Ilka Bessin über Selbstliebe und ihr Rezept für miese Tage.
„Mach' aus Scheiße Bonbons“Ilka Bessin über Selbstliebe und den wichtigsten Satz ihres Vaters

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Schlechte Tage gehören für die Erfinderin der Kunstfigur Cindy aus Marzahn dazu. (Archivbild)
Selbstakzeptanz ist mehr als nur Wohlfühl-Gerede. Das macht Komikerin Ilka Bessin (54) jetzt deutlich. „Manchmal brauche ich auch eine Pause von mir“, verrät sie im Gespräch mit der „Gala“.
Für die Schöpferin der Kultfigur Cindy aus Marzahn ist klar: „Für mich bedeutet Selbstliebe nicht, sich ständig großartig zu finden. Sondern anzunehmen, was gerade ist.“ Miese Tage sind für sie einfach Teil des Lebens.
Bessins Geheimrezept: Eis, Tränen und viel Schlaf
Obwohl sie laut eigener Aussage täglich zweimal mit ihrer Mama spricht, behält sie vieles für sich. „Ich möchte meine schlechten Gefühle nicht anderen aufladen“, stellt Bessin klar. Solche Launen würden kommen und wieder verschwinden.
Was ihr in diesen Phasen hilft? Ihr simples Rezept: „Schlafen, Weinen – und manchmal einfach ein leckeres Eis oder ein Stück Karottenkuchen.“
„Habe mich früher ständig hinterfragt“
Die Entertainerin, die in Luckenwalde in der ehemaligen DDR zur Welt kam, kennt auch schwere Zeiten. Immer wieder wurde ihr von Leuten eingeredet, sie sei für bestimmte Dinge nicht geeignet – wegen ihres Akzents, ihrer Figur oder weil sie eine Frau ist. „Ich habe mich früher ständig hinterfragt. Wirklich ständig“, so Bessin.
Der Tod ihres Vaters, der nun sieben Jahre her ist, war ein Wendepunkt. Da wurde ihr bewusst, dass sie sich auf das konzentrieren muss, was ihr Spaß bereitet. Von ihm hat sie ein Lebensmotto übernommen: „Mach' aus Scheiße Bonbons“, zitiert sie ihn. „Und genau so sehe ich das auch.“ (dpa/red)
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