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Finale der Erfolgsserie „The Bear - King of the Kitchen“Amerikas Überlebenskampf

Müssen Sydney (Ayo Edebiri) und Carmy (Jeremy Allen White) ihr Restaurant in Chicago dicht machen? Die Antwort auf diese Frage bringt wohl die fünfte und finale Staffel der mit Preisen überhäuften US-Serie „The Bear“. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

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Müssen Sydney (Ayo Edebiri) und Carmy (Jeremy Allen White) ihr Restaurant in Chicago dicht machen? Die Antwort auf diese Frage bringt wohl die fünfte und finale Staffel der mit Preisen überhäuften US-Serie „The Bear“. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

Acht letzte Folgen „The Bear - King of the Kitchen“ bringen die Story eines ums Überleben kämpfenden Restaurants in Chicago zu Ende. Die Serie mit Jeremy Allen White als jungem Küchenchef und seiner Belegschaft dürfte als eine der unwahrscheinlichsten Erfolgsserien in die TV-Geschichte eingehen.

Auch wenn Jeremy Allen White, der zuletzt Bruce Springsteen im Biopic „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ spielte, durch die Serie „The Bear“ zum mehrfach Emmy-gekrönten Star-Schauspieler aufstieg: die wahre Stärke der mit Staffel fünf zu Ende gehenden Serie ist ihr grandioses Figuren und Schauspiel-Ensemble. (Bild: © 2022 Disney and its related entities)

Copyright: © 2022 Disney and its related entities

Auch wenn Jeremy Allen White, der zuletzt Bruce Springsteen im Biopic „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ spielte, durch die Serie „The Bear“ zum mehrfach Emmy-gekrönten Star-Schauspieler aufstieg: die wahre Stärke der mit Staffel fünf zu Ende gehenden Serie ist ihr grandioses Figuren und Schauspiel-Ensemble. (Bild: © 2022 Disney and its related entities)

Wer nie den Einstieg in die Serie „The Bear“ gefunden hat oder bereits in der Schrei-intensiven ersten Staffel gestresst ausgestiegen ist, wird sich eventuell wundern: darüber, dass die Geschichte eines ums Überleben kämpfenden Restaurants mit Jeremy Allen White als jungem Küchenchef eine der erfolgreichsten des letzten Fernsehjahrzehnts ist. 21 Emmys gewannen Staffel eins und zwei - skurrilerweise in der Comedy-Sparte. Denn „The Bear“, eine Serie, die auf Deutsch den ziemlich sinnfreien Zusatztitel „King of the Kitchen“ erhielt, ist zu 90 Prozent ein Familien-, Workplace- und Beziehungsdrama. Und zu maximal zehn Prozent eine absurde Situations-Komödie. Nun geht die gefeierte Serie von Autor, Regisseur und Showrunner Christopher Storer zu Ende - mit acht letzten Folgen, die am Freitag, 26. Juni, bei Disney+ veröffentlicht werden.

Cousin Richy (Ebon Moss-Bachrach) entwickelte sich zu einer - wenn nicht „der“ - Kultfigur der Serie. Darsteller Moss-Bachfrach gewann zweimal den Emmy als Bester Nebendarsteller einer (Comedy)-Serie. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

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Cousin Richy (Ebon Moss-Bachrach) entwickelte sich zu einer - wenn nicht „der“ - Kultfigur der Serie. Darsteller Moss-Bachfrach gewann zweimal den Emmy als Bester Nebendarsteller einer (Comedy)-Serie. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

Gastro-Unternehmer und Sternekoch Carmy Berzatto (White) hat am Ende von Staffel vier im eigenen Restaurant gekündigt. Das kurz vorm finanziellen Aus stehende Fine Dining-Restaurant „The Bear“ überließ er Geschäftspartnerin Sydney (Ayo Edebiri), Schwester „Sugar“ (Abby Elliott) und Cousin Richy (Ebon Moss-Bachrach). Ein Großteil der Belegschaft weiß zu Beginn von Staffel fünf noch nichts davon. Allgemein bekannt ist jedoch das mittlerweile abgelaufene Ultimatum von Investor und Onkel Jimmy (Oliver Platt), der The Bear wegen nach wie vor fehlender Wirtschaftlichkeit den Geldhahn abdrehen musste.

Damit es in „The Ber“ etwas zu lachen gibt, dafür sorgen teils improvisiert wirkende Schrei- und Zankattacken zwischen den (Küchen)figuren und die Auftritte des chaotischen Handerwerker-Duos der Fak-Brüder, gespielt von Ricky Staffieri und Matty Matheson (Bild) - skurrilerweise ein echter kanadischer Koch und Food-Influencer. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

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Damit es in „The Ber“ etwas zu lachen gibt, dafür sorgen teils improvisiert wirkende Schrei- und Zankattacken zwischen den (Küchen)figuren und die Auftritte des chaotischen Handerwerker-Duos der Fak-Brüder, gespielt von Ricky Staffieri und Matty Matheson (Bild) - skurrilerweise ein echter kanadischer Koch und Food-Influencer. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

Staffel fünf, die in acht eher kurzen Folgen von oft nur 20 bis 30 Minuten die „The Bear“-Saga definitiv beendet, bringt noch einmal die Stärken der Serie zum Schwingen. Sie versammelt das vielleicht beste Figuren- und Schauspiel-Ensemble, das die Serienwelt seit den besten Tagen von „Game of Thrones“ auf den Streaming-Bildschirm zauberte. Nebenbei erzählt sie auf der persönlichen Ebene von einem „struggelnden“ Amerika und seiner Ökonomie, in der sich klassisch Arbeitende ständig im Überlebensmodus befinden.

