Mit der Geschichte von Box-Trainer Frankie und der kämpferischen Maggie hat Clint Eastwood 2004 ein Meisterwerk geschaffen. Das sah bei „Million Dollar Baby“ auch die Oscar-Jury so ...
Heute im Free TVMit diesem Oscar-Meisterwerk gelang Clint Eastwood einer der schönsten Boxfilme

Copyright: ZDF / Merie W. Wallace
Nach seiner anfänglichen Skepsis feiert Frank (Clint Eastwood) mit Maggie (Hilary Swank) die ersten Erfolge. Mit „Million Dollar Baby“ (5. September, 20.15 Uhr, ZDFNeo) gelang Regisseur Eastwood ein Meisterwerk. (Bild: ZDF / Merie W. Wallace)

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Für seine Rolle als Eddie erhielt Morgan Freeman den lang ersehnten Oscar. Außerdem ist der Hollywood-Tausendsassa der Erzähler des Dramas. (Bild: ZDF / Merie W. Wallace)

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Eddie, (Morgan Freeman, links), auch als Scrap bekannt, setzt sich für Maggie ein. Sie verfolgt den gleichen Traum wie er früher. Doch der hartnäckige Frankie (Clint Eastwood) ist schwer zu überzeugen. (Bild: ZDF / Merie W. Wallace)

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Frank Dunn (Clint Eastwood) weigert sich zunächst, die ambitionierte Boxerin Maggie (Hilary Swank) zu trainieren. (Bild: ZDF / Merie W. Wallace)
Clint Eastwoods Regie-Künste lassen unter Kritikern immer wieder aufhorchen. Zuletzt wurde 2024 das Justiz-Drama „Juror #2“ von der Kritik gelobt, die positiven Reaktionen waren jedoch kein Vergleich zu „Million Dollar Baby“ von 2004. Das vierfach Oscar-prämierte Drama lässt zwei Arten von Menschen aufeinandertreffen: Die einen haben Ziele, die anderen keine. Eastwoods Film, der nun bei ZDFNeo wiederholt wird (5. September, 20.15 Uhr), ist eines der besten Dramen der Nullerjahre. Tiefgründig, emotional überwältigend und vor allem: ehrlich.

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Frankie (Clint Eastwood) macht Maggie (Hilary Swank) fit für ihre Boxkämpfe. Der Trainer ist zunehmend begeistert von ihrem Talent. (Bild: ZDF / Merie W. Wallace)

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Unbeirrbar: Maggie (Hilary Swank) hält an ihrem Ziel fest. Frank (Clint Eastwood) unterstützt sie dabei. (Bild: ZDF / Merie W. Wallace)
Hier ist das Boxen keineswegs eine durchschaubare Metapher wie einst bei „Rocky“, sondern der Katalysator einer besonderen Beziehung. Frankie Dunn (Eastwood) verfügt als Box-Trainer und -Manager über außergewöhnliche Fähigkeiten, doch folgt er stets dem Prinzip, seine Schüler keine Risiken eingehen zu lassen. Eines Tages steht Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) in seinen Trainingsräumen und hat sich in den Kopf gesetzt, als Boxerin Erfolg zu haben. Von der anfänglichen Ablehnung lässt sich Maggie nicht beirren, stattdessen demonstriert sie ihren Willen.
Morgan Freeman ist für die Emotionen zuständig

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Eigentlich ist die mittellose Kellnerin Maggie (Hilary Swank) schon zu alt für eine Karriere als professionelle Boxerin. Doch sie kämpft für ihren Traum. (Bild: ZDF / Merie W. Wallace)

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Shawrelle Berry (Anthony Mackie) beobachtet die Situation mit Argwohn. (Bild: ZDF / Merie W. Wallace)
Für ihre eindringliche Darstellung der ehrgeizigen Boxerin wurde Hilary Swank mit einem Oscar belohnt. Doch nicht nur die Hauptcharaktere, auch der Erzähler der Geschichte sorgt für emotionale Eingebundenheit des Zuschauers. Es ist eine wunderbare Rolle für Morgan Freeman, für die der Schauspieler den längst überfälligen Oscar bekam. Er spielt Freddie, den einzigen Vertrauten und Freund von Frankie Dunn. Seine Geschichte ist nur eine von vielen, die in gut zwei Stunden am Rande erzählt werden. Doch aus all diesen kleinen Episoden entwickelt sich am Ende ein faszinierendes Charakterporträt von Menschen mit Stil. (tsch)
