Macho in Frauen-Welt: Dieser Netflix-Film spaltet alle.
Kritiker hassen ihnNeue Netflix-Komödie mit Sacha Baron Cohen ist ein Riesen-Hit

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Die gebürtige Londonerin Rosamund Pike (47) spielt die weibliche Hauptrolle in «Ladies First». (Archivbild)
Stellt euch mal vor, die Welt wäre komplett andersrum: Frauen pfeifen den Männern hinterher und haben alle Chefposten. Genau das passiert Sacha Baron Cohen („Borat“) in der neuen Komödie «Ladies First» von Netflix. Als überzeugter Macho landet er in einer Realität, die sein Weltbild ins Wanken bringt.
An seiner Seite ist Rosamund Pike («Gone Girl – Das perfekte Opfer») zu sehen. In dieser verdrehten Welt wird Cohens Charakter Damien von weiblichen Vorgesetzten angemacht, während in Werbespots durchtrainierte Männerkörper präsentiert werden. Ein Film, der für Lacher sorgt, aber auch ordentlich polarisiert.
Netflix-Zuschauer lieben den Film – Kritiker hassen ihn
Die Komödie über vertauschte Geschlechterrollen ist aktuell ein riesiges Thema unter Streaming-Nutzern – und sorgt für Zündstoff. Obwohl zahlreiche Rezensenten den Film schlecht bewerten, kommt er beim Publikum super an. In nicht einmal zehn Tagen erreichte der Streifen weltweit bereits circa 31 Millionen Aufrufe. Diese Information stammt aus den wöchentlichen Charts von Netflix.
Der Erfolg ist enorm: Allein zwischen dem 25. und 31. Mai generierte der Film mit Pike in der zentralen Frauenrolle ungefähr 18,8 Millionen Views und eroberte so global die Spitzenposition der Netflix-Film-Hitliste. Davor waren es vom Premierentag am 22. Mai bis zum 24. Mai bereits 11,9 Millionen Views gewesen.
„Bequemer Feminismus“: Harte Worte von Kritikern
Trotz der Star-Power und des hochaktuellen Themas gibt es heftigen Gegenwind von der Presse. Die «Financial Times» lästerte: „Sacha Baron Cohen wird gleich zu Beginn der Netflix-Komödie 'Ladies First' bewusstlos geschlagen – ein Film, bei dem man sich hin und wieder wünscht, es möge einem selbst ebenso ergehen.“
Die «New York Times» meinte: „Der bequeme Feminismus des Augenzwinkerns und der Rollenumkehrungen nutzt sich rasch ab.“ Und die «Süddeutsche Zeitung» findet, dass selbst die „insgesamt großartige Besetzung“ diesen „missglückten Film nicht retten“ könne.
In Deutschland nur von Animationsfilm geschlagen
Was viele vielleicht nicht wissen: Der Film ist eine Neuauflage der französischen Komödie «Kein Mann für leichte Stunden» aus dem Jahr 2018. Seit dem 22. Mai kann sich jeder bei Netflix ein eigenes Urteil über das Remake bilden.
In der letzten Woche war die romantische Komödie in 42 Ländern der Top-Film, unter anderem in Kanada, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Nur in Deutschland musste sich die Satire über Patriarchat und Matriarchat einem anderen Streifen geschlagen geben: dem Animationsfilm «G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge». (dpa/red)
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