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Lady Di wäre 65 Jahre alt gewordenBislang unveröffentlichte Briefe enthüllen ihr Geheimnis

Prinzessin Diana: Zu ihrem Geburtstag tauchen neue Briefe auf – und einer wirft ein neues Licht auf ihr Leben.

Am 1. Juli wäre Prinzessin Diana 65 Jahre alt geworden. Auch fast 30 Jahre nach ihrem Tod ist das Interesse an der „Prinzessin der Herzen“ ungebrochen. Kurz vor ihrem Geburtstag sind sehr persönliche Dokumente aufgetaucht, die demnächst in London versteigert werden.

Am 7. Juli kommt ein bisher unveröffentlichter Brief unter den Hammer, der neue Einblicke in Dianas Leben kurz nach der Hochzeit mit dem damaligen Prinz Charles gibt – und dabei einen Satz enthält, der viele überrascht.

Lady Diana: „Ich hasse London“

Der Brief stammt aus dem Jahr 1981 und ging an Katherine Hanbury, eine frühere Schulfreundin aus Dianas Zeit an der West Heath Girls’ School in Kent. Geschrieben wurde er auf Papier mit königlichem Briefkopf – und datiert ist er auf den 27. September.

Als Charles und Diana heirateten, war sie 20 Jahre alt, er war 32. Diana hatte den Thronfolger zuvor nur ein paar Mal getroffen. In dem Schreiben blickt Diana auf ihr „Honeymoon“ zurück und berichtet von der Reise auf der Royal Yacht Britannia: „Wir hatten wunderschöne Flitterwochen mit endlosem Sonnenschein und glücklicherweise ruhiger See. Wir sind jetzt bis Ende Oktober in Schottland, was für uns ein großes Vergnügen ist – ich liebe es, den ganzen Tag draußen zu sein, und hasse London!“

Die noch junge Diana war erst kurz zuvor in die royale Welt hineingeraten. Sie hatte die Schule mit 16 verlassen, war in der Schweiz, um ihre Schulausbildung zu beenden und arbeitete anschließend in einem Kindergarten.

Nach der Hochzeit am 29. Juli 1981 ging es für das Paar zunächst auf eine zwölftägige Mittelmeer-Kreuzfahrt mit der Britannia, anschließend nach Balmoral in Schottland – für mehrere Monate.

Prinz Charles mit seiner damaligen Verlobten Lady Di (im Februar 1981 in London).

Copyright: IMAGO/ZUMA Press Wire

Prinz Charles mit seiner damaligen Verlobten Lady Di (im Februar 1981 in London).

„Es ist wunderbar, verheiratet zu sein“

Im Brief klingt an, wie fremd ihr die neue Rolle war. Und wie groß ihr Optimismus. Diana hält fest: „Es ist wunderbar, verheiratet zu sein – das kann man nach zwei Monaten wohl mit Fug und Recht behaupten…!“ Dahinter setzt sie einen lächelnden Smiley. Das Schreiben lässt vermuten, dass sie sich an ihr neues Leben und ihre Rolle innerhalb der königlichen Familie anpassen möchte. Sie schrieb: „Man muss eben erwachsen werden!“

Der Brief ist Teil einer Sammlung, die Katherine Hanbury nun versteigern lässt. Dazu gehören auch Fotos aus Dianas Schulzeit – darunter ein Bild, auf dem Diana mit Freundinnen zu sehen ist, unter ihnen laut Bericht auch die Schauspielerin Tilda Swinton und die spätere Regisseurin Joanna Hogg. Die Sammlung soll bei der „Fine Art & Interiors“-Auktion von Gorringe’s in Lewes (East Sussex) versteigert werden. Der Schätzpreis liegt bei 4000 bis 6000 Pfund (rund 7000 Euro).

Der Zeitpunkt ist nicht zufällig: Die Auktion fällt zusammen mit dem 45. Jahrestag der Hochzeit von Charles und Diana. Und sie trifft damit genau den Nerv vieler Royals-Fans.

Seltener Einblick in das Leben der noch jungen Diana

Albert Radford, Spezialist für Bücher und Manuskripte bei Gorringe’s, beschreibt den Fund gegenüber dem britischen „Telegraph“ als seltenen Einblick in das Leben der noch jungen Diana, „bevor Pflicht und Ehre endgültig das letzte Wort hatten“.

In den Erinnerungen aus der Schulzeit wirke sie „ausgesprochen bescheiden und häuslich geprägt“, jemand, dessen eigentlicher Wunsch einfach nur gewesen sei, „eine Familie zu gründen und auf alltägliche Dinge stolz zu sein“. 

Dianas weitere tragische Geschichte ist bekannt: Weltweit sollen rund 750 Millionen Menschen ihre Hochzeit in der St Paul’s Cathedral verfolgt haben. Aus der Ehe gingen Prinz William und Prinz Harry hervor. Doch 1992 zerbrach die Beziehung, 1996 folgte die Scheidung. Am 31. August 1997 starb Diana bei einem Autounfall in Paris – mit nur 36 Jahren.

Und doch: Es sind gerade diese persönlichen Briefe, die zum Geburtstag wieder besonders viele berühren. Weil sie zeigen, dass hinter Ikone und Mythos auch eine junge Frau stand, die sich nach Ruhe sehnte, das Draußensein liebte – und London offenbar am liebsten so weit wie möglich hinter sich ließ. (mg)

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