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„Von wem ist das denn?"Grönemeyer erkennt eigenen Song im Radio nicht wieder

Herbert Grönemeyer

Copyright: Christoph Soeder/dpa

Grönemeyer arbeitet momentan an einer neuen Platte. (Archivbild)

Zum runden Geburtstag nimmt die Musik-Legende kein Blatt vor den Mund. Es geht ums Altern, die Politik und eine Überraschung.

Grönemeyer wird 70 und redet Klartext: „Gefährlich“ – scharfe Kritik an der CDU. Deutschlands Musik-Ikone Herbert Grönemeyer feiert seinen 70. Geburtstag. Gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“ packt er aus – über das Leben, das Älterwerden und die politische Lage. Er spüre, wie ihm das Gehirn „andere Gedanken reinspült“. Man betrete das „dritte Drittel und da kann alles passieren“.

An Rente denkt er aber noch lange nicht. Ein neues Album ist für Ende des Jahres oder Anfang 2027 in Arbeit, gefolgt von einem ganz besonderen Projekt: einer Oper. „Ich habe einen sehr schönen, sehr traurigen Stoff“, enthüllt der Künstler. Zudem kehrt er im kommenden Jahr als Dirigent zurück.

Grönemeyers ehrliche Worte zum Altern

Der Schöpfer von Klassikern wie „Männer“ und „Bochum“ gesteht, dass das Älterwerden seine Tücken hat. Vor Auftritten plagt ihn das Lampenfieber. Er stellt sich die Fragen: „Ist man noch attraktiv? Hält die Stimme?“. Vor allem das Altern vor den Augen der Öffentlichkeit sei eine Herausforderung. „Optisch zu altern ist generell nicht das Allereinfachste, aber in meinem Falle altert man eben auch öffentlich. Das ist für die eigene Eitelkeit und das Selbstverständnis natürlich ein Prozess, an den man sich gewöhnen muss.“

Er teilt auch eine witzige Anekdote: Seinen Titel „Ich geb' nichts mehr“ erkannte er selbst im Radio zunächst nicht. „Ich dachte, von wem ist das denn? Bis mir irgendwann auffiel, das ist von mir“, erzählt Grönemeyer. Sein Fazit dazu: „Man kann schon mal danebenhauen, das macht nichts.“

Herbert Grönemeyer

Copyright: Annette Riedl/dpa

Herbert Grönemeyer wird 70. (Archivbild)

Harte Kritik an der Politik: Grönemeyer fordert Wandel

Bekannt ist Grönemeyer ebenso für sein soziales Engagement. Die derzeitige politische Situation macht ihm zu schaffen. Er bemängelt, dass linksliberale Kräfte ihre Ausdrucksweise eingebüßt hätten und die arbeitende Schicht sich nicht mehr vertreten sehe. Seine Analyse, wie die dpa berichtet: „Da sind die Rechten oder Populisten reingegrätscht“.

Als besonders bedenklich stuft er ein, „dass auch die CDU anfängt, nach rechts zu schielen“. Das oberste Ziel müsse es sein, die Gesellschaft zu einen. Grönemeyer verlangt eine „Renovierung der Demokratie“, weil sich viele Menschen von der Politik im Stich gelassen fühlten.

Über Friedrich Merz äußert er sich unmissverständlich: „Noch hat er für mich eine gewisse Bewährungsfrist.“ Mit der Diskussion um die Brandmauer gegenüber der AfD habe Merz einen „gravierenden Fehler“ begangen. Er müsse jetzt beweisen, ob er die rechtskonservativen Strömungen in seiner Partei im Griff behalten kann.

Grönemeyers Idee: So will er Armut bekämpfen

Grönemeyer belässt es nicht bei Warnungen, sondern liefert konkrete Ideen. „Warum gibt es zum Beispiel keine Vermögensteuer mehr?“, stellt er in den Raum und regt an, diese zweckgebunden gegen Armut zu verwenden. Darüber hinaus bringt er einen „Bürgerfonds“ ins Spiel, in den vermögende Personen wie er selbst einzahlen würden.

Herbert Grönemeyer

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Nächstes Jahr geht Grönemeyer erneut auf große Tour. (Archivbild)

Das bloße Alarmieren vor der rechten Gefahr kritisiert er scharf: „Alle schreien immer: Huhuhu, die Rechten kommen! (...) Aber wo sind denn die Stimmen, die sagen: Wer sind wir? Was wollen wir?“ Ein Gemeinwesen benötige Visionen, Dialog und Teilhabe, meint der Künstler. Ein eigenes politisches Amt strebt er jedoch nicht an. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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