will einfach wissen, ob ich das in time schaffe“, versucht sie, ihren Hauptgang „so gegen acht“ auf den Tisch zu bringen. Es gibt:

  1. Vorspeise: Frühlingsraviolo - Ricotta / geröstete weiße Mandel / Zitronen-Thymian / Erbsentupfer / Wermut-Beurre-Blanc
  2. Hauptspeise: Geschmorte Bäckchen französisches Kartoffelpüree / Spargelspitzen Rotwein-Madeira-Jus
  3. Nachspeise: Whisky Parfait - flambierte Orange / karamellisierte Pekannüsse kubanischer Kakao
Elena, Kilian, Riccardo, Michelle und Patricia (v.l.n.r.) stoßen auf die „Dinner“-Woche in Zürich an.
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Elena, Kilian, Riccardo, Michelle und Patricia (v.l.n.r.) stoßen auf die „Dinner“-Woche in Zürich an. (Bild: RTL)

Riccardo (32) freut sich endlich zeigen zu können, „dass wir Schweizer nicht nur Rösti und Raclette beherrschen, sondern auch noch internationale Küche“. Kilian (31) lässt sich vom Niveau des Menüs einschüchtern: „Ich mache mir ein bisschen Sorgen um mein Menü, wenn ich das jetzt so lese.“

Gastgeberin hat „Hummeln unterm Hintern“

Kilian freut sich auf die erste Bewertung.
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Kilian freut sich auf die erste Bewertung. (Bild: RTL)

Trotz herzlicher Begrüßung bemerkt Kilian an Patricia sofort: „Die hat ein bisschen Hummeln unterm Hintern.“ Elenas (59) erster Eindruck: „Ich habe ihr die Nervosität angemerkt, aber sie ist eine ganz tolle Person. Einfach frei Schnauze.“ Patricia ist mit ihren Gästen voll zufrieden: „Knaller! Lauter Schweizer!“

Nach einer kurzen Küchen-Meditation macht sich Patricia an die Frühlingsravioli. „Es riecht hammer!“, steigt bei Kilian der Appetit. „Wir haben uns gefragt, ob die Erbsen drinnen sind oder draußen“, gibt Michelle (30) das Stichwort für einen kurzen Schock. Denn die Erbsenpüree-Tupfer hat Patricia beim Anrichten völlig vergessen. Während die Gastgeberin noch in der Küche werkelt, fangen die anderen schon an zu essen. Die nachträglich kredenzten Erbsentupfer hätte Kilian nicht gebraucht: „Es hat die Vorspeise weder auf- noch abgewertet.“ Nebenbei verrät Patricia das Geheimnis hinter ihrer Beurre Blanc: „360 Gramm Butter.“

Warten auf den Hauptgang

Die Rinderbäckchen mit Kartoffelpüree lassen auf sich warten. „Ich bin unzufrieden wegen der Zeit“, grummelt Patricia um 21.40 Uhr. „Es ist ein bisschen spät geworden“, findet Riccardo eineinhalb Stunden Wartezeit doch etwas lang. „Es gab mal eine Runde, da wurde der Hauptgang erst um elf serviert“, erinnert sich Kilian, während alle vier Gäste nochmal auf dem Balkon Luft schnappen. „Ich wollte ja einen Supper-Club aufmachen“, begründet Patricia, warum sie von jedem Gang noch ein Foto machen muss. Und wieder müssen die Gäste ohne die Gastgeberin mit dem Essen anfangen, was Elena sehr bedauert: „Ich finde es schön, wenn der Gastgeber am Tisch sitzt und wir alle zusammen beginnen.“ Derweil grübelt Riccardo über den Fettgehalt des Pürees: „Die Hälfte Butter, oder?“

Zwischendurch nimmt sich Patricia die Zeit zum Abspülen. Der Grund: „Mein Porzellangeschirr ist einfach nur 12-teilig.“ Das dauert natürlich. Kilian wundert sich: „Hätte es nicht auch ein anderer Teller getan, um die Zeit zu verkürzen?“ Michelle muss sich das Gähnen schwer verkneifen: „Jetzt bin ich langsam ein bisschen müde.“ Um 23.15 Uhr gibt's endlich das Dessert.

Auf die Bewertung freut sich Kilian besonders: „Ich warte schon seit drei Jahren da drauf.“ Er zückt die 8-Punkte-Karte, ebenso alle anderen. Mit 32 Punkten legt Patricia einen guten Start in die Woche hin. (tsch)

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