Liebe, Hochzeiten, Solidarität und - ganz viel Freundschaft

Die junge und begabte Sydney (Ayo Edebiri) lebt in der Serie „The Bear“ ihren amerikanischen Traum. Von der Aushilfe arbeitet sie sich hoch zur Chefin eines Fine Dining-Restaurants. Doch es ist ein Traum, gepflastert mit Härten des Lebens. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

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Die junge und begabte Sydney (Ayo Edebiri) lebt in der Serie „The Bear“ ihren amerikanischen Traum. Von der Aushilfe arbeitet sie sich hoch zur Chefin eines Fine Dining-Restaurants. Doch es ist ein Traum, gepflastert mit Härten des Lebens. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

Das Ultimatum von Investor und Onkel Jimmy (Oliver Platt) ist abgelaufen. Nun muss er The Bear wegen nach wie vor fehlender Wirtschaftlichkeit den Geldhahn abdrehen. Oder findet die finale Staffel „The Bear“ noch eine andere Lösung?   (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

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Das Ultimatum von Investor und Onkel Jimmy (Oliver Platt) ist abgelaufen. Nun muss er The Bear wegen nach wie vor fehlender Wirtschaftlichkeit den Geldhahn abdrehen. Oder findet die finale Staffel „The Bear“ noch eine andere Lösung? (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

„The Bear“ berührt nicht nur wegen der lebensechten Figuren, die Serie funktioniert auch als präzises Porträt des amerikanischen Arbeitslebens im 21. Jahrhundert - mit Erschöpfung, Schulden, Trauma und dem verzweifelten Festhalten an einem „American Dream“, der für die meisten Figuren in weiter Ferne bleibt. Dass das Ganze trotzdem kein klassisches Figuren- und Sozial-Drama ist, wie es dies wohl als nicht-amerikanische Serie geworden wäre, hat ebenfalls mit dem amerikanischen Mindset zu tun. Die Figuren in „The Bear“ agieren wie angeschlagene Boxer, die sich vorgenommen haben, sich auf jeden Fall noch bis zum nächsten Gong auf den Beinen zu halten. Schließlich könnte man ja in der nächsten Runde Oberwasser gewinnen. In der Tat hält „The Bear“ über fünf Staffeln immer mal wieder positive Überraschungen und Wendungen für seine Figuren bereit: Es gibt Liebe, Hochzeiten, Solidarität und vor allem: ganz viel Freundschaft.

Muss sich Chef Sydney (Ayo Edebiri) von der kultigen Kühlkammer des Restaurants „The Bear“ verabschieden? Die Uhr für das rote Zahlen schreibende Fine-Dining-Restaurant ist jedenfalls abgelaufen. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

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Muss sich Chef Sydney (Ayo Edebiri) von der kultigen Kühlkammer des Restaurants „The Bear“ verabschieden? Die Uhr für das rote Zahlen schreibende Fine-Dining-Restaurant ist jedenfalls abgelaufen. (Bild: Copyright, 2026, FX. All rights reserved.)

Selbst für Figuren wie die psychisch kranke Mutter von Carmy und Sugar, genial verkörpert von Jamie Lee Curtis, schafft die Serie Raum. Oder auch für episodische Rückblicks-Momente mit dem dritten Kind der Berzatto-Familie, dem durch Suizid gestorbenen ältesten Bruder und Ex-Restaurant-Chef Michael (Jon Bernthal).

Man sieht schon: Diese Serie gehört definitiv nicht in den Comedy-Modus, in den man sie mal unverständlicherweise einsortiert hat. Damit es hier und da etwas zu lachen gibt, dafür sorgen einzig und allein teils improvisiert wirkende Schrei- und Zankattacken zwischen den (Küchen)figuren und die Auftritte des chaotischen Handerwerker-Duos der Fak-Brüder, gespielt von Matty Matheson, skurrilerweise ein echter kanadischer Koch und Food-Influencer, und Ricky Staffieri. Wenn die letzte Gasflamme des The Bear-Herdes erloschen ist, wird das facettenreiche, intensive und ultra-sympathische Ensemble von „The Bear“ vermissen. Dann, wenn der letzte „Yes, Chef“-Ruf in der aufregendsten fiktiven Küche Chicagos verklungen ist. (tsch)

Sebastian Bezzel verkörpert Hannes, einen Familienvater, der in „Die Ältern“ in eine ordentliche Krise abrutscht. (Bild: Leonine / Constantin Film Distribution / Gordon A. Timpen)
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