Jaleel White wurde als Steve Urkel in der Kult-Comedy „Alle unter einem Dach“ weltbekannt. So geht es dem Schauspieler heute.
Er war „Steve Urkel“Das macht dieser Kult-Comedy-Star heute

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Jaleel White wurde als Steve Urkel in der Kult-Comedy „Alle unter einem Dach“ weltbekannt. (Archivbild)

Hochgezogene Hosen, gigantische Hornbrille und der Satz „War ich das etwa?“: Mit der Figur des Steve Urkel schrieb Jaleel White in den 1990er-Jahren TV-Geschichte. Ursprünglich nur für einen einmaligen Gastauftritt im Jahr 1989 gebucht, stahl der damals Zwölfjährige allen die Show und machte die US-Sitcom „Alle unter einem Dach“ („Family Matters“) weltweit zum Hit.
Doch der frühe Ruhm hinterließ Spuren. Wie der Schauspieler später einräumte, schlug ihm am Set anfangs Eifersucht entgegen. Erst mit den Jahren wuchs das Ensemble eng zusammen. Als „Alle unter einem Dach“ 1998 nach neun Staffeln endete, musste sich Jaleel White als Schauspieler neu erfinden.
Dass die Serie ihren Höhepunkt längst überschritten hatte, sieht er rückblickend durchaus selbstkritisch: „Um ehrlich zu sein, war es wirklich an der Zeit, die Serie abzusetzen. Wir hatten den Zenit etwa in der siebten Staffel überschritten“, sagte er in der Talkshow „Andy Cohen Live“. Für White blieb die Herausforderung, sich aus dem Schatten seiner Kultfigur Steve Urkel zu lösen.
„Alle unter einem Dach“: Jaleel White schrieb als Steve Urkel Fernsehgeschichte
Seine eigene Sitcom „Grown Ups“ hielt sich um die Jahrtausendwende lediglich eine Staffel. White gab jedoch nicht auf, sondern wandelte sich konsequent zum vielseitigen Charakter- und Gastdarsteller.

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Jaleel White: Ursprünglich nur für einen einmaligen Gastauftritt im Jahr 1989 gebucht, stahl der damals Zwölfjährige allen die Show. (Archivbild)
In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten war der US-Amerikaner in zahlreichen Erfolgsproduktionen zu sehen, darunter Gastauftritte in „Dr. House“, „Navy CIS“, „Castle“, „Bones – Die Knochenjägerin“ und der gefeierten Serie „Atlanta“.
Über 100 Rollen: Vom Fernsehen ins Kino
Auf der Kinoleinwand verbuchte er beachtete Nebenrollen, unter anderem im Filmmusical „Dreamgirls“ (2006), in Clint Eastwoods Drama „The 15:17 to Paris“ (2018) sowie an der Seite von Adam Sandler im Netflix-Film „Hustle“ (2022). Jüngst feierte er mit einer Rolle in der Disney+-Produktion „Star Wars: Skeleton Crew“ einen weiteren Meilenstein. Insgesamt war er bis heute in über 100 Film- und Fernsehrollen zu sehen.
Auch abseits der Kamera fand White einträgliche Nischen. Bereits in den 1990er-Jahren lieh er der Videospielfigur Sonic the Hedgehog in mehreren Animationsserien seine Stimme. 2012 bewies er zudem Tanztalent und belegte in der US-Tanzshow „Dancing with the Stars“ den siebten Rang.
Seiner Paraderolle begegnet er mittlerweile mit Selbstironie: Im Animationsfilm „Urkel Saves Santa: The Movie“ kehrte er 2023 nach langer Pause als Synchronsprecher zu seinen Wurzeln zurück.

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Längst erwachsen: Schauspieler Jaleel White bei einer Gala im Jahr 2025. (Archivbild)
Die im Showgeschäft berüchtigten Totalabstürze früherer Kinderstars blieben bei White aus. Drogeneskapaden, Verhaftungen oder finanzielle Schieflagen suchte man vergeblich. Der Schauspieler führt seine Stabilität vor allem auf seine Mutter zurück, die ihn am Set wachsam begleitete und vor Gefahren der Branche abschirmte.
Zwar sorgten 2006 eine geschmacklose Internet-Falschmeldung über seinen angeblichen Tod sowie 2010 ein juristisch folgenloser, privater Streit im Umfeld eines Sorgerechtsverfahrens für Unruhe, echte Skandale blieben jedoch die Ausnahme.
Jaleel White ist glücklich verheiratet und stolzer Vater
Seine Erfahrungen hielt White in seinen Memoiren „Growing Up Urkel“ fest, die im November 2024 bei Simon & Schuster erschienen. Darin zieht er eine ungeschminkte Bilanz über die Schattenseiten des extremen Starkults. Parallel dazu agiert er erfolgreich als Geschäftsmann: Bereits 2021 gründete er seine eigene legale Lifestyle- und Cannabis-Marke namens „Purple Urkle“.
Privat hat der Schauspieler in Los Angeles sein festes Fundament gefunden. Am 4. Mai 2024 heiratete er im dortigen Riviera Country Club die Tech-Managerin Nicoletta Ruhl – für White die erste Ehe. „Ich fühlte mich wie ein Prinz“, sagte er zu dem Magazin „People“.
Komplettiert wird die Familie durch seine 2009 geborene Tochter Samaya aus einer früheren Beziehung, die ihren Vater seit Jahren regelmäßig zu Auftritten auf dem roten Teppich begleitet. Jaleel White hat bewiesen, dass ein früher Stempel nicht das Karriereende bedeuten muss.
