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Gitte Hænning erinnert sich an Tod ihrer Mutter„Meine Stimme war plötzlich weg“

Schlagerlegende Gitte Hænning, hier auf einem Bild 2015, erinnerte sich in einem Podcast nun an den Tag, an dem ihre Mutter starb. (Bild: Getty Images / Christian Augustin)

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Schlagerlegende Gitte Hænning, hier auf einem Bild 2015, erinnerte sich in einem Podcast nun an den Tag, an dem ihre Mutter starb. (Bild: Getty Images / Christian Augustin)

Als die Mutter von Gitte Hænning im Sterben lag, musste sie auf einer Theaterbühne arbeiten. Wie schwer ihr das damals fiel, beschrieb die Schlagerikone nun in einem Interview.

Ein Schicksalsmoment begleitet Gitte Hænning bis heute. Im Podcast „MayWay“ sprach die Sängerin über den Tod ihrer Mutter und erinnerte sich an einen Abend, an dem sie sich zwischen ihrer Familie und ihrer Arbeit entscheiden musste - eine Entscheidung, die sie bis heute bewegt.

Als ihre Mutter mit 96 Jahren im Sterben lag, habe sie ihre Tochter um einen letzten Wunsch gebeten. „Heute musst du bei mir bleiben“, habe sie gesagt. Doch Gitte Hænning war an diesem Abend beruflich gebunden und musste auf der Bühne Shakespeare-Sonette vortragen. Im Podcast erinnerte sie sich: „Während ich dort Sonette sprach, starb meine Mutter in der Berliner Charité.“

Ein Augenblick aus dieser Aufführung hat sich der heute 80-Jährigen unauslöschlich eingeprägt. „Beim dritten Sonett konnte ich kein Wort mehr aussprechen. Meine Stimme war plötzlich weg“, berichtete sie. Erst nach dem Ende der Vorstellung habe sie erfahren, dass ihre Mutter genau in diesem Moment gestorben war.

Gitte Hænning über die letzten Jahre mit ihrer Mutter: „Sie ist aufgeblüht wie eine Königin“

Trotz des schmerzhaften Abschieds blickt Gitte Hænning dankbar auf die gemeinsame Zeit zurück. „Es ist ein Geschenk, seine Mutter behalten zu dürfen, bis sie 96 ist“, sagte sie. Gerade in den letzten Lebensjahren hätten beide viele besondere Erlebnisse miteinander geteilt.

So nahm die Sängerin ihre Mutter unter anderem mit auf ein Luxusschiff, zu einem Rockfestival und in die Wiener Staatsoper. Gemeinsam reisten sie außerdem mit dem Wohnmobil durch Europa. Rückblickend schilderte Hænning: „Sie ist aufgeblüht wie eine bezaubernde Königin.“

Schließlich holte Gitte Hænning ihre Mutter zu sich nach Berlin, um möglichst viel Zeit mit ihr verbringen zu können. Dennoch stellt sie sich bis heute die Frage, ob sie an jenem letzten Abend anders hätte handeln sollen. „Das weiß ich immer noch nicht“, haderte sie im Podcast. (tsch)

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