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Oscargekröntes Meisterwerk im Free-TV100-Millionen-Dollar-Film über „Vater der Atombombe“

Ein Genie, das nicht weniger als das Schicksal der Menschheit in der Hand hält: der Physiker J. Robert Oppenheimer (Cillian Murphy). (Bild: 2023 Universal Studios)

Copyright: 2023 Universal Studios

Ein Genie, das nicht weniger als das Schicksal der Menschheit in der Hand hält: der Physiker J. Robert Oppenheimer (Cillian Murphy). (Bild: 2023 Universal Studios)

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„Oppenheimer“ erzählt die Geschichte des „Vaters der Atombombe“, dessen bahnbrechender Erfolg zu seinem größten Fluch wurde. Das mehrfach mit dem Oscar prämierte Drama läuft nun als Free-TV-Premiere zur besten Sendezeit auf ProSieben.

Die zwei wichtigsten Männer in Los Alamos: Für die militärische Leitung ist Leslie R. Groves (Matt Damon, links) zuständig, für die Entwicklung der Bombe federführend J. Robert Oppenheimer. (Bild: 2023 Universal Studios)

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Die zwei wichtigsten Männer in Los Alamos: Für die militärische Leitung ist Leslie R. Groves (Matt Damon, links) zuständig, für die Entwicklung der Bombe federführend J. Robert Oppenheimer. (Bild: 2023 Universal Studios)

Christopher Nolans „Oppenheimer“ erzählt die Lebensgeschichte des theoretischen Physikers Julius Robert Oppenheimer (Cillian Murphy), der in den 1940er-Jahren das Manhattan-Projekt leitete - das geheime Atombomben-Programm der USA. Die vermeintliche Wunderwaffe sollte den Zweiten Weltkrieg zugunsten der Alliierten entscheiden. Oppenheimers Erfolg als „Vater der Atombombe“ wurde zu seinem größten Fluch: Als der geniale Wissenschaftler sah, was seine Forschung in den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki anrichtete, sprach er sich gegen weitere Einsätze und ein nukleares Wettrüsten aus.

Kitty Oppenheimer (Emily Blunt) war selbst Wissenschaftlerin, Biologin und Botanikerin. Sie begegnet ihrem Mann (Cillian Murphy) auf intelektueller Augenhöhe. (Bild: 2023 Universal Studios)

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Kitty Oppenheimer (Emily Blunt) war selbst Wissenschaftlerin, Biologin und Botanikerin. Sie begegnet ihrem Mann (Cillian Murphy) auf intelektueller Augenhöhe. (Bild: 2023 Universal Studios)

Der dreistündige Biopic, das SAT.1 am 3. Oktober um 20.15 Uhr wiederholt, stützt sich vor allem auf die Oppenheimer-Biografie „American Prometheus“ von Kai Bird und Martin J. Sherwin. Mit Cillian Murphy in der oscargekrönten Titelrolle ist das größtenteils in Schwarz-Weiß gedrehte Drama auch in den Nebenrollen unter anderem mit Matt Damon, Emily Blunt, Robert Downey Jr., Kenneth Branagh, Florence Pugh und Matthias Schweighöfer hochgradig prominent besetzt.

Trotz historischer Tatsachen setzt Christopher Nolan seinen einzigartigen Stil durch

Cillian Murphy ist die perfekte Besetzung für den theoretischen Physiker J. Robert Oppenheimer, der als „Vater der Atombombe“ in die Geschichte einging. (Bild: 2023 Universal Studios)

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Cillian Murphy ist die perfekte Besetzung für den theoretischen Physiker J. Robert Oppenheimer, der als „Vater der Atombombe“ in die Geschichte einging. (Bild: 2023 Universal Studios)

Christopher Nolan liefert mit seinem zwölften Spielfilm, dem als Psychothriller erzählten Biopic „Oppenheimer“, einen weiteren Beweis dafür, dass Anspruch und Blockbuster-Kino kein Widerspruch sein müssen. (Bild: 2023 Universal Studios)

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Christopher Nolan liefert mit seinem zwölften Spielfilm, dem als Psychothriller erzählten Biopic „Oppenheimer“, einen weiteren Beweis dafür, dass Anspruch und Blockbuster-Kino kein Widerspruch sein müssen. (Bild: 2023 Universal Studios)

Der Aufwand lohnte sich - auch der finanzielle: „Oppenheimer“ kostete in der Produktion rund 100 Millionen US-Dollar. Weltweite Einnahmen von mehr als 975 Millionen US-Dollar machten das Drama zum zwischenzeitlich erfolgreichsten Biopic aller Zeiten (mittlerweile nimmt „Michael“ den Spitzenplatz ein. Bei den Oscars zeigte sich die Strahlkraft des Meisterwerks in voller Größe: Mit 13 Nominierungen ins Rennen gegangen, konnte „Oppenheimer“ schließlich sieben Trophäen für sich verbuchen - Gipfel ein Triumph.

Schon in „Memento“ bis hin zu „Inception“ spielte der Nolan gerne mit den Grenzen des filmischen Erzählens. Für sein bislang wohl anspruchsvollstes Projekt ist er zwangsläufig an historische Zwänge gebunden. Seine eigene Handschrift bleibt dennoch klar erkennbar: Nolan teilt den Film in drei wechselnde, miteinander verwobene Erzählstränge ein.

Insgesamt will die Mischung aus Kriegsdrama und Biopic 45 Jahre abdecken, im Fokus steht aber dieses eine Projekt in der Wüste New Mexicos, das die Welt für immer verändern sollte (Stichwort „Atomzeitalter“). Die tödlichste Waffe aller Zeiten bauen, um für Frieden zu sorgen: Oppenheimer wusste um die Bedeutung seiner Arbeit und um die großen Gefahren, die damit einhergingen. Und ihm war nicht immer wohl dabei. In einem Interview bezeichnete er sich selbst einmal als „Zerstörer der Welten“. Und im Film sinniert er: „Ich weiß nicht, ob man uns eine solche Waffe anvertrauen kann. Aber wir haben keine Wahl.“ (tsch)