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Franca Lehfeldt„Ich habe sehr früh zu meinem Mann gesagt, ich werde nicht auf Teilzeit reduzieren“

Christian Lindner und Franca Lehfeldt sind Eltern einer Tochter. (Bild: 2025 Getty Images/Andreas Rentz)

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Christian Lindner und Franca Lehfeldt sind Eltern einer Tochter. (Bild: 2025 Getty Images/Andreas Rentz)

In einem TV-Interview hat Franca Lehfeldt offen über den Elternalltag mit Ehemann Christian Lindner gesprochen. Die gemeinsam wahrgenommene Verantwortung habe das Paar „zusammengeschweißt“. Werdenden Müttern rät die Journalistin, frühzeitig das Gespräch zu suchen.

Eineinhalb Jahre ist die Tochter von Franca Lehfeldt und Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner alt. Bei der Organisation des Familienalltags hat Lehfeldt nichts dem Zufall überlassen, wie sie jetzt als Gast des NDR-Magazins „DAS! Rote Sofa“ betonte. „Ich habe das Gespräch sehr früh gesucht“, erklärte die Journalistin und fügte an: „Ich habe sehr früh zu meinem Mann gesagt: 'Ich werde nicht auf Teilzeit reduzieren, ich möchte Vollzeit arbeiten. Wie machen wir das?'“

Vor allem von älteren Frauen in ihrem Umfeld wisse sie, dass ein solches Gespräch unter werdenden Eltern oft nicht in gebotener Sorgfalt geführt werde. „Solche Entscheidungen werden oft in 20 Minuten im Vorbeigehen getroffen, gar nicht groß hinterfragt und reflektiert, und sie wirken für 20, 30 Jahre nach“, bekräftigte Lehfeldt im NDR-Fernsehen. Das sorge in der Konsequenz „oft für Frust, für Enttäuschung, für Verhärtung innerhalb der Beziehung“. Lehfeldt fügte an: „Und deshalb denke ich, wir müssen über Geld reden, wir Frauen. Wir sollten und wir müssen auch darüber sprechen: Wie teilen wir uns Elternschaft auf?“

„Wir haben die ersten sechs Monate wirklich zu zweit gemacht“

Dass eine 50:50-Aufteilung der Elternpflichten in ihrem Alltag funktioniere, liege auch daran, dass Christian Lindner nicht mehr in der zeitraubenden Spitzenpolitik tätig sei, räumte Lehfeldt ein. „Wir haben die ersten sechs Monate wirklich zu zweit gemacht“, gab sie im Gespräch mit Moderatorin Inka Schneider zu Protokoll. „Das war oft Termin-Mikado. Das ging auch mal schief. Es hat auch mal jemand einen Termin übersehen. Oder man stand da und musste dann irgendwie kurzfristig was tauschen.“ Grundsätzlich aber habe die gemeinsam wahrgenommene Verantwortung sie und ihren Mann „zusammengeschweißt“.

Entsprechend habe die Elternschaft gut funktioniert, beteuerte Lehfeldt. „Später haben wir uns aber umgestellt auf ein Tagesmuttermodell, da muss man jetzt auch gar nichts romantisieren, weil du hast irgendwann Verpflichtungen, Zuständigkeiten und musst ja auch ein bisschen planbar arbeiten können.“

Die Beziehung von Franca Lehfeldt und dem damaligen FDP-Vorsitzenden Christian Lindner wurde 2018 öffentlich. 2022 heiratete das Paar auf Sylt. Als Lehfeldt schwanger wurde, war sie als Nachrichtenjournalistin und Unternehmerin tätig und sah sich nach eigenen Angaben mit abfälligen Kommentaren hinsichtlich einer vermeintlichen Unvereinbarkeit von Mutterschaft und Karriere konfrontiert. Dies habe sie zum Ausgangspunkt eines Sachbuchs genommen, das die 37-Jährige derzeit in Interviews bewirbt. Es trägt den Titel „Gute Mütter, schlechte Mütter. Eine Streitschrift gegen alte Rollenmuster und übergriffige Erwartungen“. (tsch)