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Kristen Stewarts Regie-Traum geplatzt?Ihr Debütfilm sorgt für Enttäuschung

Kristen Stewart

Copyright: Scott A Garfitt/Invision/AP/dpa

Kristen Stewart bei den Filmfestspielen Cannes. (Archivbild)

Jahrelang hat sie dafür gebrannt, jetzt ist er endlich da: das Regie-Debüt von Kristen Stewart. Doch ihr Herzensprojekt über Missbrauch und Schmerz sorgt bei vielen für Kopfschütteln.

Man kennt sie aus „Twilight“ und anspruchsvollen Independent-Produktionen. Nun hat Hollywood-Star Kristen Stewart (35) die Seiten gewechselt und zum ersten Mal die Regie übernommen. Ihr Debüt „The Chronology of Water“ verfilmt die erschütternde Lebensgeschichte von Lidia Yuknavitch (62), einer US-Schriftstellerin.

Die Story ist knallhart: Es geht um Missbrauch, den Absturz in die Selbstzerstörung und den Befreiungskampf einer Heranwachsenden. Sie findet am Ende in der Kunst einen Ausweg aus dem Teufelskreis der Gewalt. Ein extrem schwieriges Thema, für das Stewart lange kämpfen musste.

Ein Film als Protest gegen Hollywood

Stewart gilt schon lange als Rebellin, die sich den aalglatten Regeln der Traumfabrik nicht beugt. Unvergessen ist ihr Auftritt in Cannes, als sie auf dem roten Teppich einfach ihre unbequemen Stöckelschuhe auszog. Immer wieder prangert sie die Machtspiele von Männern innerhalb der Branche an.

Zu dieser Haltung passt auch ihr Film, der es dem Publikum alles andere als leicht macht. Laut der Nachrichtenagentur dpa dauerte es Jahre, bis die Finanzierung für „The Chronology of Water“ überhaupt stand. Gedreht wurde das Projekt am Ende vor allem in Lettland.

Gewalt, Drogen und die Flucht ins Wasser

Im Mittelpunkt des Dramas steht die Jugend von Lidia Yuknavitch, deren Kindheit von einem gewalttätigen Elternhaus geprägt war. Der eigene Vater vergeht sich jahrelang an ihr, die alkoholsüchtige Mutter unternimmt nichts. Lidia sucht Zuflucht im Leistungsschwimmen, doch ihr Leben bleibt ein Strudel aus innerer Zerrissenheit und Exzessen.

Imogen Poots und Kristen Stewart

Copyright: Joel C Ryan/Invision/AP/dpa

Stewart und Hauptdarstellerin Imogen Poots (links). (Archivbild)

Erst als sie mit dem Schreiben beginnt, gelingt es ihr allmählich, das furchtbare Trauma ihrer Vergangenheit zu verarbeiten. Eine Geschichte, die einem wirklich an die Nieren geht.

Eher ein langer Trailer als ein Film?

Die künstlerische Umsetzung spaltet allerdings die Gemüter. Wer eine klassische Erzählung erwartet, wird wohl enttäuscht sein. Statt klarer Dialoge gibt es einen Rausch aus assoziativen Bildmontagen, Körper-Aufnahmen und einer nervösen, fast erdrückenden Tonkulisse. Die Gedanken der Autorin flüstert Hauptdarstellerin Imogen Poots aus dem Off.

Das Endergebnis kann viele nicht wirklich überzeugen. So bewundernswert Stewarts Hartnäckigkeit für ihr Projekt auch ist, am Ende fehlt eine klare Linie. Das harte Fazit lautet daher oft: „The Chronology of Water“ wirke wie ein vielversprechender, aber überlanger Werbeclip, der Hoffnungen schürt, diese aber letztlich enttäuscht. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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