Vor rund sieben Jahren kehrte Guido Maria Kretschmer Berlin den Rücken. In einem Podcast erklärte der Star-Designer, warum ihm die Hauptstadt kein „Gefühl von Geselligkeit“ mehr vermittle.
Guido Maria Kretschmer über Berlin„Alle lassen ihren Dreck da, es ist eine raue Stadt geworden“

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Guido Maria Kretschmer blickt kritisch auf die Entwicklung seiner alten Wahlheimat Berlin. (Bild: 2026 Getty Images/Gerald Matzka)
2019 zog Guido Maria Kretschmer mit seinem Mann Frank Mutters (71) von Berlin nach Hamburg. „Ganz spontan, ganz schnell“, sei der Umzug verlaufen, erinnerte sich der „Shopping Queen“-Moderator jetzt im Video-Podcast „Dein Ernst“, der von Benjamin von Stuckrad-Barre moderiert wird. Allzu große Sehnsucht nach der Hauptstadt plagt den Modedesigner offenbar nicht: „Berlin kann mir im Moment nicht das Gefühl von Geselligkeit geben“, sagte der 61-Jährige.
Dabei habe er an seine langjährige Wahlheimat durchaus gute Erinnerungen. „Ich bin da ein bisschen erwachsen geworden. Ich habe der Stadt viel zu verdanken. Ich kenne mich da super aus, habe viele Freunde.“ Inzwischen empfinde er Berlin jedoch als zu rau, zu voll und zu dreckig.
Beinahe-Unfall gab den Ausschlag zum Umzug
Der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit solle mal gesagt haben, Berlin sei wie eine alte Frau, die schlecht behandelt werde. „So ist es auch“, bekräftigte Kretschmer. „Alle amüsieren sich im Tiergarten, lassen ihren Dreck und ihren Müll da, und keiner macht mal was Nettes. Es ist wirklich eine raue Stadt geworden.“ Was auch an den rund zwölf Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr liege: „Das muss eine Stadt erst mal schaffen, es ist wirklich voll.“
Den Impuls, nach Hamburg umzuziehen, habe letztendlich ein dramatisches Erlebnis beim Pendeln zwischen den Städten ausgelöst: „In einer Nacht hatten wir fast einen schweren Unfall“, berichtete Kretschmer im Gespräch mit Benjamin von Stuckrad-Barre. „In der Nacht wusste ich, das war's! Ich kann nicht mehr so viel reisen, ich schaffe das nicht mehr dieses ewige Hin und Her, ich bin ja auch morgens, vier Uhr, aufgestanden.“
Über seine aktuelle Wahlheimat urteilt der gebürtige Münsteraner im Podcast wohlwollend - mit einer kleinen Einschränkung: „Hamburg ist nett. Ich liebe das sehr. Nur ich finde, die können keinen Verkehr. Das regt mich extrem auf manchmal.“ (tsch)
