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„House of the Dragon“Darauf können sich Fans bei Staffel 4 freuen

Am Ziel? Königin Rhaenyra (Emma D'Arcy) hält endlich die Krone ihres Vaters in den Händen. (Bild: HBO MAX)

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Am Ziel? Königin Rhaenyra (Emma D'Arcy) hält endlich die Krone ihres Vaters in den Händen. (Bild: HBO MAX)

Staffel drei von „House of the Dragon“ ist vorbei - doch das große Finale steht erst noch bevor. Stars und Macher verraten, was die Fans der Fantasy-Epos in Staffel vier erwartet - zumindest andeutungsweise.

Nach drei Staffeln ist der Kampf um den Eisernen Thron endgültig an einem Punkt angekommen, an dem es kaum noch ein Zurück gibt. Rhaenyra hat bekommen, wofür sie jahrelang gekämpft hat, Aegon hat beinahe alles verloren - und ausgerechnet dadurch haben sich die beiden Rivalen in völlig unterschiedliche Richtungen entwickelt. Doch wer glaubt, „House of the Dragon“ habe damit seinen Höhepunkt erreicht, dürfte sich täuschen. Die vierte Staffel wird gleichzeitig die letzte sein - und sie soll nach dem Willen der Macher noch einmal alles übertreffen.

„So verrückt und groß Staffel drei war, ich glaube, Staffel vier wird noch größer“, verriet Showrunner Ryan Condal gegenüber teleschau. Er macht schon jetzt ein ziemlich konkretes Versprechen: „Es kommen neue Figuren, neue Drachen und neue Schauplätze.“ Für ihn soll die finale Staffel vor allem eines werden: „Ein sehr würdiger Abschluss“.

Dabei steht längst nicht mehr nur die Frage im Raum, wer am Ende auf dem Eisernen Thron sitzen wird. Staffel drei hat die Machtverhältnisse auf überraschende Weise verschoben. Aegon musste den Thron verlassen und unter gewöhnlichen Menschen leben. Genau dadurch sei er laut Condal zu einem „vielschichtigeren Mann“ geworden - möglicherweise sogar zu jemandem, der inzwischen besser zum Regieren geeignet wäre.

Rhaenyra dagegen hat endlich erreicht, wonach sie so lange gestrebt hat. Doch genau die Macht, für die sie gekämpft hat, verändert sie. Emma D'Arcy sieht ihre Figur am Ende der dritten Staffel an einem Punkt, von dem eine Rückkehr immer schwieriger wird. Besonders Helaenas Tod habe Rhaenyra endgültig auf ihren eingeschlagenen Weg gebracht. „Danach gibt es für sie eigentlich keinen Weg mehr zurück zu einer gemäßigteren Form von Führung“, erklärt D'Arcy.

„Und dann kommen die Männer dazu und machen alles kaputt“

Ryan Condal ist Showrunner bei „House of the Dragon“. (Bild: 2024 Getty Images/Kate Green)

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Ryan Condal ist Showrunner bei „House of the Dragon“. (Bild: 2024 Getty Images/Kate Green)

Nach inzwischen fünf gemeinsamen Jahren hat Rhaenyra allerdings auch bei D'Arcy selbst Spuren hinterlassen. „Ich bewundere, dass Rhaenyra weiß, was sie will“, erzählt der Star gegenüber teleschau. Vor allem ihre Fähigkeit, bei schwierigen Problemen nicht nur in Schwarz und Weiß zu denken, habe D'Arcy beeindruckt.

Auch etwas mehr Vertrauen in die eigenen Instinkte habe die Rolle mit sich gebracht. „Darin steckt für mich durchaus eine positive Lektion: sich selbst vertrauen zu können und zu seinen Instinkten zu stehen.“ Und dann fügt D'Arcy lachend hinzu: „Durchhaltevermögen vielleicht. Wobei das meiner Erfahrung nach auch einfach bedeutet, in die 30er zu kommen.“

Damit hat sich die Geschichte erstaunlich weit von dem Punkt entfernt, an dem sie einmal begann. Als Olivia Cooke während der Pandemie für die Serie vorsprach, wusste sie zunächst nicht einmal, dass es sich um das „Game of Thrones“-Prequel handelte. Erst ein Gespräch mit den damaligen Showrunnern habe ihr gezeigt, welche Geschichte tatsächlich im Zentrum stehen sollte: die von zwei Frauen, die lange eng miteinander verbunden waren und durch Politik und Macht auseinandergerissen werden.

Genau das habe sie damals überzeugt. Im Kern sei es die Geschichte einer ersten besten Freundin, „dieser unglaublich intensiven Liebe“, erinnerte sich Cooke im Gespräch. Und dann, scherzte sie, „kommen die Männer dazu und machen alles kaputt“.

Emma D'Arcy hielt Projekt für „irgendeinen 'Game of Thrones'-Abklatsch“

Auch D'Arcy hätte damals kaum ahnen können, wohin diese Reise führen würde. Als die erste geheime Casting-Anfrage kam, hielt D'Arcy das Projekt zunächst für „irgendeinen 'Game of Thrones'-Abklatsch“. Die ersten Aufnahmen entstanden innerhalb von gerade einmal 20 Minuten. Danach folgten immer neue Casting-Runden - inklusive eines selbst gebastelten Targaryen-Haarteils aus alten Extensions. Nach einem sechsstündigen Vorsprechen hieß es zunächst sogar, die Rolle werde vermutlich an jemand anderen gehen. Wenige Tage später kam doch die Zusage.

Heute, mehrere Jahre später, steuern genau diese Figuren auf ihr endgültiges Ende zu. Und das dürfte kaum friedlich werden. Condal beschreibt „House of the Dragon“ nicht als klassische Heldengeschichte, sondern als „griechische oder Shakespeare'sche Tragödie“: eine mächtige Familie, die sich durch Ego, Stolz und ihren Hunger nach Macht selbst zerstört.

Das Ende kennt der Showrunner längst. Verraten will er es natürlich nicht. Nur so viel: Die Möglichkeit, selbst bestimmen zu dürfen, wann und wie eine der größten Serien der Welt endet, sei „ein großes Privileg“. Nach Staffel drei brauchte Condal allerdings erst einmal Abstand von Westeros. „Ich habe tatsächlich Urlaub gemacht“, erzählt er lachend. „Das war dringend nötig.“

Danach geht es ein letztes Mal zurück nach Westeros. Und eines steht bereits fest: Für Rhaenyra, Aegon und die Targaryens wird es nicht einfach darum gehen, wer den Kampf um den Eisernen Thron gewinnt - sondern was von dieser Familie überhaupt noch übrig bleibt, wenn er vorbei ist. (tsch)

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