ESC-Quoten im Keller: Boykott sorgt für Zuschauerschwund.
Bittere ESC-Bilanz35 Millionen weniger Zuschauer – Boykott gegen Israel der Grund

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Die Gewinnerin des 70. Eurovision Song Contest (ESC), Dara. Nach dem Boykott einiger Länder gab es weniger Zuschauer beim ESC-Finale. (Archivbild)
Das war eine bittere Pille für die Veranstalter des Eurovision Song Contest. Das große Finale 2026 wollten deutlich weniger Menschen sehen als noch im Vorjahr. Insgesamt schalteten 131 Millionen Musik-Fans ein, als Dara mit ihrem Song «Bangaranga» den Sieg für Bulgarien holte. Zum Vergleich: Beim Finale 2025 in Basel waren es noch 166 Millionen gewesen – ein Einbruch von über 20 Prozent.
Doch woran lag's? Der Ausrichter, die Europäische Rundfunkunion (EBU), hat eine klare Erklärung für die Quoten-Klatsche: Die Abwesenheit mehrerer Länder habe zu dem massiven Zuschauerschwund geführt.
Boykott wegen Israel-Teilnahme ließ Quoten einbrechen
Fünf Länder hatten dem Wettbewerb die kalte Schulter gezeigt. Island, Irland, Spanien, die Niederlande und Slowenien schickten aus Protest gegen die Teilnahme Israels keine eigenen Interpretinnen und Interpreten zum größten Musikwettbewerb der Welt.
Auch junge Zuschauer wenden sich vom ESC ab
Besonders alarmierend für die EBU dürfte aber noch ein anderer Trend sein: Der ESC verliert offenbar auch bei der jungen Zielgruppe an Zugkraft. Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen unter den Zuschauenden des Finales sank auf nur noch 54,8 Prozent. Im Mai 2025, beim Finale in Basel, lag dieser Wert laut EBU noch bei 60,4 Prozent. (dpa/red)
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