Für den „Enzian“-Sänger ist ein Auftritt für die FPÖ ein No-Go. Roberto Blanco hat damit hingegen kein Problem und springt wohl spontan ein.
Nicht mal für 100.000 EuroHeino erteilt Rechtspartei Abfuhr – Schlagerkollege springt ein

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Roberto Blanco und Heino bei einem Auftritt im März 2026.
Kultsänger Heino (87) zieht eine klare Grenze zur Politik. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, schlug der Musiker ein lukratives Angebot aus Österreich aus. Die rechtspopulistische FPÖ feierte in Wien ihr 70-jähriges Bestehen und wollte Heino als Stargast für ein Volksfest gewinnen. Für einen Auftritt auf dem Wiener Stephansplatz stand eine Gage von 100.000 Euro im Raum.
Heino: Keine Lust auf Partei-Auftritt
Heino lehnte das Angebot jedoch ab und erklärte gegenüber der „Bild“: „Ich möchte nicht für die FPÖ auftreten, generell für Parteien nicht. Weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will.“ Bei seinen eigenen Konzerten sei er dennoch offen für alle Fans, unabhängig von deren politischer Einstellung.
Anstelle von Heino sprang schließlich Schlager-Kollege Roberto Blanco (89) ein, der laut dem Bericht allerdings eine deutlich geringere Gage erhielt und den Auftritt nicht kommentieren wollte. Heinos Manager Helmut Werner betonte, dass bei Heino fälschlicherweise oft eine rechte politische Tendenz vermutet werde, was definitiv nicht der Wahrheit entspreche. Die FPÖ Wien bestätigte der „Bild“ eine Anfrage an Heino, äußerte sich jedoch nicht zu finanziellen Details.
Juristischer Nachspiel mit der AfD
Gleichzeitig wehrt sich Heino weiterhin juristisch gegen eine unerlaubte Vereinnahmung durch die AfD in Deutschland. Im April 2026 hatte ein dortiger Kandidat unerlaubt mit Heinos Namen und dem Hit „Blau blüht der Enzian“ geworben.
Nach einer bereits erwirkten Unterlassungserklärung fordert Heino nun über seinen Rechtsanwalt beim Landgericht Innsbruck Schadenersatz in Höhe von insgesamt 60.000 Euro wegen Image-Schädigung. Laut Manager Werner wolle man damit auch für die Zukunft ein klares Signal gegen unerlaubte Wahlwerbung setzen.
Heino lebt mittlerweile fest in Kitzbühel in Österreich, der Heimat seiner verstorbenen Frau Hannelore. Seinen langjährigen deutschen Hauptwohnsitz in Bad Münstereifel hat der Kultsänger inzwischen endgültig aufgegeben. In der Tiroler Promi-Metropole verbringt der 87-Jährige nun abseits seiner Tourneen seinen Lebensabend. (jag)
