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Krieg in MittelerdeDas sind die Streaming-Tipps der Woche

Auch Celeborn (Jamie Campbell Bower) wird Gebrauch von seinem Schwert machen müssen. (Bild: Ben Rothstein/Prime/Amazon MGM Studios)

Copyright: Ben Rothstein/Prime/Amazon MGM Studios

Auch Celeborn (Jamie Campbell Bower) wird Gebrauch von seinem Schwert machen müssen. (Bild: Ben Rothstein/Prime/Amazon MGM Studios)

Die teuerste Serie der Welt geht bei Amazon Prime Video in die dritte Staffel, während Apple TV mit „12 12 12“ eine neue Heist-Serie auf den Markt wirft. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.

Zwei Jahre nach dem Ende von Staffel zwei kehrt Amazon Prime Video mit „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ nach Mittelerde zurück. In Anbetracht der enormen Kosten gilt „Die Ringe der Macht“ bislang nicht unbedingt als Kassenschlager - obwohl die Serie als Produkt weitgehend überzeugt. Mindestens eine Milliarde Dollar, über geplante fünf Staffeln jedoch wohl deutlich mehr, soll sich der Streamer die Serienversion des Tolkien-Stoffes kosten lassen. Das Branchenmagazin „Variety“ und andere Quellen nennen rund 250 Millionen Dollar allein für die globalen TV-Rechte. Hinzu kamen Produktionskosten von um die 465 Millionen Dollar allein für Staffel eins (etwa 58 Millionen pro Folge), was aus Dokumenten der neuseeländischen Regierung hervorgeht. Dort wurde der Serien-Stoff wie schon die beiden Peter-Jackson-Kinotrilogien „Der Herr der Ringe“ (2001 bis 2003) und „Der Hobbit“ (2012 bis 2014) gedreht. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.

„Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ - Prime Video

Wer hat am Ende die Nase vorn? FBI-Agent Jack (Anthony Mackie, links) oder Gauner Paul (Jamie Dornan)? (Bild: Apple )

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Wer hat am Ende die Nase vorn? FBI-Agent Jack (Anthony Mackie, links) oder Gauner Paul (Jamie Dornan)? (Bild: Apple )

Die ersten vier Folgen der dritten Staffel der Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ starten weltweit am MIttwoch, 11. November, bei Prime Video. Die Episoden fünf und sechs schließen sich am Mittwoch, 18. November, an. Das Staffelfinale mit zwei weiteren Folgen erscheint am Mittwoch, 25. November. Die bislang im Wochenrhythmus gesendete Serie wird also in Staffel drei deutlich schneller und binnen zwei Wochen an Mann und Frau gebracht.

Da vor dem Redaktionsschluss keine Folgen zur Verfügung gestellt wurden, kann man über die Qualität von Staffel drei nur aufgrund des Trailers und Hintergrundinformationen spekulieren: Fünf Jahre nach dem Fall von Eregion haben die Armeen von Sauron (Charlie Vickers) weite Teile Mittelerdes überrannt. Als Zufluchtsorte bleiben nur Khazad-dûm, wohin sich die Zwerge tief unter den Berg zurückgezogen haben, sowie die Elbenreiche Lindon und Bruchtal, geschützt durch die drei Ringe. In seinem neuen Turm Barad-dûr in Mordor arbeitet der Dunkle Herrscher an dem Einen Ring. Zwerge, Elben, Menschen und Zauberer müssen sich verbünden, um ihn im Wettlauf gegen die Zeit aufzuhalten.

Der Trailer zeigt Nazgûl-Krieger in schwarzer Rüstung und wachsende Anspannung unter den Elben, zu denen Galadriel (Morfydd Clark), Elrond (Robert Aramayo), Hochkönig Gil-galad (Benjamin Walker) sowie Arondir (Ismael Cruz Córdova) zählen. Bei den Zwergen werden die familiären Bande von Durin IV (Owain Arthur) und Disa (Sophia Nomvete) auf die Probe gestellt. Das Reich Númenor steht indes vor dem Bürgerkrieg. Dort gehören Míriel (Cynthia Addai-Robinson), Elendil (Lloyd Owen) und Isildur (Maxim Baldry) zum Ensemble. Der mittlerweile als junger Gandalf „geoutete“ Fremde (Daniel Weyman) setzt seine Kraft indes im östlichen Rhûn ein.

„12 12 12“ - Apple TV

Der Anführer der ungarischen Revolution Graf Andrássy (Dejan Bućin) fasziniert die österreichische Kaiserin Elisabeth (Devrim Lingnau Islamoğlu) sofort.  (Bild: Sasha Ostrov / Netflix)

Copyright: Sasha Ostrov / Netflix

Der Anführer der ungarischen Revolution Graf Andrássy (Dejan Bućin) fasziniert die österreichische Kaiserin Elisabeth (Devrim Lingnau Islamoğlu) sofort. (Bild: Sasha Ostrov / Netflix)

Eine Diebesbande mit ausgeklügeltem Plan auf der einen Seite - und ein unnachgiebiger Ermittler auf der anderen: Nach diesem Schema erzählt ziehen Heist-Serien ihr Publikum immer wieder in ihren Bann. Weltweite Publikumserfolge wie „Haus des Geldes“ oder die „Ocean's“-Filmreihe sprechen für sich. Nun versucht sich auch Apple an dem Genre und steuert mit „12 12 12“ (ab Freitag, 13. November) eine Heist-Serie mit besonderem Kniff bei.

