„Nightborn“, „The End of Oak Street“ und „Etwas ganz Besonderes“: Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.
„Harry Potter“-Star im FamilienhorrorDas sind die DVD-Highlights der Woche

Copyright: Alamode Filmverleih/Pietari Peltola
Jon (Rupert Grint) hielt es anfangs für eine gute Idee, mit seiner Frau nach Finnland auszuwandern. Aber irgendwann wird klar: Das war der größte Fehler seines Lebens. (Bild: Alamode Filmverleih/Pietari Peltola)

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„Nightborn“ erzählt mit Seidi Haarla und Rupert Grint in den Hauptrollen eine ziemlich verstörende Familiengeschichte. (Bild: Alamode Filmverleih)
Rupert Grint spielte über zehn Jahre in einer der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten. Sein Name wird stets mit „Harry Potter“ verbunden bleiben, für viele Menschen wird er für immer Ron Weasly sein. Nach dem Ende der achtteiligen Reihe 2011 hat es für Grint auch nicht mehr viele große Kinorollen gegeben. Stattdessen, ganz ähnlich wie Daniel Radcliffe (Harry Potter) und Emma Watson (Hermine), fokussiert er sich auf, nun ja, speziellere Projekte für die Nische. So wie jetzt etwa „Nightborn“. Der Horrorthriller erscheint nun ebenso wie das Sci-Fi-Abenteuer „The End of Oak Street“ mit Anne Hathaway und das Familiendrama „Etwas ganz Besonderes“ auf DVD und Blu-ray.
„Nightborn“ (VÖ: 12. November)

Copyright: Warner Bros. Pictures
Familie Platt (von links: Ewan McGregor, Christian Convery, Maisy Stella und Anne Hathaway) kommt das Vertraute so ungewohnt vor. (Bild: Warner Bros. Pictures)
„Nightborn“ wird natürlich nicht annähernd so viele Menschen ins Kino locken wie irgendein „Harry Potter“-Film. Aber bei den Menschen, die den Film sehen, dürfte er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit dem Film war die Regisseurin Hanna Bergholm, die sich zuletzt unter anderem mit dem preisgekrönten Body-Horrorfilm „Hatching“ (2022) einen Namen machte, 2026 erstmals in den Wettbewerb um den Goldenen Bären bei der Berlinale eingeladen. Erzählt wird ein Familien-Drama, das im Verlauf der gut 90 Minuten immer groteskere Horror-Züge annimmt. Rupert Grint verkörpert im Film Jon, einen besonnenen, bodenständigen Briten, der mit seiner Frau Saga (Seidi Haarla) in deren Heimat auswandert: nach Finnland, mitten hinein in die Wildnis, wo Sagas Familie ein altes Anwesen besitzt. Saga wird schwanger, ein Kind kommt zur Welt, alles ist wunderbar. Aber dann wird aus diesem Traum von einem ganz neuen Leben in Finnland ein echter Albtraum. Saga hat zunehmend Probleme mit dem neugeborenen Jungen. Das Kind will offenbar nicht ihre Muttermilch trinken, sondern ihr Blut.
Preis DVD: circa 16 Euro

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„The End of Oak Street“ ist ein Science-Fiction-Überlebensschocker mit Anne Hathaway und Ewan McGregor, in dem plötzlich Dinosaurier durch eine kleine Vorstadtstraße laufen. (Bild: Warner Bros. Pictures)
FI/LT/FR/GB, 2026, Regie: Hanna Bergholm, Laufzeit: 87 Minuten
„The End of Oak Street“ (VÖ: 12. November)

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Frida Hornemann spielt die junge Lea in Eva Trobischs Familiendrama „Etwas ganz Besonderes“. Für die 19-Jährige ist es die erste Hauptrolle. (Bild: Pandora Film/Adrian Campean/Trimafilm)
Acht Jahre nach seinem die Mythen der Metropole Los Angeles erforschenden Noir-Thriller „Under the Silver Lake“ kehrt der US-amerikanische Autorenfilmer David Robert Mitchell mit einem an das Schaffen von Steven Spielberg erinnernden Film zurück: „The End of Oak Street“ spielt in dem titelgebenden Vorstadtidyll, das allerdings durch ein mysteriöses kosmisches Ereignis in seinen Grundfesten erschüttert wird. Eine ganze Nachbarschaft findet sich plötzlich an einem unbekannten Ort wieder, den man offenbar nicht verlassen kann. Mittendrin: die Familie Platt, bestehend aus Mutter Denise (Anne Hathaway), Vater Greg (Ewan McGregor) und den Kindern Audrey (Maisy Stella) und Brian (Christian Convery). Was sowohl das offizielle Plakat als auch die Trailer bereits andeuten: Durch die Oak Street jagen nun saurierartige Wesen. Wollen die Platts überleben, müssen sie an einem Strang ziehen. Und vielleicht kommen sie ja sogar hinter das Geheimnis des seltsamen „Tapetenwechsels“.
Preis DVD: circa 15 Euro

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In „Etwas ganz Besonderes“ muss sich ein junges Mädchen in einer zerrütteten Familie selbst finden. (Bild: Pandora Film)
US, 2026, Regie: David Robert Mitchell, Laufzeit: 95 Minuten
„Etwas ganz Besonderes“ (VÖ: 12. November)
„Wer bist du, und was macht dich aus?“ Die 17-jährige Lea (Frida Hornemann) weiß auf diese Frage keine wirkliche Antwort, sie will diese aber endlich finden. Das Familiendrama „Etwas ganz Besonderes“ erzählt die Identitätssuche des Mädchens in der ostdeutschen Provinz zwischen familiärem Chaos und Vorurteilen. Der Film wurde bei der Berlinale 2026 für den Goldenen Bären nominiert. Die simple wie tiefgreifende Frage nach ihrer Persönlichkeit wird Lea bei einer Castingshow gestellt, bei der sie als Sängerin antritt. Während ihr Vater Matze (Max Riemelt) sie dabei unterstützt, ist Mutter Rieke (Gina Henkel) wenig begeistert. Die zerrüttete Beziehung ihrer frisch getrennten Eltern macht Lea die Selbstfindung nur noch schwerer. Nach einem Streit mit ihrer Mutter zieht die 17-Jährige zu ihrem Vater, seinen Eltern und ihrer scheiternden Pension in einer thüringischen Kleinstadt. Ein Vorbild ist für sie hingegen ihre Tante Kati (Eva Löbau), die lange im Ausland gearbeitet hat und jetzt die mit EU-Mitteln geförderte Sanierung eines lokalen Residenzschlosses übernimmt - damit macht sie sich jedoch in der strukturschwachen Provinz nicht unbedingt Freunde. Letztendlich muss nicht nur Lena lernen, wer sie ist, auch ihre Familie muss sich neu kennenlernen ...
Preis DVD: circa 16 Euro
DE, 2026, Regie: Eva Trobisch, Laufzeit: 116 Minuten (tsch)
