Als Ausbilder machte er Maverick fit fürs Cockpit und raste durchs „Alien“-Universum. Nun verstarb Tom Skerritt mit 93.
Hollywood trauert um „Viper“Tom Skerritt, der Fluglehrer von Tom Cruise, ist tot

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Tom Skeritt ist im Alter von 93 Jahren verstorben.
Aus dem US-amerikanischen Seattle erreicht die Filmwelt eine bittere Botschaft: Mit 93 Jahren ist Tom Skerritt verstorben. Kinogängern weltweit wird der Darsteller ewig als jener Lehrmeister im Gedächtnis bleiben, bei dem Maverick seine Flugkünste perfektionierte.
Sein Schaffen umfasste allerdings weitaus mehr Facetten. So flüchtete er etwa als Kommandant einer Raumschiff-Besatzung vor einem tödlichen Außerirdischen. Zu einem späteren Zeitpunkt verkörperte der Mime außerdem einen Provinz-Gesetzeshüter, wofür er prompt eine hochkarätige Auszeichnung einheimste. Die gesamte Traumfabrik verneigt sich nun zum letzten Gruß.
Bewegende Worte der Angehörigen
Ganz besonders hat sich sein Mitwirken in dem 1986 erschienenen Action-Streifen „Top Gun“ ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Damals schlüpfte Skerritt in die Uniform von Commander Mike „Viper“ Metcalf. Dieser leitete in Miramar die legendäre Kampfpiloten-Akademie und kümmerte sich als oberster Trainer intensiv um den rebellischen Nachwuchsflieger Pete „Maverick“ Mitchell, verkörpert durch Tom Cruise (64). Genau dieser Part machte den Charakterdarsteller zu einem absolut unverwechselbaren Gesicht des Blockbusters. Das berichtet „bild.de“.
Bereits am Mittwoch, dem 21. Oktober, ist die Leinwand-Legende friedlich und auf natürliche Weise eingeschlafen. Laut einem Bericht des US-Magazins TMZ haben die Hinterbliebenen das Ableben des Künstlers inzwischen offiziell bekannt gegeben. Bei den Verwandten sitzt der Schmerz unfassbar tief. „Wir sind untröstlich über seinen Verlust“, heißt es in dem veröffentlichten Schreiben.
Anschließend gewähren die Angehörigen einen intimen Einblick in das wahre Wesen des berühmten Mannes: „Während die Welt Tom durch seine bemerkenswerte Schauspielkarriere kannte, kannten wir ihn für seinen Humor, seine Neugier, seine Weisheit, seine Großzügigkeit und die Liebe, die er in unser Leben brachte.“
Wofür schlug sein Herz abseits des Scheinwerferlichts? Den Schilderungen seiner Liebsten zufolge faszinierten ihn vorrangig schöpferische Ideen, Vorstellungskraft sowie die Kunst des Geschichtenerzählens. Daneben engagierte sich der Verstorbene jedoch leidenschaftlich für weitere Herzensangelegenheiten: Er liebte die Umwelt, unterstützte ehemalige Soldaten und half Mitmenschen tatkräftig dabei, ihr eigenes sprachliches Ausdrucksvermögen zu entdecken.
Vom Kriegschirurgen bis zum Emmy-Sheriff
Über sechzig Jahre hinweg wirkte Skerritt in unterschiedlichsten Produktionen mit. Den entscheidenden Durchbruch feierte der Darsteller schließlich 1970. Unter der Regie von Robert Altman verkörperte er damals innerhalb der bissigen Militär-Groteske „MAS*H“ die Figur des Duke Forrest. Dieser Armee-Mediziner zeigte sich zwar äußerst rebellisch, verstand sein Handwerk am Operationstisch allerdings meisterhaft. Neun Jahre später glückte dem Mimen dann gleich der nächste gigantische Coup: Für Ridley Scotts Weltraum-Thriller „Alien“ schlüpfte er in die Haut von Dallas, der das Frachtschiff Nostromo kommandierte.
Im Jahr 1986 folgte schließlich „Top Gun“ – und damit jene Paraderolle, welche das Publikum bis in die Gegenwart unmittelbar mit seinem Namen verknüpft. Ausgestattet mit cooler Pilotenbrille sowie Lederjacke agierte er inmitten dröhnender Düsenjäger als routinierter Instruktor Viper. Dabei verlangte er dem ungestümen Hitzkopf Maverick längst nicht bloß über den Wolken alles ab. Doch auch im TV-Geschäft verbuchte der Charakterkopf gewaltige Erfolge. Innerhalb der Produktion „Picket Fences“ mimte er den Sheriff Jimmy Brock, welcher in einem beschaulichen Ort ständig mit extrem kuriosen Kriminalfällen konfrontiert wurde. Diese Darbietung bescherte Skerritt 1993 nicht nur den begehrten Emmy als herausragender Drama-Hauptdarsteller, sondern zwölf Monate darauf noch eine weitere Berücksichtigung auf der Kandidatenliste.
Übrigens waren dem gebürtigen Detroiter militärische Abläufe keineswegs nur durch Filmrollen vertraut. Ehe sein kometenhafter Aufstieg im Showbusiness überhaupt begann, absolvierte er nämlich höchstpersönlich seinen Dienst bei den amerikanischen Luftstreitkräften der US Air Force. Aus genau dieser eigenen Erfahrung heraus machte er sich in späteren Lebensjahren immer wieder für Kriegsveteranen stark. (red)
