Beim Auftritt auf der Landesgartenschau in Ellwangen war nach knapp 20 Minuten Schluss. Helge Schneider störten Zwischenrufe und Rückkopplungen. Doch der Abend konnte noch gerettet werden.
„Ich habe keine Lust mehr“Nach 20 Minuten geht Helge Schneider plötzlich von der Bühne

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Helge Schneider (hier Mitte August im Burgtheater Disnslaken) verließ in Ellwangen zeitweise die Bühne.
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Er trinkt einen Pfefferminztee, stimmt das erste Lied an, dann ist er weg: Helge Schneider verlässt in Ellwangen die Bühne. Erst als das Publikum still ist, kehrt der Musiker mit der Band zurück.
Ein geplanter zweieinhalbstündiger Abend auf der Landesgartenschau gerät in Ellwangen kurz nach dem Start ins Wanken. Rufe aus dem Publikum und technische Probleme bringen Helge Schneiders Auftritt früh aus dem Takt. Nach Angaben der „Schwäbischen Zeitung“ rufen Zuschauer aus den hinteren Reihen „Lauter!“. Dazu kommen Rückkopplungen aus der Tonanlage.
„Ich habe keine Lust mehr“
Schneider reagiert: „Eigentlich möchte ich jetzt weiterfahren und auf die Gage verzichten. Ich habe keine Lust mehr.“ Dann verlässt er gemeinsam mit seiner Band die Bühne.
Das Publikum bleibt vorerst ratlos zurück. Kurz darauf tritt Stefan Powolny, Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH, vor die Zuschauer. Seine Botschaft: „Helge ist noch da.“ Schneider komme bei Zwischenrufen nicht „in den Flow“, erklärt Powolny. Dann sagt er: „Wir haben die Wahl zwischen einem stillen Abend mit Helge Schneider oder keinem Abend mit ihm.“
Die Ansage zeigt Wirkung, mit ihr kann Powolny den Abend retten. Nachdem es im Publikum ruhiger geworden ist, kommt Schneider mit seiner Band zurück. Wieder gibt es ein Lied, wieder Pfefferminztee. Danach entwickelt sich doch noch der angekündigte Abend.
Helge Schneider spielt danach ohne Zwischenfälle
Eineinhalb Stunden lang spielt Schneider ohne weitere Zwischenfälle. Auf dem Programm stehen unter anderem „Tanz auf dem Vulkan“, „Käsebrot“ und „Gefunkt“. Spätestens bei „Gefunkt“ stimmt das Publikum ein. Auch den bekannten Song „Katzeklo“ singen die Fans textsicher mit.
Schneider zeigt natürlich auch sein Können als Musiker. Er spielt unter anderem an der mitgebrachten Orgel und am Altsaxofon. Dazu kommen ein Trommelsolo zu „Nackt am Strand“, die „Trompeten von Mexiko“ und der Jazzstandard „Misty“. Zum Schluss gibt es sogar eine spontan wirkende Ellwangen-Hymne. Schneider nennt Ellwangen darin das „Paris Schwedens, Korrektur, Schwabens“. Nach dem holprigen Start endet der Abend damit noch erfolgreich. (mg)