Hinter der titelgebenden Zahlenkombination verbirgt sich nicht etwa ein Zugangscode zu einem Tresor. Vielmehr beschreibt das Zwölfertrio die drei Perspektiven, aus denen das Apple-Original einen spektakulären Bankraub in Zürich beleuchtet. Eine der parallel erzählten Zeitachsen spielt während der zwölfmonatigen Planung, eine zeigt die zwölf Stunden des Überfalls am Weihnachtstag und eine setzt zwölf Tage nach dem Coup ein. Innerhalb der acht Folgen wechseln die Perspektiven stetig.

So bleibt den Zuschauern der Thrillerserie nichts anderes übrig, als bis zum Schluss dranzubleiben, um der besonderen Verbindung zwischen FBI-Agent Jack Strickland (Anthony Mackie) und Profi-Gauner Paul Galvin (Jamie Dornan) auf den Grund zu gehen. „Er hat mich bestohlen, und ich glaube an Rache“, kündigt Jack Vergeltung für Verstrickungen der Vergangenheit an. „Sobald er einen Fehler macht, werde ich ihm das Handwerk legen.“ Doch Paul ist in „12 12 12“ mit allen Gauner-Wassern gewaschen. Was folgt, ist ein packendes Katz-und-Maus-Spiel, erzählt in acht Episoden.

„Die Kaiserin“ - Netflix

1977 initiiert die junge Judy Heumann (Ruth Madeley) einen Protest gegen US-Behörden. Diese weigern sich, ein Antidiskriminierungsgesetz für Behinderte zu verabschieden. Mit der Hartnäckigkeit von Judys Bewegung haben die Bürokraten aber nicht gerechnet.

 (Bild: Apple )

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1977 initiiert die junge Judy Heumann (Ruth Madeley) einen Protest gegen US-Behörden. Diese weigern sich, ein Antidiskriminierungsgesetz für Behinderte zu verabschieden. Mit der Hartnäckigkeit von Judys Bewegung haben die Bürokraten aber nicht gerechnet. (Bild: Apple )

Die tragische Lebensgeschichte der Kaiserin Elisabeth von Österreich fasziniert auch mehr als 100 Jahre nach ihrem Tod noch: Von 2021 bis 2024 warf RTL mit Dominique Devenport in vier Staffeln der Serie „Sisi“ einen modernen Blick darauf, es folgten die Filme „Corsage“ (2022) und „Sisi & Ich“ (2023) - letzterer erzählte aus der Perspektive einer Zofe. Mit „Die Kaiserin“ geht nun eine einschlägige Netflix-Serie in die finale dritte Staffel. Sechs Folgen sind ab Donnerstag, 12. November, zu sehen.

Nach dem verheerenden Sardinischen Krieg kehrt Kaiser Franz (Philip Froissant) als traumatisierter Mann zurück. Er leidet offensichtlich unter der Schuld, tausende junge Männer in den Tod geführt zu haben. Elisabeth (Devrim Lingnau Islamoğlu) versucht, ihn zu unterstützen, sorgt sich allerdings auch um die Menschen vor Ort: „Ich habe gesehen, wie die Menschen hier im Krieg gelitten haben“, sagt sie: „Ich habe mir angehört, was sie jetzt brauchen.“ Doch ihre Vorschläge verhallen wie so oft ungehört.

Als gesundheitliche Probleme die Kaiserin dann auch noch zu einer Reise in wärmere Regionen zwingt, stellt das die ohnehin schon fragile Ehe weiter auf die Probe. Zumal Elisabeth auf ihrer Reise den intellektuellen und äußert attraktiven Grafen Andrássy (Dejan Bućin) kennenlernt. Franz' Bruder Maximilian (Johannes Nussbaum) bricht derweil mit seiner Frau Marie (Josephine Thiesen) in eine neue Heimat auf ...

„Being Heumann“ - Apple TV

In „Being Heumann“ (ab Freitag, 13. November, Apple TV) greift Oscar-Gewinner Siân Heder ein bewegendes Schicksal nach realem Vorbild auf. 1977 initiiert die junge Judy Heumann (Ruth Madeley) einen Protest gegen US-Behörden. Diese weigern sich, ein Antidiskriminierungsgesetz für Behinderte zu verabschieden. Mit der Hartnäckigkeit von Judys Bewegung haben die Bürokraten aber nicht gerechnet.

Gemeinsam mit anderen Betroffenen organisiert Judy Heumann zunächst eine Protestaktion vor einem Regierungsgebäude. Wenig später beschlißen hunderte von ihnen die Büros über einen langen Zeitraum hinweg zu besetzen, um zusätzlichen Druck auf den amtierenden Gesundheits-, Bildungs- und Wohlfahrtsminister Joseph A. Califano Jr. (Mark Ruffalo) auszuüben.

„Being Heumann“ basiert auf den Memoiren „Being Heumann: An Unrepentant Memoir of a Disability Rights Activist“ von Judith Heumann, die eine bedeutende US-amerikanische Aktivistin für Behindertenrechte war. Im März 2023 starb Judith Heumann im Alter von 75 Jahren in Washington D.C. (tsch)