Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau, genannt „Conde Rudi“, hatte seit vielen Jahren in Spanien gelebt.
„Graf Rudi“ ist tot!Luxus-Hotel trauert um deutschen Promi-Wirt

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Rudolf Graf und Herr von Schönburg Glauchau mit seiner Ehefrau Marie Louise in Marbella, Spanien 1995. (Archivfoto)
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Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau lebt nicht mehr. Der deutsche Aristokrat war viele Jahre Hoteldirektor. Er starb am 17. Oktober, er wurde 94 Jahre alt.
Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Marbella. Dort kannte man ihn als „Conde Rudi“ oder auch als „Graf Rudi“. Die Stadt ehrt ihn jetzt als eine der Persönlichkeiten, die sie am stärksten geprägt haben. Zahlreiche Stars zeigten sich gern an seiner Seite.
„Conde Rudi“ mit 94 gestorben: Abschied von Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau
Über viele Jahre stand der Graf an der Spitze des legendären Luxushotels Marbella Club. Geholt hatte ihn einst Prinz Alfonso von Hohenlohe. Zusammen machten die beiden aus dem damals noch ruhigen Ort an der Küste ein Urlaubsparadies von internationalem Rang.
In dem Nobelhotel begrüßte „Graf Rudi“ viele Berühmtheiten und Angehörige europäischer Königshäuser. Unter seinen Gästen waren Elizabeth Taylor, Sean Connery und Audrey Hepburn. Sie mochten seine stilvolle Art, Gastgeber zu sein, und seinen Blick fürs Detail.
Trauer in Marbella um Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau
Im Jahr 1971 gab der Graf Prinzessin Marie-Louise von Preußen das Jawort. Sie ist eine Urenkelin von Kaiser Wilhelm II. und eine Cousine von Sofía, der früheren Königin von Spanien. Die beiden haben zwei Kinder, Sophie und Friedrich.
Mit mehreren Fürstenhäusern Europas war die Familie eng verbunden. Zuletzt wohnte sie in der Gegend von Nagüeles bei Marbella. Marie Louise setzte sich dort auch für wohltätige Zwecke ein.
Für sein Wirken bekam Graf Rudolf viele Auszeichnungen. Dazu zählen der spanische Orden Isabellas der Katholischen, das Bundesverdienstkreuz und die Silbermedaille für Verdienste um den Tourismus. Außerdem war er Ritter des Malteserordens sowie des Königlich Bayerischen Hausritterordens vom Heiligen Georg.
Das Marbella Club Hotel erinnerte mit einem Nachruf an seinen ehemaligen Direktor. Darin hob Hotelbesitzerin Jennica Arazi seine Großzügigkeit, seinen Humor und sein elegantes Auftreten hervor. Ihre Worte: „Rudi hat uns gelehrt, dass das wahre Vermächtnis darin besteht, was wir an andere weitergeben.“ (red)

