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„Volle Kanne“-Moderator Ingo Nommsen „Wie Atze Schröder mein Leben veränderte“

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Seit 18 Jahren ist Ingo Nommsen bei „Volle Kanne“ am Vormittag am Start, hat für die Sendung über 3000 Interviews geführt.

Düsseldorf – Seine Morning-Show „Volle Kanne“ wird dieses Jahr 20, er selbst ist seit 18 Jahren dabei, hat in der Zeit 3000 Interviews geführt und ist mit seinem neuen Buch „Erfolgsmenschen“ über Promis, die er traf, in den Bestsellerlisten gelandet.

Viele Gründe zum Feiern für den smarten Junggesellen Ingo Nommsen (48), der immer noch zwischen München und Düsseldorf pendelt – viele Gründe aber auch für ein langes Interview.

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Reporter Horst Stellmacher und Ingo Nommsen. 

18 Jahre Moderator der Morning-Show „Volle Kanne“. Wie haben sich in dieser Zeit die Promis geändert?
Ingo Nommsen:
Die Professionalität hat zugenommen, immer mehr Promis wissen, worauf es im Gespräch ankommt, bei welchen Themen sie punkten, welche sie lieber lassen. Dabei sind die meisten offener als früher – eine Folge von Facebook, Twitter oder Instagram. Viele lassen sich da von der eigenen Kamera fast überall hin begleiten.

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Gab es bei Ihren Gesprächen mal böse Überraschungen?
Selten. Wir haben noch nie ein Gespräch in den Giftschrank schließen müssen. Wenn einer auf Krawall gebürstet ist oder keine Lust haben sollte, zerlegt er sich schnell selber. Andererseits muss ich manchmal Gäste vor sich selbst schützen, weil im Zeitalter der sozialen Medien jeder glaubt, alles erzählen zu müssen.

Sie haben das Buch „Erfolgsmenschen“ über Ihre schönsten Promi-Begegnungen veröffentlicht. Wonach haben Sie die Protagonisten ausgesucht?
Es ist eine Auswahl meiner Lieblingsgäste, von denen mich viele durch mein Leben begleitet haben. So war ich z.B. als Teenie in Kim Wilde verliebt, die Karriere von The BossHoss haben wir bei „Volle Kanne“ von Anfang an begleitet, und Deutschlands bester Parodist, Max Giermann, hat mich bei Switch parodiert.

Hatte die Arbeit am Buch auch Überraschungen für Sie parat?
Ja, eine hat sogar mein Leben verändert. Ich bin durch Atze Schröder zum Meditieren gekommen.

In Ihren Sendungen greifen Sie gern mal zur Gitarre – haben Sie mal davon geträumt, Musiker zu sein?
Mit 15 war mein größter Traum, Rockstar zu werden. Ich lebte in Hannover, liebte die Scorpions, die ja auch aus Hannover kommen, hatte Gitarrenunterricht beim Gitarristen der Kult-Metal-Band Accept. Ich habe für mein Ziel mindestens fünf Stunden am Tag geübt.

Aber alles kam anders…
Als Schüler übernahm ich Schauspiel- und Sprecher-Jobs, dann machte ich ein Volontariat beim Radio, währenddessen bekam ich eine Jugend-Talkshow bei RTL…

… plötzlich waren Sie dabei…
Ja. Als ich danach mein Studium begann, finanzierte ich das mit Moderieren und Schauspiel. Nach dem Diplom ging ich zum ZDF. Musik wurde immer mehr zum Hobby, blieb aber Leidenschaft.

Sie selbst sind in den letzten Jahren auch als Comedian aufgetreten. Warum?
Ich wollte wissen, wie es ist, wenn man mit dem klaren Auftrag, lustig zu sein, auf die Bühne geht. Es war für mich eine Herausforderung, in vielen kleinen Mix-Shows oder auch auf Bühnen wie dem Quatsch-Comedy-Club in Berlin aufzutreten. Es war ein Sprung ins Ungewisse, ich wollte ihn mal wagen. Hat mir aber Spaß gemacht.

Gefährlich – die Zuschauer erwarten viel, wenn man schon einen Namen hat?
Ja, stimmt! Wenn ich mit „Jetzt kommt der Mann aus dem Fernsehen!“ angekündigt wurde, dachten viele: „Fernseh-Fuzzi, zeig’ uns was!“. Deutlich entspannter wurde es, als es hieß: „Jetzt kommt der Ingo aus Düsseldorf – und der erzählt euch was.“

Werden Sie weiter als Comedian auf die Bühne gehen?
Lust darauf habe ich schon. Vor allem, weil es mir selber so viel Laune gemacht hat. Aber es soll dann auf jeden Fall ein Spaß-Projekt bleiben.

18 Jahre bei einer Sendung, das ist schon ein Sonderfall. Noch berufliche Träume?
Ich bin dankbar dafür, in meinem Traumjob arbeiten zu können und gleichzeitig andere Träume umsetzen zu können – wie jetzt das Buch. Was wir im Fernsehen machen, ist ja schnelle Befriedigung. Wir bereiten vor, machen die Live-Sendung und sitzen schon an der nächsten Ausgabe. Schreiben ist für mich was ganz anderes. Ein Jahr saß ich an dem Buch. Als ich es gedruckt und gebunden in der Hand hielt, war das ein wunderbares Gefühl. So hatte ich das noch nie erlebt.

Sind Sie beruflich zufrieden?
Wenn ich mich mit dem Menschen vergleiche, der ich mit 17 war und dem ein Berufsberater sagte, ich könne mir meinen Wunsch abschminken, Moderator zu werden, weil das alle werden wollen – dann würde ich sagen, ich bin gut in der Spur.

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Ingo Nommsen ist oft mit dem Koffer unterwegs. Er pendelt zwischen Düsseldorf und München, sein Herz hängt an beiden Städten.

Seit 18 Jahren Reisender zwischen München und Rheinland: Schon mal dran gedacht, hier ganz sesshaft zu werden?
Im Prinzip bin ich hier längst sesshaft und am Rhein genauso gern wie an der Isar. Ich mag die Menschen im Rheinland, die mich sehr herzlich empfangen haben. Wie die Münchener haben sie das Herz am rechten Fleck. Ich genieße, dass es hier eine unglaubliche Fülle von kulturellen Angeboten gibt. Das Rheinland liegt fantastisch – mittendrin, toller Ausgangspunkt für Wochenenden in Holland oder Belgien. Das hat für mich viel Lebensqualität, so schnell will ich hier nicht wieder weg.

Was macht denn Erfolg aus?

Ingo Nommsen (geboren am 7. Februar 1971 in Nürnberg) studierte in München Diplom-Journalismus. Er lebt in München und Düsseldorf. 

Von 2009 bis 2015 war er mit TV-Moderatorin Mara Bergmann (36), dann bis Ende August 2017 mit dem Model Sarah Knappik (32) liiert.

Der Untertitel seines aktuellen Buches „Erfolgsmenschen“ lautet: „Was ich von meinen prominenten Gästen gelernt habe“.

Was denn genau? Ingo Nommsen: „Dass Erfolg etwas sehr Individuelles und unabhängig von anderen ist. Es wird immer einen Menschen geben, der „mehr“ hat – ganz gleich ob mehr Geld, mehr Ruhm oder mehr Status. Mir wurde auch wieder klar, dass es kein Patentrezept für einen erfolgreichen Lebensweg gibt.“  

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